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Jason Terry wurde 2009 zum besten sechsten Mann der NBA gewählt © getty

Dallas verpasst trotz großen Kampfes die Vorentscheidung in der Serie. Nowitzki und "Jet" sind zu wenig. Ein Big Man lamentiert.

Von Eric Böhm

München/Portland - Die Dallas Mavericks haben in der ersten Runde der NBA-Playoffs die Chance zur Vorentscheidung verpasst.

Die Truppe um Dirk Nowitzki unterlag bei den Portland Trail Blazers 92:97 (52:54) und führt in der Best-of-Seven-Serie nur noch mit 2:1.

Der deutsche Ausnahmespieler zeigte mit 25 Punkten und neun Rebounds eine gute Leistung, konnte die Pleite aber nicht verhindern.

"Wir haben uns zu viele Ballverluste erlaubt. Unsere Freiwurfquote war schlecht. Wir haben nicht das gezeigt, was uns eigentlich auszeichnet", sagte Nowitzki den "Dallas Morning News".

Miller macht den Deckel drauf

In der extrem umkämpften Partie brachte ein 12:2-Zwischenspurt zu Beginn des letzten Viertels den Blazers eine 87:74-Führung ein, die sie bis zum Schluss verteidigten. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Dallas arbeitete sich Sekunden vor Schluss mit großer Moral nochmal auf drei Punkte heran, aber es reichte nicht mehr. Portlands Point Guard Andre Miller stellte mit zwei Freiwürfen den Endstand her.

"Wir sind eigentlich stolz auf unsere Verteidigung, heute war das aber zu wenig. Wir haben ihnen 95 Punkte gestattet, deshalb haben wir verloren", erklärte Jason Terry.

Terry ragt heraus

Der "Jet" zeigte mit 29 Zählern und fünf verwandelten Dreiern eine ganz starke Leistung. Er brachte die Mavs nach einem miserablen Start überhaupt erst zurück in die Partie.

Nach vier Dreiern des überragenden Wesley Matthews (25 Punkte) lagen die Texaner Mitte des ersten Viertels schon mit 7:16 im Hintertreffen, ehe Terry aufdrehte und sein Team im zweiten Spielabschnitt sogar mit 31:28 in Front brachte.

"Unser Hauptproblem war der schwache Start. Ihre Aggressivität hat uns von Anfang an unter Zugzwang gesetzt", meinte Coach Rick Carlisle.

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Duo ohne Unterstützung

In der Folge kam sein Team zwar besser ins Spiel, aber Nowitzki und Terry fehlte die Unterstützung. Kein anderer Maverick punktete zweistellig.

"Sie haben zu Beginn aus allen Rohren gefeuert. Trotzdem haben wir den ersten Ansturm überstanden. Es hat nicht gereicht, aber unser Kampfgeist war ein positives Zeichen", so der Würzburger.

Shawn Marion (neun Zähler) und der zuletzt überzeugende Spielmacher Jason Kidd (acht) konnten kaum Impulse setzten.

Chandler beschwert sich

Speziell Tyson Chandler erlebte einen rabenschwarzen Tag. Der Center steckte von Beginn an in Foulproblemen und war kein Faktor.

"Ich bin unheimlich frustriert. Einige Pfiffe gegen mich waren durchaus fragwürdig", beschwerte sich "TC".

Die beste Nachricht für Dallas ist, dass sie trotz eines über weite Strecken sehr schwachen Auftritts die Chance auf den Sieg hatten.

Ähnlich sah es Flügelspieler Marion: "Wir können und werden viel besser spielen als heute. Dann müssen wir uns keine Sorgen machen."

Blazers atmen durch

Die Trail Blazers konnten dagegen erst einmal durchatmen. Schließlich besteht ein großer Unterschied zwischen 1:2 und 0:3.

Außerdem zeigte Reservist Brandon Roy (16 Punkte, vier Assists) - nach der öffentlichen Kritik an seiner Rolle - endlich seine Klasse.

"Ich war heute gut drauf. Ich habe mir keine Gedanken über Einsatzzeiten gemacht. Ich war voll auf mein Spiel konzentriert", so er dreimalige All-Star.

Heimstärke als Trumpf

Die Gastgeber stellten zum wiederholten Mal ihre ausgesprochene Heimstärke unter Beweis - elf der vergangenen zwölf Partien im Rose Garden wurden gewonnen. Gegen Dallas war es bereits der dritte Heimsieg der Saison.

Power Forward LaMarcus Aldridge steuerte 20 Zähler bei. Die vierte Partie des Erstrundenduells findet am Samstag (ab 22 Uhr LIVESCORES) erneut in Oregon statt.

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