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Kevin Love spielte ein Jahr am College für die UCLA Bruins © getty

Minnesotas Kevin Love wird zum Most Improved Player der NBA gewählt. Der Rebound-König hat noch Ziele. Ein Blazer wird Zweiter.

Von Eric Böhm

München/Minneapolis - Kevin Love hat eine unglaubliche Saison hingelegt.

In nur einem Jahr hat sich der Star der Minnesota Timberwolves vom recht unscheinbaren sechsten Mann eines der schwächsten Teams in einen Weltmeister und All-Star verwandelt.

Die Wahl zum Most Improved Player (MIP) der NBA markiert nun den vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung für den besten Rebounder der abgelaufenen Saison.

"Ich fühle mich geehrt. Hoffentlich kann ich mich in den nächsten Jahren noch weiter verbessern", sagte "K-Love".

Training mit Rose fruchtet

Der 22-Jährige gesellt sich zu so bekannten früheren Titelträgern wie Jalen Rose, Tracy McGrady, Zach Randolph oder Hedo Türkoglu.

"Kevin hat sich die Anerkennung redlich verdient. Er hat unglaublich hart an sich gearbeitet. Sein Wille ist bewundernswert", lobte Teampräsident David Kahn. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Love - dessen Markenzeichen neben Rebounds seine langen beidhändigen Pässe sind - hatte im letzten Sommer vor der Weltmeisterschaft unter anderem mit seinem guten Kumpel Derrick Rose in Los Angeles trainiert.

In fast jeder statistischen Kategorie stellte er persönliche Bestmarken auf und entwickelte sich dank seiner tadellosen Einstellung zum absoluten Publikumsliebling.

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Bleibt er in Minnesota?

"Ich werde versuchen den gleichen Trainingsplan wieder durchzuziehen. Denn ich glaube, es gibt noch viel Raum für Verbesserungen bei mir und meinem Team", so der 22-Jährige.

Das ist auch bitter nötig, denn die T-Wolves bildeten mit nur 17 Siegen das einsame Schlusslicht der gesamten Liga.

Zuletzt waren Gerüchte aufgekommen, der Neffe des Beach-Boys-Mitbegründers Mike Love könnte Minnesota den Rücken kehren.

"Ich glaube, er möchte weiter hier spielen. Wir wollen unbedingt ein Winning-Team werden. Kevin ist dabei ein wichtiger Baustein", stellte Kahn klar.

Aldridge Zweiter

Love wurde bei der Abstimmung von 66 der 116 Sportjournalisten auf Rang eins gewählt und lag am Ende deutlich vor dem zweitplatzierten LaMarcus Aldridge (Portland Trail Blazers).

Er steigerte sich innerhalb von zwei Jahren auf 15,2 Rebounds pro Partie - der höchste Schnitt seit Ben Wallace in der Saison 2002/2003 - und schraubte seine Punktausbeute von 14 auf über 20 Zähler.

Außerdem stellte der aktuelle All-Star mit 53 Double-Doubles in Folge einen Rekord auf und platzierte sich mit einer Trefferquote von fast 42 Prozent unter den 20 besten Dreierschützen der NBA.

Love schreibt Geschichte

Unvergessen bleibt darüber hinaus sein denkwürdiger Auftritt am 12. November 2010 gegen die New York Knicks, als er jeweils 31 Zähler und Rebounds verbuchte.

Seit 28 Jahren hatte kein Spieler mehr in einer Partie mindestens 30 Punkte und Rebounds gesammelt.

Zudem liefert der fünfte Pick des Drafts 2008 mit seiner "Old-School"-Mentalität einen erfrischenden Kontrast zu den vielen exzentrischen Egomanen, die sich heutzutage im Profisport tummeln.

Wie der beste sechste Mann, Lamar Odom, spendete auch Love das Auto, das er vom Hauptsponsor als Teil der Auszeichnung erhalten hatte, für einen guten Zweck.

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