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Pau Gasol wurde 2006 zum wertvollsten Spieler der Weltmeisterschaft gewählt © getty

Der Spanier taut nach der Pause auf und beschert den Lakers in der Playoff-Serie gegen New Orleans das 2:1. Auch Bryant glänzt.

Von Eric Böhm

München/New Orleans - Die Los Angeles Lakers haben in der ersten Runde der NBA-Playoffs ihren Heimvorteil zurückerobert.

Der Titelverteidiger kam bei den New Orleans Hornets zu einem 100:86 (51:42)-Erfolg und ging in der Best-of-Seven-Serie mit 2:1 in Führung.

Der zuletzt viel kritisierte Pau Gasol entpuppte sich dabei mit 17 Punkten sowie zehn Rebounds als der entscheidende Faktor.

"Ich wollte einfach mein Spiel machen. Ich habe mich nur auf die nächste Aktion konzentriert und nicht zu viel nachgedacht. Es lief heute wesentlich besser", sagte der Spanier.

Gasol taut nach der Pause auf

Dabei knüpfte er in der ersten Hälfte noch nahtlos an die beiden vergangenen schwachen Auftritte an, als er nur vier seiner 19 Versuche aus dem Feld traf.

Nach nur vier Zählern vor der Pause kam Gasol plötzlich besser zurecht und steuerte zu Beginn des letzten Viertels sieben Zähler zu einem 10:1-Lauf bei, der die Vorentscheidung zugunsten der Lakers brachte.

Teamkollege Kobe Bryant war besonders von dem Dreier angetan, der den Zwischenspurt auslöste: "Es ist schon komisch, dass ein Treffer das Blatt wenden kann. Er hat Pau ins Rollen gebracht."

Bryant jagt "His Airness"

Auch die "Black Mamba" meldete sich nach dem schwachen Auftritt in Spiel zwei eindrucksvoll zurück und war mit 30 Punkten bester Schütze der Partie. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Sein Monster-Block gegen Carl Landry machte bereits früh deutlich, dass Bryant sich unbedingt rehabilitieren wollte.

Es war bereits sein 80. Playoff-Spiel mit mindestens 30 Zählern, nur Michael Jordan (109) liegt in dieser Kategorie noch vor ihm.

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Jackson ist zufrieden

Die Wiederauferstehung Gasols war dennoch die beste Nachricht des Abends, denn er kann den Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Lakers-Team ausmachen.

"Er ist ein zu guter Spieler, um so schwach weiter zu spielen. Er ist sehr vielseitig. Ich hätte aber nicht gedacht, dass er seine Form an der Dreierlinie wiederfindet", meinte sein Coach Phil Jackson.

Aber auch die anderen Big Men präsentierten sich in guter Form. 14 Offensiv-Rebounds sprechen eine deutliche Sprache.

"Rebounds sind Kopfsache"

Center Andre Bynum (14 Punkte, elf Rebounds) gelang ein Double-Double. Sixth Man Lamar Odom verbuchte 13 Zähler sowie neun Rebounds.

"Sie sind zweifellos deutlich größer als wir. Rebounds sind aber auch Kopfsache. Wir müssen einfach daran glauben, dass wir an den Brettern gegenhalten können", forderte Hornets-Coach Monty Williams seine Mannschaft heraus.

Die Serie geht in der Nacht auf Montag (ab 3.30 Uhr LIVESCORES) mit Duell Nummer vier an gleicher Stätte weiter.

"CP3" geht unter

Dann geht es für New Orleans fast schon um alles. Denn eine weitere Niederlage würde L.A. die Chance geben, im heimischen Staples Center in die nächste Runde einzuziehen.

Das wollen Chris Paul und Co. unbedingt verhindern. Der Spielmacher war mit 22 Punkten und acht Assists erneut bester Mann der Hornets, ging aber nach der Pause - ihm gelangen nur vier Zähler - mit seinem Team unter.

"Ich nehme die Pleite auf meine Kappe. Ich war nach unserer guten ersten Hälfte nicht aggressiv genug und habe mich abmelden lassen", bekannte "CP3".

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