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Rajon Rondo stand 2010 im All-Defensive Team der NBA © getty

Den Celtics fehlt noch ein Sieg, um New York auszuschalten. Rajon Rondo feiert einen Rekord. Atlanta siegt dank "Dwight-Out".

Von Eric Böhm

München/New York - Die Boston Celtics stehen in den NBA-Playoffs kurz vor dem Einzug ins Viertelfinale.

Der Rekordmeister gewann bei den New York Knicks souverän mit 113:96 (52:44). In der Best-of-Seven-Serie steht es damit bereits 3:0.

Die Celtics lagen im vollgepackten Madison Square Garden nie zurück und setzten sich im dritten Viertel (34:19) entscheidend ab.

"In dieser Atmosphäre ist es schwer, konzentriert zu bleiben. Ich habe den Jungs klargemacht, dass wir hier nicht für die Unterhaltung sorgen sollen, sondern ein Spiel zu gewinnen haben", sagte Gäste-Coach Doc Rivers, der einst selbst für die Knicks spielte.

Pierce und Allen treffsicher

Sein Team hatte die Botschaft verstanden. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Paul Pierce verwandelte sechs Dreier und war mit 38 Punkten Topscorer der Partie. Scharfschütze Ray Allen (32 Zähler) traf sogar acht seiner elf Distanzwürfe.

"Wir haben gut angefangen und das Publikum damit gleich aus dem Spiel genommen. Das hat uns ein gutes Gefühl gegeben", so Pierce.

Die beiden routinierten All-Stars wurden von dem herausragenden Rajon Rondo immer wieder in Szene gesetzt.

Rondo in guter Gesellschaft

Der Aufbauspieler lieferte mit 15 Punkten, elf Rebounds sowie ausgezeichneten 20 Assists ein Triple-Double ab und stellte einem neuen Celtics-Rekord für Vorlagen in einem Playoff-Spiel auf.

Der 25-Jährige schrieb seine starke Leistung aber seinen Mitspielern zu: "Unsere Big Men stellen fantastische Blöcke. Dadurch haben Ray und Paul ihre Freiräume."

Mit seinem sechsten Triple-Double in der K.o.-Runde reihte sich der 25-Jährige in einen exklusiven Klub ein.

Wilt Chamberlain, Oscar Robertson, Larry Bird, Magic Johnson, Jason Kidd und LeBron James sind die einzigen Spieler, die das vor ihm schafften.

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Shaq vor dem Comeback?

Genau zehn Jahre nach ihrem letzten Playoff-Heimsieg hatten die Knicks ohne den nach wie vor verletzten Chauncey Billups (Knieverletzung) und mit dem unter Rückenproblemen leidenden Amare Stoudemire (sieben Zähler) wenig entgegenzusetzen.

Denn New Yorks Superstar Carmelo Anthony traf auch nur vier seiner 16 Würfe aus dem Feld. "Melo" beendete die Partie mit 15 Zählern sowie elf Rebounds.

"Wir suchen keine Entschuldigungen. Wir haben genug Jungs, die den Job machen können", wollte Anthony die Verletzungssorgen nicht gelten lassen.

Am Sonntag (ab 21.30 Uhr LIVESCORES) gilt es für New York den Sweep zu vermeiden. Bei Boston könnte Shaquille O'Neal (Wadenprobleme) sein Comeback geben.

Atlanta Hawks - Orlando Magic 88:84

Den Atlanta Hawks gelang in ihrer Serie gegen die Orlando Magic mit einem 88:84 (51:42)-Heimsieg das 2:1.

Erneut war Atlantas sechster Mann Jamal Crawford der überragende Akteur. Er erzielte nicht nur 23 Punkte, sondern sorgte knapp sechs Sekunden vor Schluss mit einem akrobatischen Dreier - der Ball fand vom Brett seinen Weg in den Korb - für den Endstand.

"Ich glaube, ein Engel saß auf seiner Schulter und hat dafür gesorgt, dass dieses Ding reinging", meinte Orlandos Dwight Howard.

"Dwight-Out" wirkt

Der Center kam nicht ganz an seine überragenden Auftritte aus den ersten beiden Duellen heran, sammelte aber immerhin 21 Zähler sowie 15 Rebounds.

Die Hawks-Fans waren ganz in Weiß gekleidet und hatten die Partie zum "Dwight-Out" erklärt, um den in Atlanta geborenen Magic-Superstar aus dem Konzept zu bringen.

Rangelei mit Folgen

Ob sich "D12" deshalb bei einer Rangelei mit Atlantas Zaza Pachulia sein fast schon übliches technisches Foul abholte, bleibt aber fraglich.

Pachulia leistete sich daraufhin noch mindestens einen Kopfstoß gegen Jason Richardson und wurde dafür ebenso des Feldes verwiesen wie sein Kontrahent, der sich mit einer Ohrfeige revanchiert hatte.

"Wenn du drei Kopfstöße einstecken musst, zeigst du irgendwann eine Reaktion", nahm Howard seinen Mitspieler in Schutz.

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Gemüter bis zum vierten Aufeinandertreffen in der Nacht auf Montag (ab 1 Uhr LIVESCORES) wieder beruhigt haben werden.

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