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Dirk Nowitzki stand zwischen 2007 und 2009 dreimal in Folge im All-NBA First Team © getty

Der Mavericks-Star fordert vor dem vierten Spiel der Playoff-Serie gegen Portland mehr Cleverness. Ein Routinier gibt Rätsel auf.

Von Eric Böhm

München - Die Dallas Mavericks führen in der ersten Runde der NBA-Playoffs gegen die Portland Trail Blazers mit 2:1 und könnten angriffslustig in das vierte Duell (ab 23 Uhr LIVESCORES) der Serie gehen.

Doch die unnötige Niederlage in Spiel drei offenbarte nur allzu deutlich das altbekannte Muster diverser Playoff-Auswärtspleiten.

Die Mavs zeigten mit dummen Fouls, verfehlten Freiwürfen und einfachen Ballverlusten, weshalb sie 17 ihrer vergangenen 19 K.o.-Rundenspiele in der Fremde verloren.

Dirk Nowitzki verbreitet dennoch Optimismus: "Portland war sehr viel näher an der Leistungsgrenze als wir. Trotzdem hätten wir fast gewonnen. Wir haben eine gute Chance."

Dallas will schwarze Serie beenden

Wenn die schwarze Serie, die 2006 in den berüchtigten NBA-Finals gegen Miami begann, in der Festung Rose Garden beendet werden soll, muss aber eine Steigerung her.

Schließlich gewannen die Trail Blazers elf ihrer letzten zwölf Heimspiele in dem Hexenkessel. Dallas konnte überhaupt erst ein Playoff-Spiel in Oregon gewinnen.

"Wir müssen natürlich die leichten Fehler abstellen. Wir wollen unter keinen Umständen mit einem 2:2 im Gepäck nach Hause fliegen", so Nowitzki.

Wer unterstützt Nowitzki?

Dabei stellt sich wie so oft in dieser Saison die Frage, wer kann neben dem deutschen Superstar - und mit Abstrichen Jason Terry - für die nötigen Punkte sorgen.

In den ersten beiden Spielen übernahmen Jason Kidd und Peja Stojakovic diese Rolle. In Partie Nummer drei punktete kein anderer Maverick zweistellig. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Es dreht sich immer um X-Faktoren. Wer spielt sich in den Vordergrund und trifft die wichtigen Würfe? Du musst den Gegner attackieren", forderte "Dirkules" die Rollenspieler heraus.

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"Tyson muss cleverer sein"

Speziell Shawn Marion und Tyson Chandler dürfen sich angesprochen fühlen. Die Foulprobleme des Centers waren einer der Hauptgründe für die letzte Niederlage.

"Er muss sich etwas cleverer anstellen. Die Pfiffe waren sicherlich grenzwertig, aber so ist das auswärts. Er ist mit seiner Athletik ein wichtiger Spieler für uns. Wir brauchen ihn auf dem Feld", sagte Nowitzki den "Dallas Morning News".

Die "Small-Ball"-Aufstellung mit Kidd, Terry und J.J. Barea funktionierte ohne "TC" gegen die physisch starken Blazers ebenfalls nicht wie gewünscht.

Marion im Tief

Die schwachen Leistungen von Marion geben ebenfalls Rätsel auf. Immerhin wies er in den letzten 17 Spielen der regulären Saison einen Schnitt von fast 16 Punkten auf.

Gegen Portland markierte er bisher insgesamt lediglich 21 Punkte und nahm nur 19 Würfe aus dem Feld.

"Du kannst nur punkten, wenn du den Ball bekommst. Ich versuche weiter aggressiv zu sein und meine Chancen zu nutzen", meinte der Flügelspieler.

Sein Hauptproblem ist, dass Dallas in dieser Serie gegen die disziplinierten Trail Blazers kaum einmal in einen Fast Break kommt - die große Stärke Marions.

Cuban voll erwischt

Die traditionell extrem aufgeheizte Stimmung in Portland machte den Mavs dagegen kaum Probleme, erreichte aber Mitte des letzten Viertels einen unrühmlichen Höhepunkt.

Denn Teambesitzer Mark Cuban, der die Blazers-Fans mit Gesten aufforderte ihn noch lauter auszubuhen, wurde von einem Gegenstand im Gesicht getroffen.

"Ich weiß nicht, was es war, aber ich wurde voll im Gesicht erwischt", berichtete der 52-Jährige.

Wenn seiner Truppe heute das 3:1 gelingt, wird der exzentrische Unternehmer diese Beule verschmerzen können.

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