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Point Guard Rajon Rondo steuerte 21 Zähler und 12 Assists zum Erfolg in New York bei © getty

Boston gewinnt auch Spiel 4 gegen New York und steht als erstes Team in der nächsten Runde. Rondo und Garnett trumpfen auf.

Von Olaf Mehlhose

Die Boston Celtics haben sich als erstes Team der NBA für die zweite Runde der Playoffs qualifiziert.

Im Madison Square Garden feierte der Vorjahresfinalist einen 101:89 (55:38)-Erfolg über die New York Knicks und entschied die Serie mit 4:0 zu seinen Gunsten. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Topscorer bei Boston war Forward Kevin Garnett, der 26 Punkte erzielte und sich zusätzlich noch 10 Rebounds schnappte. Spielmacher Rajon Rondo (21 Zähler, 12 Assists) verbuchte ebenfalls ein Double-Double.

In der nächsten Runde treffen die Celtics auf den Sieger der Playoff-Serie zwischen den Miami Heat und den Philadelphia 76ers.

Boston meldet sich zurück

Damit hat Boston zunächst alle Kritiker widerlegt, die dem Team nach dem Trade von Center Kendrick Perkins die Meisterschaftsreife absprachen.

Das Team von Doc Rivers, das von den letzten 21 Saisonspielen nur zehn gewinnen konnte, scheint aber gerade rechtzeitig seine Topform wiedergefunden zu haben.

"Jeder wusste, um was es geht. Sobald man ein Spiel verliert, kann auch bei einem 3:0 noch alles passieren", freute sich Paul Pierce über den glatten Erfolg.

Spielmacher Rondo sah es ähnlich: "Es war so, wie wir erwartet haben. Nach Spiel 1 und 2 wussten wir, dass es nicht leicht wird. Wir haben lange keinen Sweep mehr geschafft, deshalb fühlt es sich gut an."

Das Warten geht weiter

Die New Yorker dagegen mussten bei ihrem ersten Playoff-Auftritt seit 2004 bereits in der ersten Runde die Segel streichen - der Klub wartet mittlerweile seit zehn Jahren auf einen Erfolg in der K.o.-Runde.

Trotz der spektakulären Verpflichtung von Carmelo Anthony ist das Team vom Big Apple immer noch weit davon entfernt, ein Titelanwärter zu sein.

Anthony verbreitet Aufbruchsstimmung

Doch von Niedergeschlagenheit war beim Team von Mike D'Antoni keine Spur.

Der Coach berauschte sich lieber an der Leistung von Amare Stoudemire (19 Punkte, 12 Rebounds), der trotz heftiger Rückenprobleme 44 Minuten auf dem Feld stand: "Es war nur Herz. Er hat alles gegeben. Mit ihm und Carmelo ist die Zukunft der Knicks gesichert."

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Und Anthony, mit 32 Zählern immerhin Topscorer der Partie, verbreitete bereits Aufbruchsstimmung.

"Ich bin mir sicher, dass wir für unsere Leistung bereits jetzt viel Respekt von den Leuten bekommen", sagte Melo: "Aber das war nur der erste Schritt zu etwas Großartigem."

Von was genau, das blieb allerdings sein Geheimnis.

SPORT1 fasst die weiteren Playoff-Partien zusammen:

Atlanta Hawks - Orlando Magic 88:85 (46:37)

Auch der erneut überragende Dwight Howard konnte die Pleite nicht verhindern.

29 Punkte und 17 Rebounds des Magic-Centers reichten am Ende nicht aus, um die Serie gegen die Atlanta Hawks auszugleichen.

"Trink einfach dein Bier"

"D12" sorgte nicht nur wegen seiner Leistung auf dem Feld für glänzende Unterhaltung. Einem Zuschauer, der ihn als "größter Jammerlappen überhaupt" beschimpfte, antwortete er wie folgt: "Willst Du runter kommen und gegen mich spielen? Ich mache durchschnittlich 33 Punkte pro Spiel. Trink einfach dein Bier."

Allerdings droht "Superman" Howard und Co. das Aus in der ersten K.o.-Runde. Bei einem Zwischenstand von 1:3 ist das Team aus Florida in Spiel 5 (Mi., ab 1.30 Uhr LIVESCORES) bereits zum Siegen verdammt.

Howard zeigte sich auch nach dem Spiel als Sprachrohr seines Teams und schickte eine unmissverständliche Forderung an seine Mitspieler raus: "Wenn sie nicht daran glauben, dass wir noch gewinnen können, sollen sie in Atlanta bleiben. Das habe ich ihnen gesagt."

Glückt die Revanche?

Die Hawks dagegen sind auf dem besten Weg, sich für die 0:4-Playoff-Schmach aus der vergangenen Saison zu revanchieren.

Beim knappen Sieg über die Magic verbuchten Jamal Crawford (25 Zähler) und Joe Johnson (20) die meisten Punkte. Center Al Horford legte ein Double Double (14 Punkte, 12 Rebounds) auf.

Johnson bewies zudem starke Nerven, als er in den letzten 20 Sekunden der Partie vier Freiwürfe versenkte und damit alle Comeback-Hoffnungen von Orlando zunichte machte.

Philadelphia 76ers - Miami Heat 86:82 (46:47)

Der erste Matchball blieb ungenutzt.

Die Miami Heat verpassten den vorzeitigen Einzug ins Conference-Halbfinale durch eine 82:86-Niederlage gegen die Philadelphia 76ers. Allerdings führt das Team von Erik Spoelstra in der Best-of-Seven-Serie immer noch mit 3:1.

In Philly sahen die Heat bereits wie der sichere Sieger aus. Anderthalb Minuten vor Spielende lag das Star-Ensemble um LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh noch mit sechs Punkten in Front, ehe die Sixers mit einem 10:0-Lauf noch die Wende schafften.

Immerhin war James mit 31 Punkten Topscorer der Partie. Die Niederlage schien für "The Chosen One" ohnehin nicht mehr als ein Betriebsunfall zu sein.

"Wir werden die Köpfe deshalb nicht hängen lassen", sagte James.

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