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Tyson Chandler (l.) spielte von 2001 bis 2006 bei den Chicago Bulls © getty

Dallas zeigt sich nach den Pleiten in Portland erholt und fährt den dritten Sieg ein. Chandler stellt einen Franchise-Rekord auf.

Von Björn Seitner

München/Dallas - Den Mavs ist die richtige Antwort gelungen.

Nach dem Debakel in Portland hat sich Dallas im heimischen American Airlines Center gefangen und Spiel fünf gegen die Trail Blazers mit 93:82 (44:43) für sich entschieden.

Damit führen die Mavericks die Serie nun mit 3:2 an und können schon am Freitag (ab 1 Uhr LIVESCORES) in Portland den Sprung ins NBA-Viertelfinale schaffen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Vor allem dank einer taktischen Umstellung konnten die Texaner diesmal eine zweistellige Führung im Schlussviertel locker über die Zeit retten.

Starke Partie von Chandler

Tyson Chandler selbst war es, der Mavs-Coach Rick Carlisle vor der Partie darum gebeten hatte, mehr ins Spiel eingebunden zu werden und offensiver agieren zu dürfen.

Mit 14 Punkten und herausragenden 20 Rebounds war der Center Dallas' wichtigster Man beim dritten Playoff-Sieg gegen Portland. (STATISTIK: Die Tagesbesten)

Auch Dirk Nowitzki würdigte Chandlers Leistung: "Er muss aktiv spielen, und das weiß er. Die Fans anheizen, uns die Meinung sagen - das macht er für uns schon das ganze Jahr, und wenn er mit so viel Energie weiterspielt, sind wir okay."

Zehn Fehlwürfe in Serie

Nachdem die Mavs in Spiel vier eine 23-Punkte-Führung in den letzten 14 Minuten vergaben hatten, stand das Team vor eigenem Publikum enorm unter Druck.

Lange Zeit war die Partie ausgeglichen, zur Halbzeit führte Dallas mit nur zwei Zählern. Doch nach gutem dritten Spielabschnitt gingen die Texaner erneut mit 14 Punkten Vorsprung ins Schlussviertel.

Diesmal hielt das Team den Trail Blazers allerdings stand. Dank guter Zonen-Verteidigung zwang man Portland zu zehn Fehlwürfen in Serie.

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Mehr Druck im Angriff

Brandon Roy, der Dallas mit 24 Punkten vor zwei Tagen fast im Alleingang besiegt hatte, kam in 26 Minuten nur auf fünf Zähler.

"Sie waren zäher als wir. Ich glaube, sie haben härter als in den ersten vier Partien gespielt und konnten mehr Druck in der Offensive entwickeln", analysierte der Shooting Guard.

Bei den Würfen hatte Dallas zwar selbst mit Problemen zu kämpfen - in Hälfte zwei landete erst der elfte Dreier-Versuch im Korb - schnappte sich dafür aber 20 Offensiv-Rebounds.

Rekord für Chandler

Alleine Chandler konnte davon 13 verbuchen. So viele schaffte noch kein Maverick in den Playoffs und niemand mehr seit sich 1995 Shaquille O'Neal in Diensten der Orlando Magic 14 Offensiv-Rebounds holte.

Nowitzki verpasste einen Double-Double mit 25 Punkte und acht Rebounds nur knapp. Jason Terry steuerte 20 Punkte bei, Shawn Marion 14. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

"Als ich heute aufs Feld bin, habe ich gespürt, dass mich mein Team brauchen würde", sagte Chandler nach dem Spiel.

Aldridge wird ausgeschaltet

Und weiter: "Nach der bitteren Niederlage wollte ich Energie ins Spiel bringen und hoffte darauf, meine Teamkollegen mitziehen zu können."

Bei Portland kam Point Guard Andre Miller auf 18 Punkte. LaMarcus Aldridge blieb mit zwölf Zählern deutlich unter seinem Schnitt von 21,8 in dieser Saison.

Da jedes Mal die Heimmannschaft in dieser Serie das Spiel für sich entscheiden konnte, hofft Blazers-Coach Nate McMillan für Spiel sechs im Rose Garden, "dass es dabei bleibt".

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