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Kobe Bryant war in den letzten beiden Jahren jeweils MVP der Finals © getty

Der gehandicapte Superstar weckt den Meister und sorgt im Duell mit New Orleans wieder für die Führung. Die Big Men ragen heraus.

Von Eric Böhm

München/Los Angeles - Den Los Angeles Lakers fehlt nur noch ein Sieg, um in die zweite Runde der NBA-Playoffs einzuziehen.

Der Titelverteidiger hat gegen die New Orleans Hornets einen 106:90 (54:51)-Heimerfolg gefeiert und führt in der Best-of-Seven-Serie nun mit 3:2.

Der von einer Knöchelblessur gehandicapte Superstar Kobe Bryant (19 Punkte) war dennoch bester Schütze der Lakers und trieb sein Team zu dem wichtigen Sieg.

"Er ist ein unglaublicher Athlet. So eine Verletzung kann ihn nicht stoppen. Er hat uns in Schwung gebracht", geriet Kollege Ron Artest fast schon ins Schwärmen.

Dunk beseitigt letzte Zweifel

Der MVP von 2008 hatte sich bei der Pleite in Spiel vier das Sprunggelenk verstaucht und verließ New Orleans auf Krücken.

Zum Leidwesen seines Klubs verweigerte Bryant jedoch genauere Untersuchungen und erklärte sich selbst für einsatzfähig.

Spätestens der krachende Dunk über Hornets-Center Emeka Okafor beseitigte im zweiten Viertel letzte Zweifel an seiner Einsatzfähigkeit.

"Der Weg zum Korb war frei. Er wollte mich blocken, und ich habe die Herausforderung angenommen. Es war wichtig ein Zeichen zu setzen", sagte die "Black Mamba".

"Er hat die Halle elektrisiert"

In der Folge agierten die Gastgeber wie verwandelt und fanden in Abwehr und Angriff ihren Rhythmus.

Kurz vor Schluss wurde Bryant unter tosendem Applaus ausgewechselt und verschwand für weitere Behandlungen sofort in der Kabine. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Nach dem Dunking war er so stark wie immer. Er hat die gesamte Halle elektrisiert. Dadurch fanden wir zu unserem Spiel", so Lakers-Coach Phil Jackson.

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Hornets mit Blitzstart

Denn seine Spieler hatten zuvor erneut einen Fehlstart hingelegt. Vor allem Chris Paul (20 Zähler, zwölf Assists) knüpfte nahtlos an seine herausragende Leistung aus dem vierten Duell an.

Der Spielmacher verteilte allein im ersten Spielabschnitt acht Assists. In einem Playoff-Spiel gelang dies gegen L.A. bisher nur den Legenden John Stockton und Steve Nash.

Unterstützt wurde "CP3" durch Ex-Laker Trevor Ariza, der 16 seiner 22 Punkte in der ersten Hälfte sammelte. New Orleans lag nach dem ersten Viertel 32:23 in Front.

L.A. dominiert Bretter

Allerdings ging New Orleans zum wiederholten Mal nach der Pause die Puste aus.

Speziell die deutliche Rebound-Überlegenheit (42:25) der Gastgeber machte New Orleans nun schwer zu schaffen.

"Sie haben 15 Offensiv-Rebounds geholt. Sie waren in der Zone unglaublich aggressiv und haben ein starkes Spiel abgeliefert. Mehr gibt es nicht zu sagen", meinte Ariza.

Bynum bringt Entscheidung

Andrew Bynum (18 Zähler, zehn Rebounds) agierte unter den Körben sehr dominant und verbuchte ein Double-Double.

Der Center leitete außerdem den 10:2-Zwischenspurt ein, der L.A. zu Beginn des Schlussabschnitts den letztlich vorentscheidenden 89:74-Vorsprung einbrachte.

Pau Gasol gelangen 16 Punkte sowie acht Rebounds. Sixth Man Lamar Odom steuerte 13 Zähler bei.

Spiel sechs findet in der Nacht auf Freitag (ab 2 Uhr LIVESCORES) wieder in New Orleans statt. Dann können die Lakers den Sack zu machen.

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