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Derrick Rose gewann 2009 die Skills Challenge beim All-Star Game © getty

Der MVP-Kandidat bringt Chicago ins Viertelfinale und kann es kaum fassen. Indianas Granger attackiert Noah. Orlando lebt noch.

Von Eric Böhm

München/Chicago - Die Chicago Bulls sind nach den Boston Celtics als zweites Team in das Viertelfinale der NBA-Playoffs eingezogen.

Der sechsmalige Meister schlug die Indiana Pacers deutlich mit 116:89 (54:46) und gewann die Best-of-Seven-Serie 4:1.

Derrick Rose war wie schon so oft der überragende Mann der Bulls und markierte insgesamt 25 Punkte. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Ich bin momentan einfach sprachlos. Ich kann es gar nicht glauben. Das ist eine großartige Leistung. Ich freue mich für meine Teamkollegen und alle Coaches", so der MVP-Kandidat.

D-Rose unbeeindruckt

D-Rose war mit zehn Zählern auch entscheidend an dem 23:8-Lauf beteiligt, mit dem sich die Gastgeber Ende des dritten Viertels absetzten.

Sein verstauchter Knöchel aus der Niederlage in Spiel vier schien den 22-Jährigen nicht zu behindern. Er traf acht seiner 17 Versuche aus dem Feld und verteilte sechs Assists.

"Sie kamen ein wenig heran, aber auf einmal spielten wir uns in einen Rausch. Der Ball lief unglaublich gut, und kein Wurf ging daneben", meinte Luol Deng.

Bogans mit Dreier-Show

Der Flügelspieler steuerte 24 Punkte, sieben Rebounds und sechs Assists bei. Keith Bogans (15 Zähler) verwandelte gleich fünf Dreier.

"Wir gehen Schritt für Schritt weiter. Wir wissen, dass wir besser spielen können. Trotzdem haben wir die Serie letztlich souverän gewonnen", freute sich Bulls-Trainer Tom Thibodeau.

Schließlich gewann Chicago erstmals seit 2007 wieder eine Playoff-Serie. Ihr Gegner in Runde zwei wird zwischen Atlanta und Orlando ermittelt.

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Granger attackiert Noah

Für die Pacers sammelte Danny Granger 20 Punkte und sorgte im Anschluss an die Partie für Aufsehen.

Indianas Topscorer attackierte nämlich Bulls-Center Joakim Noah scharf: "Er ist ein unfairer Spieler. Er arbeitet ständig mit schmutzigen Tricks."

Granger warf Noah vor, er habe A.J. Price und Josh McRoberts absichtlich mit dem Ellbogen getroffen.

"Ich spiele nicht schmutzig"

Price und Noah bekamen für ihre Rangelei ein technisches Foul. McRoberts wurde für einen versuchten Ellbogenschlag gegen Noah des Feldes verwiesen.

"Ich wollte mich einfach verteidigen. Er hat mich mit dem Ellbogen am Hals getroffen", beschrieb der Power Forward die Szene.

Chicagos Center war sich dagegen keiner Schuld bewusst: "Ich wollte niemanden verletzen. Ich spiele nicht schmutziger als andere Spieler. Ich wollte nur gewinnen."

Orlando Magic - Atlanta Hawks 101:76

Die Orlando Magic haben in ihrem Erstrundenduell ein sechstes Spiel erzwungen.

Das Team um Topstar Dwight Howard besiegte die Atlanta Hawks vor heimischer Kulisse mit 101:76 (58:35) und verkürzte auf 2:3.

Der Erfolg gelang trotz großer Foulprobleme des Centers. Howard kam nur auf jeweils acht Punkte und Rebounds, aber seine Teamkollegen fanden endlich ihren Wurfrhythmus und trafen gleich elf Dreier.

"Wir haben viele gute Werfer. Die ersten vier Spiele waren eine Ausnahme. Heute haben wir gezeigt, was uns seit Jahren auszeichnet", atmete Magic-Coach Stan Van Gundy durch.

Magic mit Teamrekord

Orlando führte gegen die schwachen Hawks bereits zur Pause komfortabel. Rückkehrer Jason Richardson war nach seiner Sperre aus Spiel drei mit 17 Zählern Topscorer der Gastgeber.

Reservist J.J. Redick erzielte 14 Punkte. Die Magic stellten zudem mit nur sechs Ballverlusten einen Teamrekord für die K.o.-Runde auf.

Die Serie wechselt nun wieder nach Atlanta, wo in der Nacht auf Freitag (ab 1.30 Uhr LIVESCORES) die sechste Partie stattfindet. Nur acht Teams gewannen eine Serie nach einem 1:3-Rückstand. Die Magic wollen Nummer neun werden.

Hawks bleiben optimistisch

Bei Atlanta zeigte einzig Power Forward Josh Smith (22 Zähler, elf Rebounds) eine gute Leistung.

Der bisher überragende Jamal Crawford (24 Punkte pro Partie) erwischte gegen die starke Abwehr der Gastgeber keinen guten Tag und traf lediglich zwei seiner acht Würfe.

"Wir müssen uns nicht ärgern. Wir können die Serie in unserer eigenen Halle entscheiden. Die Fans werden hinter uns stehen. Wir haben dieses Spiel bereits abgehakt", blieb Atlantas Trainer Larry Drew optimistisch.

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