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Dwyane Wade wurde in dieser Saison zum siebten Mal in Folge ins All-Star Game gewählt © getty

Miami macht gegen Philly den Sack zu und trifft auf den Rekordmeister. Durants Endspurt bringt Oklahoma City ins Viertelfinale.

Von Eric Böhm

München/Miami - Die Miami Heat sind erwartungsgemäß in das Viertelfinale der NBA-Playoffs eingezogen.

Das Starensemble bezwang die Philadelphia 76ers in der heimischen American Airlines Arena mit 97:91 (45:42) und gewann die Best-of-Seven-Serie 4:1.

In der zweiten Runde kommt es nun - wie von nahezu allen neutralen Beobachtern erhofft - zum Kracher gegen die Boston Celtics.

"Wir wollten zunächst einmal unser Frühstück beenden. Jetzt bereiten wir uns auf das Mittagessen vor", bediente sich LeBron James einer interessanten Metapher.

Sixers halten wieder stark dagegen

Dabei wäre dem "King" und seinen Mannschaftskameraden die erste Mahlzeit fast im Hals steckengeblieben.

Denn die Serie verlief deutlich enger, als es das Endergebnis aussagt. Vier der fünf Spiele wurden erst in der letzten Minute entschieden. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Auch im fünften Aufeinandertreffen hielten die Gäste dagegen und ließen sich selbst von einem zweistelligen Rückstand im Schlussviertel nicht entmutigen.

Wade unbeherrscht

Dwyane Wade war mit 26 Punkten, elf Rebounds und sieben Assists zwar der beste Akteur, hätte die Heat in der Schlussminute aber beinahe den Sieg gekostet.

Nach einem Disput mit dem Schiedsrichter holte sich D-Wade ein technisches Foul ab. Dadurch kamen die kampfstarken Sixers plötzlich wieder auf einen Punkt heran.

In der Endphase fehlte ihnen allerdings das Wurfglück, und Miami behielt an der Freiwurflinie die Nerven.

"Wir waren für sie ein ziemlich langes Buffet. Wir haben uns nie aufgegeben und bis zum Schluss gefightet", konnte sich Elton Brand einen Seitenhieb auf James nicht verkneifen.

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Spoelstra freut sich auf Boston

Der Heat-Superstar konnte seinen markigen Worten nur bedingt Taten folgen lassen.

Er traf zwar nur fünf seiner 13 Versuche aus dem Feld, steuerte zu dem Sieg aber trotzdem 16 Zähler, zehn Rebounds sowie acht Assists bei. Auch Chris Bosh (22 Punkte, zehn Rebounds) wusste zu überzeugen. Außerdem sammelte Backup Mario Chalmers 20 Zähler.

Miamis Trainer Erik Spoelstra freute sich bereits auf die nächste Runde: "Die Celtics sind der Platzhirsch im Osten. Wir müssen an ihnen vorbei, um uns zu profilieren."

Bei Philly verabschiedeten sich Brand und Andre Iguodala mit guten Leistungen und jeweils 22 Punkten in den Urlaub.

Oklahoma City Thunder - Denver Nuggets 100:97

Die Okahoma City Thunder gewannen zum ersten Mal seit ihrem Weggang aus Seattle eine Playoff-Serie.

Das Team um NBA-Topscorer Kevin Durant schlug die Denver Nuggets 100:97 (50:50) und setzte sich in dem Erstrundenduell letztlich souverän mit 4:1 durch.

Durant markierte 14 seiner insgesamt 41 Zähler innerhalb der letzten dreieinhalb Minuten und machte so aus einem Rückstand von neun Punkten fast im Alleingang den Heimsieg.

"Ich wollte einfach die Chance nutzen. Meine Teamkollegen haben mich immer wieder gesucht. Glücklicherweise konnte ich einige Würfe versenken", so "Durantula".

"Er ist unglaublich"

Der Jungstar blockte in den letzten Sekunden auch noch einen Dreierversuch des gefährlichen Scharfschützen J.R. Smith.

"Er hat im letzten Viertel einfach jeden Wurf verwandelt. Wir haben alles versucht, um ihn zu stoppen. Er ist einfach ein unglaublicher Spieler", sagte Wilson Chandler. Der Flügelspieler war in der Schlussphase im direkten Duell mit Durant überfordert.

Arron Afflalo - mit 15 Zählern bester Nuggets-Schütze - vergab mit der Schlusssirene die letzte Möglichkeit zum Ausgleich.

Thunder mit Rebound-Vorteil

Die deutliche Überlegenheit an den Brettern - 16 Offensiv-Rebounds - hielt die Thunder trotz ihrer schwachen Dreierquote (sechs von 24) im Spiel, bis Durants große Show begann. Speziell Serge Ibaka bereitete den Nuggets unter den Körben große Schwierigkeiten und blockte unglaubliche neun Würfe.

"Wir haben es wieder versäumt, den Sack zuzumachen. Genauso war es schon in Spiel eins. Trotzdem haben wir eine tolle Saison gespielt", meinte Denvers Coach George Karl.

Oklahoma Citys Gegner im Viertelfinale wird zwischen San Antonio und Memphis ermittelt.

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