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Kobe Bryant (r.) wurde in den letzten beiden Jahren zum MVP der Finalserie gewählt © getty

Der Meister siegt in New Orleans und trifft nun auf Nowitzkis Mavs. "CP3" geht die Luft aus. Die Hawks schalten "Superman" aus.

Von Eric Böhm

München/New Orleans - Die Los Angeles Lakers haben sich mit einem starken Auftritt vorzeitig für das Viertelfinale der NBA-Playoffs qualifiziert.

Der Titelverteidiger gewann bei den New Orleans Hornets 98:80 (40:34) und entschied die Best-of-Seven-Serie mit 4:2 für sich.

Kobe Bryant erzielte 22 seiner insgesamt 24 Punkte in den ersten drei Vierteln und verschaffte den Lakers damit einen zweistelligen Vorsprung. Im letzten Abschnitt brannte nichts mehr an.

"Wir lernen ständig dazu und stellen uns auf den Gegner ein. Je länger eine Serie dauert, desto besser kommen wir zurecht", verriet Bryant das Erfolgsrezept seines Teams.

Lakers finden ihre Form

In der Tat lieferte L.A. seine mit Abstand beste Leistung der K.o.-Runde ab und präsentierte sich erstmals als legitimer Titelaspirant.

"Diese Truppe hat definitiv das Potenzial, eines meiner besten Lakers-Teams zu werden" lobte Coach Phil Jackson seiner Mannschaft.

In der zweiten Runde trifft der Meister nun auf Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks, die Portland eliminierten, und will den nächsten Schritt in Richtung "Threepeat" machen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Big Men zermürben Hornets

Die Hornets fanden kein Mittel gegen die Big Men der Gäste. Der deutliche Rebound-Nachteil (30:43) war die Konsequenz.

Andrew Bynum sammelte 18 Zähler sowie zwölf Rebounds. Allein acht der 14 Offensiv-Rebounds seines Teams gingen auf das Konto des Centers.

"Es hat eine Weile gedauert, aber unsere Größe und physische Überlegenheit hat sie letztlich zermürbt", analysierte Jackson.

Auch Pau Gasol (16 Punkte, acht Rebounds) und Sixth Man Lamar Odom (14 Zähler, acht Rebounds) wussten zu überzeugen.

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Paul geht die Puste aus

Für New Orleans kam erschwerend hinzu, dass Chris Paul (zehn Punkte, elf Assists) im sechsten Spiel gegen die Lakers an seine Grenzen stieß.

"Wir haben gegen ein wirklich gutes Team verloren. Sie sind nicht grundlos der Titelverteidiger. Ich hatte keinen Platz, um zum Korb zu ziehen", so der erschöpfte Point Guard.

Coach Monty Williams nahm seinen Spielmacher in Schutz: "Wir haben unsere offenen Würfe nicht getroffen. Dann von Chris zu erwarten, dass er immer wieder das Ruder rumreißt, ist nicht fair."

Power Forward Carl Landry war mit 19 Zählern bester Werfer der Gastgeber, die seit 2008 keine Playoff-Serie mehr gewinnen konnten.

Atlanta Hawks - Orlando Magic 84:81

Die Atlanta Hawks sorgten für die erste kleine Überraschung der diesjährigen K.o.-Runde.

Die Nummer fünf der Eastern Conference bezwang durch einen 84:81 (42:36)-Heimerfolg die Orlando Magic in sechs Spielen.

"Keiner hat uns eine Chance gegeben. Jeder spricht über Chicago, Miami oder Boston. Heute haben wir ein Ausrufezeichen gesetzt. Mit uns ist zu rechnen", gab sich Josh Smith angriffslustig.

Johnson ragt heraus

Joe Johnson war mit 23 Punkten nicht nur bester Schütze der Hawks, er sorgte mit einem wichtigen Offensiv-Rebound auch für die Entscheidung.

Atlanta führte wenige Sekunden vor Schluss 82:81, als Flügelspieler Marvin Williams einen Dreier verfehlte.

Damit hätten die Magic die Chance zum Sieg gehabt, doch Johnson tippte den Ball zu Mitspieler Jamal Crawford, der gefoult wurde und anschließend von der Freiwurflinie alles klar machte.

Hawks revanchieren sich

Damit revanchierten sich die Hawks für den klarsten Sweep der NBA-Geschichte aus der letzten Saison. Damals verloren sie die vier Partien mit durchschnittlich 25 Zählern Unterschied.

"Wir haben uns endlich rehabilitiert. Diesmal waren wir bereit für die Herausforderung", sagte Crawford.

Auch Dwight Howards starke Leistung (25 Zähler, 15 Rebounds, drei Blocks) konnte an Orlandos Aus nichts mehr ändern.

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