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Dirk Nowitzki nahm in dieser Saison zum zehnten Mal in Folge am All-Star Game teil © getty

Dallas strotzt nach dem Sieg über Portland vor Selbstvertrauen und freut sich auf das Duell mit den Lakers. Ein Comeback winkt.

Von Eric Böhm

München/Portland - Haben die Dallas Mavericks mit dem 4:2-Erfolg gegen die zähen Portland Trail Blazers endlich ihr Playoff-Trauma hinter sich gelassen?

Dirk Nowitzki war sich unmittelbar nach dem Einzug ins Viertelfinale noch nicht ganz sicher: "Ob unsere unrühmliche Vergangenheit damit abgehakt ist, wird sich erst noch zeigen müssen."

In jedem Fall konnten die Mavericks jede Menge Selbstvertrauen aus dem entscheidenden Erfolg im berüchtigten Rose Garden von Portland ziehen.

Das werden sie in der nächsten Runde auch dringend brauchen. Immerhin wartet mit den Los Angeles Lakers ein ganz dicker Brocken.

"Davon träumt jeder NBA-Spieler"

Der Titelverteidiger schaltete die New Orleans Hornets aus und gewann während der regulären Saison zwei von drei Spielen gegen Dallas.

"Davon träumt jeder NBA-Spieler. Der Weg zum Titel führt über den amtierenden Meister. Wir sind bereit", meinte Jason Terry gegenüber den "Dallas Morning News". (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der "Jet" überzeugte nach schwachem Start wie selten zuvor in der K.o.-Runde und markierte in den letzten vier Partien gegen die Blazers im Schnitt 21 Punkte.

Wiedersehen für "Jet"

Außerdem lieferte er neben acht Assists im direkten Duell mit Brandon Roy auch in der Verteidigung eine ganz starke Vorstellung ab.

"Jet hatte eine sehr starke Serie. Seine Würfe fielen, er hat den Ball laufen lassen und in der Abwehr unglaublich hart gearbeitet. Hoffentlich kann er dieses Niveau halten", lobte Jason Kidd.

Gegen die Lakers gibt es für Terry auch ein Wiedersehen mit Steve Blake. Ende März hatte sich die beiden bei der klaren Niederlage der Mavs in L.A. eine Rangelei geliefert und wurden des Feldes verwiesen.

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Nowitzki beweist Härte

Seit dem letzten Aufeinandertreffen haben sich die Mavericks allerdings weiterentwickelt. Sie verlassen sich nicht mehr nur auf ihre Sprungwürfe, sondern ziehen deutlich aggressiver zum Korb.

Speziell Dirk Nowitzki nahm die Herausforderung an und stellte seine Härte gegen Marcus Camby und LaMarcus Aldridge immer wieder unter Beweis. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

"Das war ihre Taktik. Sie wollten uns hart attackieren. Wir haben dagegengehalten. Jetzt schlägt unsere Stunde", so Nowitzki, der in den Playoffs mit 27,3 Zählern pro Partie drittbester Korbjäger der NBA ist.

Butler vor Comeback

Mit L.A.s Big Men Andrew Bynum, Pau Gaol und Lamar Odom kommt speziell auf "Dirkules" Schwerstarbeit zu.

Ein unverhofftes Comeback käme da wie gerufen. Flügelspieler Caron Butler ist zuversichtlich, dass er gegen die Lakers eingreifen kann.

"Ich hoffe es natürlich. Wenn ich von den Ärzten grünes Licht bekomme, kann ich sofort mit dem Team trainieren", sagte Butler, der im Januar an der Patellasehne operiert worden war.

Außerdem stand in Portland Backup-Guard Roddy Beaubois nach auskurierter Fußverletzung wieder im Kader, kam jedoch nicht zum Einsatz.

Mavs sind gern Underdog

Fest steht, dass die Mavericks in Spiel eins in der Nacht auf Dienstag (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) als klarer Außenseiter im Staples Center von Los Angeles antreten.

In dieser Rolle scheint sich die Truppe von Coach Rick Carlisle sichtlich wohl zu fühlen.

Die Geringschätzung von Fans und Experten vor Beginn der Playoffs hat Nowitzki und Co. zusätzlich Energie und Kampfgeist verliehen.

"Niemand hat gegen Portland auf uns getippt. Vermutlich traut uns auch gegen die Lakers niemand etwas zu. Aber wir sind gern der Underdog. Jetzt ist alles möglich", betonte der 32-Jährige.

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