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Dirk Nowitzki trifft bislang mehr als 44 Prozent aus dem Feld © getty

Erneut verlieren die Mavericks eine Partie durch einen Lauf des Gegners. Aber auch Nowitzki muss sich Kritik gefallen lassen.

Von Jessica Pulter

München - Bis ins dritte Viertel hielten die Dallas Mavericks mit den Los Angeles Lakers mit, dann folgte wieder einmal ein Einbruch.

Das Team von Dirk Nowitzki ließ 17 Punkte in Folge von den Kaliforniern zu, ohne selbst auch nur einen Korb erzielt zu haben.

Damit war die 107:114-Niederlage beim derzeit überragenden Team der Western Conference besiegelt und die Mavericks mussten die nächste Pleite gegen eine Spitzenmannschaft einstecken.

Terry der Topscorer

"Die Lakers haben wirklich einen sehr guten Lauf gegen uns hingelegt", gab auch Jason Terry zu, der mit 29 Punkten wie schon gegen Indiana Topscorer der Mavs war.

"Deshalb stehen sie da, wo sie stehen, und jeder will sie schlagen."

Mavs geben Führung aus der Hand

Auch wenn Terry seine ersten drei Würfe vergab, am Guard lag es nicht, dass die Mavericks zum wiederholten Mal in dieser Saison eine Führung in wenigen Minuten fast kampflos aus der Hand gaben.

Vielmehr zwangen sie die Lakers zu selten zu Fouls, lediglich acht Mal gingen die Dallas-Spieler an die Freiwurflinie.

Carlisles Suche nach dem Schuldigen

"Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ein NBA-Team zuletzt nur acht Fouls in 48 Minuten begangen hat", gestand dann auch Mavericks-Coach Rick Carlisle: "Doch dass es in der Verteidigung so fair abging, ist etwas schwer zu glauben."

So suchte Carlisle auch die Schuld bei den Schiedsrichtern: "Aus meiner Sicht war es ein aggressives Spiel, und es hätte durchaus öfter Freiwürfe für uns geben können."

Nur drei Freiwürfe für Nowitzki

Leidtragender von diesen wenigen Pfiffen war Dirk Nowitzki, der nur drei Mal an die Freiwurflinie durfte und damit weit unter seiner durchschnittlichen Ausbeute von knapp sieben Freiwurfversuchen pro Spiel blieb. (Alles im Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Doch beim Deutschen zeigte sich ein weiteres Problem, das diese Saison nicht zum ersten Mal auftrat.

Schwach gegen starke Gegner

Denn wenn beim Gegner der Go-to-Guy heiß läuft, dann wird Nowitzkis Händchen eiskalt.

Kobe Bryant erzielte gegen die Mavs eine Saisonbestleistung von 35 Punkten, der Würzburger blieb mit 19 Zählern unter seinen Möglichkeiten.

Beim ersten Aufeinandertreffen am 11. November kam der Deutsche lediglich auf 14 Punkte.

James zeigt Nowitzki Grenzen auf

Dass das nicht nur gegen die Lakers so ist, zeigte das Spiel gegen die Cleveland Cavaliers, als LeBron James mit 29 Punkten auftrumpfte. Nowitzki zeigte damals seine schwächste Leistung (8 Punkte, 6 Rebounds).

Und auch gegen Ben Gordons 35 Zähler bei der Mavs-Niederlage gegen die Chicago Bulls konnte Nowitzki mit 12 Punkten nicht überzeugen.(Ergebnisse und Tabellen)

Ohne Howard gegen die Kings

Allerdings fällt bei den Mavericks auch in die Waagschale, dass Routiniers wie Josh Howard und Jerry Stackhouse seit mehreren Spielen verletzt ausfallen.

Während Stackhouse seine Ferse in Dallas behandeln lässt, ist Howard schon wieder soweit, dass er ein paar Körbe werfen kann.

Ein Einsatz gegen die Sacramento Kings (So., ab 4 Uhr LIVESCORES ) kommt aber wohl noch zu früh.

Druck liegt auf der Bank

Nowitzki hofft daher, dass die Verletzungspause von Howard bald zu Ende geht.

"Wir brauchen Josh Howard. Und das ist keine Wissenschaft", sagte der 30-Jährige, der vor allem bemängelt, dass durch den Ausfall die Bankspieler zu viele Punkte kompensieren müssten.

"Er hat sich zu einem wahren Punktelieferer entwickelt. Deshalb brauchen wir ihn zurück. Gesund, überzeugend und treffend."

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