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Caron Butler (l.) spielte in der Saison 2004/2005 für die L.A. Lakers © getty

Dallas hat mit den Lakers noch einige Rechnungen offen. Caron Butler kann nicht helfen. "Sir Charles" setzt auf Dirk Nowitzki.

Von Eric Böhm

München - Jetzt haben die Dallas Mavericks sogar Charles Barkley überzeugt.

Die NBA-Legende arbeitet heute als TV-Experte und prognostizierte Dirk Nowitzkis Team für das Viertelfinale gegen die Los Angeles Lakers einen 4:2-Erfolg. Außerdem outete sich Barkley als großer Fans des deutschen Superstars.

Der couragierte Auftritt gegen die als Geheimfavorit gehandelten Portland Trail Blazers hat Experten und neutralen Fans die Augen geöffnet.

Um den Tipp von "Sir Charles" tatsächlich wahr zu machen, muss allerdings eine weitere gewaltige Steigerung folgen.

Denkwürdige Pleiten gegen L.A.

Denn der Titelverteidiger ist für Dallas seit Jahrzehnten ein echter Angstgegner. So scheiterten die Texaner in den 80er Jahren gleich dreimal an "Magic" Johnsons Truppe.

Zwischen 1990 und 2003 klappte nicht ein einziger Erfolg in Los Angeles. 1997 gelangen einmal in einem kompletten Viertel ganze zwei Pünktchen - ein NBA-Negativrekord.

Aber auch in der Nowitzki-Ära gab es denkwürdige Schlappen. Im Dezember 2005 erzielte Kobe Bryant in drei Vierteln einen Zähler mehr als das komplette Mavericks-Team (62:61).

"Wir werden sicher alle Hände voll zu tun haben. Es wird eine ganz schwere Aufgabe", meint "Dirkules". (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

"Boy-Toy-Disput" ist berüchtigt

In dieser Saison gewannen die Lakers zwei von drei direkten Duellen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

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Nach zuvor sechs Niederlagen hintereinander gewann Dallas im Januar immerhin das erste Spiel nach dem berüchtigten "Boy-Toy-Disput" zwischen Lakers-Coach Phil Jackson und Mavs-Besitzer Mark Cuban.

Cuban hatte den Meistertrainer als "Lustknaben" von Jeanie Buss - die Tochter von Lakers-Besitzer Jerry Buss - bezeichnet, nachdem sich Jackson über Caron Butlers Verletzung geäußert hatte. Cuban hatte das als ungehörige Einmischung in Mavericks-Angelegenheiten empfunden.

Butler kommt nicht zurück

Flügelspieler Butler wird nach seiner Knie-OP nun doch nicht gegen sein ehemaliges Team auf das Parkett zurückkehren.

"Die Chance ist gleich null. Er wird definitiv nicht spielen. Er hat von den Ärzten keine Freigabe", sagte Trainer Rick Carlisle bei "ESPN".

Zumindest steht Backup-Guard Roddy Beaubois nach auskurierter Fußverletzung wieder zur Verfügung, kam bei dem 103:96-Sieg in Spiel sechs bei den Blazers aber noch nicht zum Einsatz.

Für Zündstoff ist gesorgt

Für Zündstoff ist vor dem Zweitrunden-Auftakt in der Nacht auf Dienstag (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) in jedem Fall gesorgt.

Denn zuletzt setzte es für Dallas in Hollywood eine derbe Pleite. Damals lieferte sich Jason Terry mit den Lakers-Reservisten Matt Barnes und Steve Blake ein Scharmützel. Alle drei wurden des Feldes verwiesen.

"Wir hatten einige interessante und hitzige Duelle. Jetzt geht es allerdings wieder neu los. Wir werden sehen, wer diesmal zuerst auf den Boden landet", freut sich Spielmacher Jason Kidd auf die Revanche.

"TC" will in der Heimat glänzen

Auch Tyson Chandler kann das Duell kaum noch erwarten, denn er stammt aus der "Stadt der Engel".

"Darauf habe ich mein ganzes Leben lang gewartet. In der Heimat gegen den Champ antreten zu dürfen, ist ein tolles Gefühl", schwärmte Chandler.

Dem Center wird gegen die starken Big Men der Lakers eine Schlüsselrolle zukommen, schließlich wurde er exakt aus diesem Grund verpflichtet. Im Verbund mit Brendan Haywood soll der agile Modellathlet Pau Gasol, Andrew Bynum und Lamar Odom Paroli bieten.

"Ich glaube, sie passen ganz gut zu uns. Ihre Größe ist natürlich ein Problem, aber wir sind beweglicher. Sie sind seit zwei Jahren jedem anderen Team ein Dorn im Auge. Wir wollen sie schlagen", gibt sich "TC" selbstbewusst.

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