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Shooting Guard Dwyane Wade (l.) spielt seit 2003 bei den Miami Heat © getty

In einem hitzigen Duell gegen Boston startet Miami mit einem Sieg in die Conference-Halbfinals. Wade überragt, Pierce fliegt.

Von Barnabas Szöcs

München/Miami - Der erste Schritt Richtung erfolgreicher Revanche ist Miami geglückt.

Mit dem 99:90 (51:36)-Sieg über Boston gelang den Heat der ideale Start in die Eastern-Conference-Halbfinals und eine erste Wiedergutmachung für das bittere Erstrunden-Aus gegen die Celtics in den Playoffs 2010 (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

In einer hitzigen und durchaus aggressiv geführten NBA-Playoffpartie überragte Miamis Shooting Guard Dwyane Wade mit 38 Punkten und fünf Assists. Mannschaftskollege LeBron James kam auf 22 Zähler und sechs Rebounds.

James Jones überraschte mit 25 Punkten und sorgte für einen Postseason-Rekord für einen Nicht-Starter der Heat.

Wade mit souveräner Trefferquote

Dabei verwandelte Wade 14 seiner 21 Versuche aus dem Feld und sorgte maßgeblich für die 1:0-Führung der Gastgeber aus Florida. Boston kassierte nach seiner glatten 4:0-Serie gegen die New York Knicks die erste Pleite in den Playoffs 2011.

Für Wade spielte dieser Umstand keine Rolle.

"Das war Pflicht"

"Wir müssen in allen Spielen um jeden Zentimeter kämpfen", sagte der Matchwinner nach der ereignisreichen Partie: "Wir haben die erste Begegnung gewonnen. Das war Pflicht, denn wir spielen vor eigenem Publikum und haben Heimvorteil. Nun werden wir uns darauf konzentrieren, auch Spiel 2 zu gewinnen."

Der ruhigen Analyse Wades ging ein turbulentes Halbfinal-Game voraus, in dem sich beide Teams mit körperlichen und verbalen Attacken auf und neben dem Parkett behakten (393648DIASHOW: NBA - Die 2. Playoff-Runde).

Pierce muss vom Feld

Für den Höhepunkt des Spiels, in dem die Gastgeber bereits zur Halbzeit mit 15 Punkten Vorsprung führten, war der dramatische Abgang von Celtics-Forward Paul Pierce sieben Minuten vor Schluss.

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Zuerst geriet Bostons Superstar mit Small Forward Jones aneinander, was beiden Heißspornen je ein Technisches Foul einbrachte.

Nur 59 Sekunden später rauschte Pierce mit Wade zusammen - die beiden lieferten sich bereits in der regulären Saison einige harte Gefechte -, was erneut ein Technisches Foul zur Folge hatte und den unrühmlichen Abgang des 33-Jährigen besiegelte.

Rivers: "Die Fouls waren empörend"

Pierce, der mächtig erbost das Feld verließ und nach dem Spiel jegliches Interview verweigerte, hatte bis dahin 19 Punkte erzielt.

Im Gegensatz zu Pierce fand Bostons Coach Doc Rivers deutliche Worte, sah seinen Spieler als Opfer von aggressiven Attacken: "In meinen Augen waren beide Fouls empörend."

Nach der Niederlage sagte Rivers, dass er zwar wusste, dass Miami physisch anspruchsvollen Basketball spielen würde. Doch mit solch einer Gangart habe er nicht gerechnet: "Das war nicht körperbetont, sondern unanständig."

"D-Wade" konterte süffisant: "Interessant, wie Rivers das sieht".

Allen versenkt fünf Dreier

Was das Spiel betraf, legten die Celtics - zeitweise sogar mit 19 Punkten im Rückstand - eine furiose Schlussphase hin.

Nach einem erfolgreichen Drei-Punktewurf von Ray Allen, der fünf seiner acht Dreierversuche verwandelte und mit 25 Punkten bester Celtics-Akteur war, kamen die Gäste 4:22 Minuten vor der Schlusssirene sogar auf 82:90 heran.

Vorfreude auf Spiel zwei

Doch Miami antwortete sofort mit Treffern von Power Forward Chris Bosh und Wade und erstickte so die Aufholjagd der Gäste, bei denen Kevin Garnett mit sechs Punkten und Rajon Rondo mit acht Zählern kaum eine Rolle spielten.

Für das zweite Halbfinal-Spiel in Miami erwartet Wade einen ähnlich turbulenten Verlauf: "Jede Partie wird wie diese sein. Wir freuen uns auf die Herausforderung."

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