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Zach Randolph (l.) kam 2009 von den Los Angeles Clippers zu den Grizzlies © getty

Memphis setzt seinen sensationellen Playoff-Höhenflug fort und triumphiert in Oklahoma City. Zach Randolph macht den Unterschied.

Von Barnabas Szöcs

München/Oklahoma City - Die Grizzlies setzen ihre Erfolgsserie in den NBA-Playoffs eindrucksvoll fort.

Nach dem überraschenden Triumpf über San Antonio feierte Memphis mit dem 114:101 (57:47) in Oklahoma City eine glänzenden Start in die Conference-Halbfinals (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Power Forward Zach Randolph gelang mit 34 Punkten ein persönlicher Playoff-Rekord. Seine zehn Rebounds machten das Double-Double perfekt.

Auch Center Marc Gasol gelang dieses Kunststück. Der Spanier kam bei den Thunder auf 20 Zähler und 13 Rebounds.

Gasol: "Wollen sofort gut spielen"

Von Beginn an bestimmten die Gäste das Tempo und erspielten sich zur Pause einen Zehn-Punkte-Puffer (57:47).

"Das versuchen wir immer so, aber es ist nicht ständig möglich", sagte Gasol über das druckvolle Spiel der Grizzlies: "Wir wollen stets sofort den richtigen Weg gehen und gut spielen. Doch die Gegner stellen sich irgendwann darauf ein und verändern ihr Spiel."

"Durantula" mit Double-Double

Dennoch konnten die Hausherren um Kevin Durant und Russell Westbrook die bittere Heimniederlage nicht verhindern.

So dürfte sich "Durantulas" Freude über sein Double-Double (33 Punkte, elf Rebounds) wohl eher in Grenzen gehalten haben. Auch Thunder-Point-Guard Westbrook interessierten seine 29 erzielten Punkte nur geringfügig (393648DIASHOW: NBA - Die 2. Playoff-Runde).

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Randolph ist ein "Tier"

Durant hatte den entscheidenden Faktor für die Halbfinal-Pleite seines Teams schnell ausgemacht: "Man kann Randolph nicht stoppen. Man muss Memphis zwingen, schwere Würfe zu nehmen, so wie er es heute getan hat. Aber wenn er diese Würfe trifft, ist er schwer zu stoppen."

Er sei ein "Tier", sagte Durant respektvoll und lobend über Randolph und schmierte dem Grizzly dann noch etwas mehr Honig um den Mund: "Er ist der beste Power Forward der Liga."

Mit einem Schmunzeln erwiderte der 29-Jährige mit dem obligatorischen Stirnband: "Ich muss ihm da zustimmen. Danke KD, ich weiß das zu schätzen.

Kurze Drangphase der Thunder

Spielerisch ließ Memphis kaum etwas anbrennen, bereits drei Minuten vor dem Ende des zweiten Viertels führten die Grizzlies mit 51:36.

Nur kurz nach der Halbzeitpause wurde es für die Gäste etwas enger, ein Dreier von Durant und zwei anschließende Freiwürfen von Serge Ibaka verkürzen den Rückstand zwischenzeitlich auf 58:63.

Es herrscht Glaube und Selbstvertrauen

Dass es für Randolph, Gasol und Co. doch noch ein ungefährdeter Sieg wurde, führte der Mann des Spiels auf die Einstellung des Teams zurück:

"Wir glauben an uns", sagte Randolph nach dem Sieg über den Vierten der regulären Saison der Western Conference: "Unser Selbstbewusstsein ist hoch. Ich sage den Jungs immer, dass wir uns mit jedem Gegner messen können."

So beendete er mit seinen letzten beiden Freiwürfen die Partie und lässt Memphis damit an die nächste Überraschung glauben.

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