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Jason Terry (r.) kam 2004 aus Atlanta zu den Dallas Mavericks © getty

Die Verletzungssorgen der Dallas Mavericks machen sich derzeit kaum bemerkbar, denn ein Bankspieler trumpft mächtig auf.

Von Jessica Pulter

München - Bereits zum fünften Mal in Folge hat dem Team aus Texas Josh Howard verletzungsbedingt gefehlt.

Doch in der vergangenen Woche sprang einer für den Small Forward in die Bresche, der in dieser Saison nur von der Bank aus ins Spiel kommt.

Jason Terry führte auch in der Nacht zum Sonntag als bester Scorer die Dallas Mavericks zum deutlichen 101:78-Sieg bei den Sacramento Kings.

"Ich weiß, was das Team von mir erwartet. Ich muss treffen und ein Faktor sein", sagte Terry, dem es gar nichts mehr ausmacht, die ersten Minuten auf der Bank zu verbringen.

Ein Konkurrent für Nowitzki?

Getroffen hat der Guard in der letzten Woche nach Lust und Laune, pro Spiel gingen fast 27 Punkte auf das Konto des 31-Jährigen. Damit übertraf er Howards Bilanz deutlich, der in neun Partien durchschnittlich rund 20 Zähler erzielt hatte.

Nachdem am vergangenen Montag Dirk Nowitzki zum besten Spieler der Woche in der Western Conference gewählt wurde, hat sich in diesmal Jason Terry dafür empfohlen.

Denn der Mavs-Spieler hat nicht nur Punkte geworfen, als die Partie bereits entschieden waren, sondern auch in den entscheidenden Phasen.

Lob vom Coach

So traf Terry gegen Kings nicht nur einen Buzzer-Beater Ende des ersten Viertels, zusammen mit Nowitzki baute er die Führung der Mavericks im dritten Viertel so weit aus, dass die Partie beim Stand von 80:57 vorentschieden war.(Ergebnisse und Tabellen)

"Er ist in der Lage, uns mit vielen Teffern von der Bank zu versorgen", lobte Trainer Rick Carlisle seinen Spieler. "Das Gute an ihm ist, dass er alles versucht, um zu gewinnen."

Dallas setzt Terry mehr und mehr als Waffe ein, um einerseits den Druck auf die eigene erste Fünf zu mindern und andererseits die gegnerische Bank unter Zugzwang zu setzen.

Carlisle: "Auf der Bank können wir zudem seine Einsatzseiten dosieren. Und es hilft dem Teamgeist ungemein, wenn einer so selbstlos ist und die Rolle als Auswechselspieler akzeptiert."

Bereits acht neue Startformationen

Ohnehin puzzeln die Mavericks in dieser Saison fleißig, wenn auch nicht ganz freiwillig, an ihrer ersten Fünf herum. In 16 Spielen haben die Texaner bereits acht neue Startformationen aufgeboten.

Mit der Rückkehr von Howard würde ein weiteres Puzzlestück für den Trainer hinzukommen.

Coach Carlisle wäre das nur recht: "Josh versucht alles, um den Heilungsprozess voranzutreiben. Wann er aber wieder spielen kann, weiß ich nicht. Je früher, desto besser für uns."

Dienstag gegen die Clippers

In der Nacht zum Mittwoch gegen die Los Angeles Clippers (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) beginnt dann die längste Heimspielserie der Mavericks in dieser Saison.

Sieben Spiele haben die Texaner dann Zeit, nach den Erfolgen der letzten Wochen auch die Siegquote zu Hause zu steigern. Denn bislang stehen für sie erst zwei Heimsiege auf dem Konto.

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