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LeBron James war 2008 bester Korbjäger der gesamten NBA © getty

"King" James beschert Miami die 2:0-Führung gegen Boston und schaltet einen All-Star aus. Die Celtics kämpfen gegen den Trend.

Von Eric Böhm

München/Miami - Die Miami Heat marschieren mit Riesenschritten in Richtung Playoff-Halbfinale.

Das Starensemble schlug die Boston Celtics 102:91 (47:42) und führt damit in der Best-of-Seven-Serie bereits mit 2:0.

LeBron James war mit 35 Punkten sowie sieben Rebounds der alles überragende Mann auf dem Parkett.

"Es fühlt sich richtig gut an. Das ist erst der Anfang. Die Serie ist noch lange nicht zu Ende, aber wir wollen noch mehr zeigen", so der entthronte MVP.

James leitet Entscheidung ein

In der sehr ausgeglichenen Partie schafften die Celtics Mitte des letzten Viertels den Ausgleich zum 80:80, ehe LeBron und Co. noch einmal aufdrehten.

Der "King" markierte die Hälfte aller Zähler eines 14:0-Laufs, der Miami den letztlich entscheidenden 94:80-Vorsprung einbrachte. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"In den Playoffs musst du gut verteidigen. Wir haben uns durch ihren Zwischenspurt nicht nervös machen lassen und sie aufgerieben", ergänzte James, der sich in 44 Minuten keinen einzigen Ballverlust erlaubte.

Spoelstra bremst Euphorie

Dwyane Wade steuerte 28 Punkte und acht Rebounds bei. Power Forward Chris Bosh (17 Zähler, elf Rebounds) lieferte ein Double-Double.

"Miami Thrice" sammelten 44 Punkte mehr als die großen Drei des Rekordmeisters und trafen fast die Hälfte ihrer Würfe aus dem Feld.

"Jetzt müssen wir vor allem mentale Disziplin beweisen. Wir stehen noch immer am Beginn", trat Heat-Coach Erik Spoelstra auf die Euphoriebremse. (393648DIASHOW: NBA - Die 2. Playoff-Runde)

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Historie spricht gegen Boston

Bei den Celtics zeigte einzig Rajon Rondo (20 Zähler, zwölf Assists) eine gute Leistung. Den Spielmacher plagen dennoch weiter Rückenprobleme.

Kevin Garnett (16 Punkte) verfehlte zwölf seiner 20 Wurfversuche. Paul Pierce (13) agierte nach seinem Feldverweis in Spiel eins unauffällig und musste in der ersten Hälfte an der Achillessehne behandelt werden.

Nur vier Teams ist es gelungen in einem Viertelfinale einen 0:2-Rückstand noch aufzuholen. Zuletzt schafften es die San Antonio Spurs 2008 gegen New Orleans.

Zum Siegen verdammt

Boston verlor neunmal die ersten zwei Spiele einer Playoff-Serie und konnte nur die NBA-Finals 1969 gegen die Los Angeles Lakers noch umbiegen.

"Wir können es jetzt nicht mehr ändern. Wir haben das dritte Spiel zu Hause und müssen besser auftreten, ansonsten wird es auch im TD Garden ungemütlich für uns", sagte Trainer Doc Rivers.

In der Nacht auf Sonntag (ab 2 Uhr LIVESCORES) sind die Celtics vor den heimischen Fans schon fast zum Siegen verdammt, denn ein 0:3 wäre wohl mehr als eine Vorentscheidung.

Allen verletzt sich

Zu allem Überfluss reihte sich nun auch noch Ray Allen in die Riege der angeschlagenen oder verletzten Akteure ein.

Der Scharfschütze erzielte nur sieben Pünktchen und musste im dritten Viertel mit einer Prellung des Brustbeins ausgewechselt werden.

"LeBron hat mich mit dem Ellbogen erwischt und es ging nicht weiter. Das 0:2 macht uns nicht nervös. Es ist eine Möglichkeit zu glänzen", meinte Allen.

Ob Shaquille O'Neal dabei helfen kann bleibt ungewiss. Der 39-Jährige trainiert nach seiner Wadenverletzung zwar seit einigen Tagen mit dem Team, ist aber nach wie vor noch nicht einsatzfähig.

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