vergrößernverkleinern
Russell Westbrook und Kevin Durant (r.) spielen seit 2008 gemeinsam für die Thunder © getty

Oklahoma bezwingt Memphis und schafft in der Serie das 1:1. Die Jungstars Durant und Westbrook überragen. "Iblocka" fällt aus.

Von Eric Böhm

München/Oklahoma City - Die Oklahoma City Thunder haben in der zweiten Runde der NBA-Playoffs den Ausgleich geschafft.

Das Team um Superstar Kevin Durant bezwang die Memphis Grizzlies vor heimischer Kulisse mit 111:102 (54:44). In der Best-of-Seven-Serie steht es damit 1:1.

NBA-Topscorer Durant (26 Punkte) war bester Schütze der Partie und wurde von Point Guard Russell Westbrook (24) wirkungsvoll unterstützt. Beide gehörten 2010 zum Weltmeister-Team der USA.

"Sie waren unglaublich aggressiv und haben uns attackiert. Die Thunder mussten das Spiel gewinnen, das konnte man in jeder Sekunde spüren", lobte Grizzlies-Trainer Lionel Hollins die beiden Jungstars und ihr Team.

Bank unterstützt Jungstars

Oklahoma City führte bereits zur Pause zweistellig und machte den Sack zu Beginn des Schlussabschnitts mit einem 16:4-Zwischenspurt zu.

Nach der schwachen Leistung bei der Auftaktpleite überzeugte diesmal auch die Bank der Gastgeber. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die Reservisten erzielten nicht nur deutlich mehr Punkte (48:29) als die Backups ihres Kontrahenten, sondern überzeugten auch in der Defensive.

Harden rehabilitiert sich

Speziell James Harden rehabilitierte sich für seinen dezenten Auftritt in Spiel eins. Der sechste Mann sammelte 21 Zähler, fünf Assists sowie drei Steals. (393648DIASHOW: NBA - Die 2. Playoff-Runde)

"James und die gesamte Bank haben ein fantastisches Spiel abgeliefert. Heute haben sie sich wieder in der Form präsentiert, die sie über reguläre Saison ausgezeichnet hat", schwärmte Trainer Scott Brooks.

Die starke Dreierquote (acht von 14) und 17 Punkte aus Schnellangriffen unterstreichen die deutliche Steigerung der Thunder.

[image id="f401866f-647a-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Ibaka muss raus

Allerdings gab es an diesem Abend nicht nur gute Nachrichten für die Truppe um Durant und Westbrook.

Blockspezialist Serge Ibaka verletzte sich wenige Minuten vor Schluss am rechten Bein und humpelte in die Umkleidekabine. Eine genauere Diagnose steht noch aus.

"Im Spiel habe ich gar nicht so viel davon gemerkt, aber nach einer Auszeit konnte ich plötzlich nur mit Mühe aufstehen. Ich hoffe es ist nicht so schlimm", so "Iblocka".

Der Power Forward war entscheidend daran beteiligt, dass die Big Men der Grizzlies nicht wie gewohnt zum Zuge kamen.

Schwacher Tag für Randolph

Der in der K.o.-Runde bisher überragende Zach Randolph (15 Zähler) erwischte einen ganz schwachen Tag und traf nur zwei seiner 13 Versuche aus dem Feld.

Memphis verbuchte lediglich 34 Punkte in der Zone - die schwächste Ausbeute in den Playoffs - und hatte auch bei den Rebounds (38:34) nur einen leichten Vorteil.

"Wir wussten, dass es eine physisch schwere Serie werden würde. Uns fehlte das letzte Quäntchen Intensität, aber ein 1:1 ist besser als ein 0:2", betonte Center Marc Gasol (13 Zähler, zehn Rebounds).

Hollins fordert mehr Ballkontrolle

Aufbauspieler Mike Conley war mit 24 Zählern sowie acht Assists der auffälligste Akteur der Gäste.

"Sie haben herausragende Spieler. Wir müssen uns noch besser vorbereiten und die Ballverluste abstellen", forderte Hollins.

Das Viertelfinale wird am Samstag (ab 23 Uhr LIVESCORES) im FedEx Forum von Memphis mit Spiel drei fortgesetzt.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel