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Devin Harris erzielt in dieser Saison 23,5 Punkte im Schnitt © getty

Phoenix hat die Partie gegen New Jersey im Griff, doch dann trumpft ein Nets-Spieler auf. Ein Suns-Forward rastet aus.

Von Thorsten Deppe

München - Die New Jersey Nets haben dank 47 Punkten und acht Assists von Devin Harris ihren "Wüstenfluch" beendet und mit 117:109 gegen die Phoenix Suns gewonnen.

Mit seinem "Career-High" drehte der Nets-Guard das Spiel im letzten Viertel und bescherte New Jersey am Sonntagabend den ersten Sieg in Phoenix seit 1993.

Vor allem im vierten Viertel war Harris von den Suns nicht zu stoppen und erzielte 21 Zähler. "Ich war einfach im Angriffs-Modus", erklärte der Guard. "Ich habe noch nie zuvor in meiner Karriere so beständig getroffen."

Damit verbesserte Harris seine Bestmarke gleich um fünf Zähler.

Knackpunkt Stoudemire

Die Suns machten es der Nets-Offensive allerdings auch leicht: 22 Turnovers produzierte Phoenix bis zum Ende, was auch Vince Carter insgesamt 28 Punkte einbrachte.

Amare Stoudemire sorgte trotz 25 Zählern und zwölf Rebounds für den Knackpunkt im Spiel: Phoenix führte mit 100:98 mit nur noch 3:24 Minuten auf der Uhr.

Doch der Suns-Forward stritt mit einem Schiedsrichter und erhielt dafür sein zweites technisches Foul. Stoudemire war mit der Schiedsrichterentscheidung jedoch keineswegs einverstanden.

"Ich habe von Spielern schon weit Schlimmeres gesehen, ohne dafür überhaupt ein technisches Foul zu kassieren. Es ist schwer damit umzugehen."

Nach dem Feldverweis von Stoudemire startete New Jersey einen 19:9-Lauf und gewann die Partie.

"Spieler haben schon schlimmeres gemacht"

"Er hat seine Coolness verloren", stellte Harris fest. "Es war der Schlüssel zum Sieg. Er hat uns vorher fertig gemacht."

Auch Carter war erleichtert über das Ausscheiden des Power Forwards. "Wir haben versucht, einen Vorteil daraus zu ziehen und dass haben wir geschafft."

Trotz am Ende 26 Punkten und neun Assists konnte auch Steve Nash die Nets nicht mehr stoppen.

Auf und ab

Dabei führten die Suns bereits nach 6:18 Minuten mit 23:11 und setzten zum Ende des ersten Viertels mit 35 Punkten eine Saisonbestleistung.

Doch im zweiten Abschnitt deutete Harris an, was noch folgen sollte. Der Guard sorgte mit zwölf Punkten für die erste Wende im Spiel und die Nets gingen mit 50:48 in Führung.

Die Suns antworteten mit einem 9:0-Lauf: Raja Bell versenkte einen Dreier, Robin Bells stopfte durch den Ring und Nash traf zwei Würfe aus dem Feld.

Harris im Griff?

Auch Harris hatte Phoenix im dritten Viertel im Griff und ließ lediglich fünf Punkte durch den Guard zu.

Durch gleich sechs Ballverluste wuchs der Vorsprung der Suns vor dem letzten Viertel jedoch nur auf elf Punkte. Im Schlußabschnitt sorgte Harris mit seiner Gala-Vorstellung für den ersten Sieg nach vierzehn Niederlagen in Folge in Arizona.

Damit machte er besonders seinen Coach Lawrence Frank glücklich.

"14 Jahre! Wir haben hier in 14 Jahren nicht gewonnen. Dieses Thema ist jetzt beendet."

Historischer Sieg bringt Rang zwei

Die Nets schieben sich mit dem historischen Erfolg auf Platz zwei der Atlantic Division, hinter die Boston Celtics (Ergebnisse und Tabellen).

Phoenix beibt trotz der siebten Niederlage, hinter den Lakers, Zweiter der Pacific Division.

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