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LeBron James wurde 2009 und 2010 zum Most Valuable Player gewählt © getty

Miami schlägt Boston in der Overtime und steht mit einem Bein im Playoff-Halbfinale. Die großen Drei teilen sich die Punkte.

Von Jakob Gajdzik

München/Boston - Die großen Drei drehen rechtzeitig auf. Und wie.

Beim 98:90-Sieg nach Overtime in den NBA-Playoffs 2011 gegen die Boston Celtics zeigten die "Miami Thrice" um LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh eine überragende Leistung.

Das Trio sorgte alleine für 83 der 98 Punkte und 35 der 45 Rebounds.

Mit dem Sieg bei den Celtics sorgen die Heat im Playoff-Viertelfinale für eine 3:1 Führung und brauchen nur noch einen Sieg zum Halbfinal-Einzug. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Das Team kommt so weit, wie wir drei sie bringen"

"Wir sind die Jungs. Wir sind diejenigen, die die Aufmerksamkeit und das Lob bekommen", sparte Wade nicht mit Selbstlob und schob nach: "Das Team kommt so weit, wie wir drei sie bringen".

An diesem Tag wird ihm keiner widersprechen wollen.

Für den 29-Jährigen war er auch ein persönlicher Triumph, vor der Partie verlor er die letzten elf Duelle in Boston.

James sticht heraus

Dabei war Wade der einzige der großen Drei, dem kein Double-Double gelang. Ein Rebound fehlte dem siebenfachen All-Star um auch in dieser Kategorie zweistellig zu punkten.

Mit 28 Punkten war er jedoch nach LeBron James der zweitbeste Werfer Miamis.

Aus dem überragenden Trio stach "King James" mit 35 Punkten und 14 Rebounds am meisten heraus, Chris Bosh gelangen als drittem im Bunde 20 Punkte und zwölf Rebounds.

Auch für James ein persönlicher Triumph, denn wie bei Wade war auch seine Bilanz in Boston mit 13 Niederlagen in 15 Spielen verheerend.

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"Miami Thrice" mit passender Antwort

Somit gaben die "Miami Thrice" die passende Antwort auf ihre schwache Leistung beim 81:97 im letzten Spiel in Boston, als sie mit 44 Punkten die schwächste Ausbeute ihrer gemeinsamen Dreisamkeit erzielten.

In der regulären Spielzeit hatten die Celtics 2:28 vor dem Ende ein 84:81 Vorsprung rausgeholt, den James mit einem Drei-Punkt-Wurf ausglich und die Heat 48 Sekunden vor dem Ende sogar in Führung brachte.

Paul Pierce, mit 27 Punkten bester Werfer der Celtics, glich aus und rettete die Celtics in die Verlängerung.

"Fühlt sich an, als ob wir uns selbst besiegt hätten"

Die Overtime konnten Miami schließlich mit 12:4 für sich entscheiden, alle zwölf Punkte gingen auf das Konto der "Miami Thrice".

Boston traf nur einen von sechs Würfen und verspielte so die Chance auf den Sieg.

"Es fühlt sich an, als ob wir uns selbst besiegt hätten", sagte ein enttäuschter Pierce nach dem Spiel.

Ans Aufgeben denken die Celtics allerdings lange nicht. "Ich freue mich drauf", sagte Ray Allen, "sollten wir es noch schaffen, wäre es ein umso bedeutenderes Erlebnis"

Spoelstra warnt vor nächster Partie

Nach dem dritten Sieg im vierten Spiel fehlt den Heat nur noch ein Sieg zum Einzug ins Playoff-Halbfinale.

Am Mittwoch in Miami kann das Team von Coach Eric Spoelstra den letzten Schritt in der heimischen American Airlines Arena machen.

"Das wird am Mittwoch bisher unsere größte Herausforderung", blickt der Heat-Coach mit Vorfreude auf die vielleicht entscheidende Partie.

Gleichzeitig warnt er vor dem angeschlagenen Gegner: "Wir werden Boston von ihrer besten Seite bekommen und wir müssen besser sein. Wenn wir erreichen wollen, was wir uns vorgenommen haben, müssen wir das beste Boston schlagen."

Wollen die Celtics noch die Heat rauskegeln, müssen sie zwei der drei Spiele in der American Airlines Arena gewinnen.

Boston, in zwei der vergangenen drei Jahre im Playoff-Finale, braucht nun wahrlich ein kleines Wunder, um dieses Ziel noch zu erreichen.

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