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Russel Westbrook stellte gegen die Grizzlies eine persönliche Playoff-Bestmarke auf © getty

Beim Duell des nächsten Mavericks-Halbfinal-Gegners gleicht Oklahoma gegen Memphis nach drei Overtimes aus. Westbrook überragt.

Von Jakob Gajdzik

München/Memphis - Es folgten fünf Minuten.

Daraufhin noch einmal fünf. Und wieder fünf.

Oklahomas Coach Scott Brooks gab seinem Team jedes Mal eine Parole mit auf den Weg: Durchhalten.

Die Thunder gehorchten und als Kevin Durant die letzten sechs seiner insgesamt 35 Punkte erzielte, war der Krimi gegen die Memphis Grizzlies nach der dritten Overtime endlich vorbei.

Da zeigte die Uhr fast bereits Mitternacht.

133:123 für Oklahoma hieß es am Ende einer spektakulären Partie um den Einzug ins Playoff-Halbfinale derNBA gegen die Dallas Mavericks. Nun steht es zwischen den Teams wieder 2:2. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Über dieses Spiel werden die Leute reden"

"Über dieses Spiel werden die Leute noch eine Weile reden", sagte einer der Matchwinner Durant, "ich bin froh, ein Teil davon zu sein". Trotz seiner klasse Leistung von 35 Punkten und 13 Rebounds, überragte einer seiner Teamkollegen sogar noch mehr.

Russel Westbrook schraubte sein Konto sogar auf 40 Punkte hoch und stellte damit einen neuen persönlichen Rekord in einer Playoff-Partie auf.

"Wir hatten das Spiel eigentlich schon mehrfach gewonnen", sagte Brooks nach der Partie und lobte besonders die Shoot-Qualitäten beider Mannschaften."Sie haben einige unglaubliche Würfe getroffen. Das gilt für beide Teams."

Westbrook verpasst reguläres Ende

Aber teilweise auch Pech. Westbrooks Wurf ging mit der Schlusssirene der regulären Spielzeit traf nur an den Ring.

Genauso erging es am Ende der ersten Overtime Durant und am Ende der zweiten erneut Westbrook.

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Grizzlies geht die Luft aus

Die Grizzlies wehrten sich lange tapfer, bis ihnen in der dritten Overtime schließlich die Luft ausging. Das Resultat: Nur einer von neun Würfen landete im Ring.

Dabei war Memphis in der regulären Spielzeit zwischenzeitlich sogar auf 18 Punkte davongezogen, nutzen konnten sie den Vorsprung jedoch nicht.

Eine Parllele zum letzen Playoff-Spiel der beiden Teams, als jedoch die Thunder einen 16-Punkte-Vorsprung noch verspielte und sich in der Overtime geschlagen geben musste.

Conley und Vasquez erzwingen Overtime

Mike Conley, insgesamt mit 16 Punkten, erzwang die erste Overtime mit einem Dreier über die Thunder-Verteidigung.

Als es ihm Rookie Greivis Vasquez gleich tat und kurz vor Ende der ersten Verlängerung die die nächsten fünf Minuten erzwang, brachte er die Fans im heimischen FedExForum zum Toben.

"Wir dachten es war uns vorbestimmt, zu gewinnen", sagte Zach Randolph, mit 34 Punkten und 16 Rebounds bester Grizzlies-Akteur, "doch in der NBA kriegst du Nichts geschenkt. Du musst rausgehen und es dir holen."

"Niemand wollte nach Hause gehen"

Trotz der Niederlage war Grizzlies-Trainer Lionel Hollins am Ende des Abends stolz auf seine Truppe.

"Beide Teams kamen immer wieder zurück und kämpften und kämpften und kämpften. Niemand wollte nach Hause gehen. Niemand wollte verlieren."

Unabhängig davon wer weiterkommt. Dirk Nowitzki und die Mavericks werden sich auf einen zähen Gegner einstellen müssen.

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