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Kevin Durant war in Spiel 5 mit 19 Punkten Topscorer der Partie © getty

Nach einem Kantersieg über Memphis winkt Oklahoma City ein Showdown mit den Mavericks. Durant und Westbrook werden geschont.

Von Olaf Mehlhose

München/Oklahoma - Kevin Durant war diesmal nur Teilzeitarbeiter.

Durch einen deutlichen 99:72 (46:35)-Erfolg in Spiel 5 haben die Oklahoma City Thunder in der Serie gegen die Memphis Grizzlies erstmals die Führung übernommen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die Thunder führen nun mit 3:2 und brauchen nur noch einen Sieg, um ein Ticket für den Showdown mit den Dallas Mavericks im Conference-Finale zu buchen.

Nach dem Marathon-Match in Memphis, das Durant und Co. erst nach dreimaliger Overtime zu ihren Gunsten entscheiden konnten, konnte es sich Thunder-Coach Scott Brooks diesmal sogar leisten, seinen Superstar im vierten Viertel auf der Bank zu lassen.

Durant und Westbrook als Fans

Auch ohne Durant, der mit 19 Punkten erneut bester Werfer seines Teams war, brachten die Thunder den Erfolg in überzeugender Manier über die Zeit.

Zusammen mit All-Star-Kollege Russell Westbrook (11 Zähler, 6 Assists) feuerte der NBA-Topscorer sein Team im Schlussabschnitt von der Bank an."

"Mut und Herz"

Für "KD" war die starke Vorstellung seines Teams eine eindeutige Folge des Krimi-Erfolgs in Memphis.

"Die Art und Weise, wie wir Spiel 3 verloren haben und dann in Spiel 4 zurückgekommen sind, hat gezeigt, was für ein Team wir sind. Wieviel Mut und Herz wir haben", freute sich der 22-Jährige.

In der Tat: Die junge Truppe aus Oklahoma City nutzte das emotionale Hoch und spielte von Beginn an wie aus einem Guss.

Cook läuft heiß

"Bei uns war keine Müdigkeit zu erkennen, die Jungs hatten den richtigen Fokus", erklärte Coach Scott Brooks: "Du schlägst gute Teams, indem du deine Chancen nutzt und viel Einsatz zeigst, wir haben heute beides gemacht."

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Obwohl an diesem Abend gar nicht so viel Einsatz nötig war - als die Thunder das dritte Viertel mit einer 19-Punkte-Führung beendeten, war die Vorentscheidung gefallen.

Vor allem Dreier-Spezialist Daequan Cook zeigte eine starke Leistung und versenkte vier von fünf Würfen aus der Distanz. Insgesamt kam der Shooting Guard auf 18 Zähler.

Grizzlies angeschlagen

Bei den Grizzlies dagegen waren die Nachwehen der knappen Niederlage noch deutlich zu spüren.

Zumindest an diesem Abend hatte es den Anschein, als hätten die Thunder dem Team von Lionel Hollins den Schneid abgekauft.

Erfolgreichster Punktesammler war Marc Gasol mit 18 Zählern, Zach Randolph verbuchte neun Punkte und sieben Rebounds.

"Wir waren nicht nur körperlich am Boden, sondern auch mental" sagte Coach Hollins: "Das soll aber keine Entschuldigung sein. Wir haben nicht gut gespielt."

Zum Siegen verdammt

Um die Chance auf den Einzug ins Conference-Finale zu wahren, brauchen die Grizzlies in Spiel 6 (Sa., ab 3 Uhr LIVESCORES) unbedingt einen Sieg.

Neue Energie könnte Memphis die Rückkehr ins heimische Tennessee geben, insbesondere die begeisterungsfähigen Zuschauer.

Die Spieler zumindest haben die Hoffnung, die Serie für sich entscheiden zu können, noch nicht aufgegeben: "Wir müssen rausgehen und gewinnen", sagte Center Gasol: "Wir haben keine andere Wahl."

Schwache Wurfquote

Dann müssten bei Gasol und Kollegen aber erst mal wieder die Würfe fallen.

In Spiel 5 trafen die Grizzlies nur 28 von 78 Würfen aus dem Feld, auch die Freiwurfquote war bei einer Quote von rund 61 Prozent deutlich verbesserungswürdig.

Zumindest am Einsatz soll es aber in der nächsten Partie nicht mangeln.

"Wir werden kein Problem haben, uns dafür aufzuraffen. Sie haben uns heute blamiert", sagte Aufbauspieler Mike Conley.

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