vergrößernverkleinern
Zach Randolph (r.) wurde im NBA-Draft 2001 von Portland in der ersten Runde ausgewählt © getty

Zach Randolph beschert Memphis im Viertelfinale gegen die Thunder ein entscheidendes Spiel sieben. Die Mavs müssen sich gedulden.

Von Eric Böhm

München/Memphis - Die Memphis Grizzlies haben in ihrem Playoff-Viertelfinale ein Entscheidungsspiel erzwungen.

Die Nummer acht der Western Conference gewann gegen die Oklahoma City Thunder zu Hause mit 95:83 (44:54) und schaffte in der Best-of-Seven-Serie den 3:3-Ausgleich.

Wieder einmal war Zach Randolph mit 30 Punkten sowie 13 Rebounds der überragende Mann.

"Das haben wir uns gewünscht. Ein Spiel entscheidet den Einzug ins Conference-Finale. Es wird schwer dort zu gewinnen, aber wir glauben daran", sagte "Zebo" im Anschluss.

Thunder-Coach lobt Randolph

Der Power Forward erzielte im Schlussabschnitt zwölf der 23 Grizzlies-Zähler und machte damit den Sack zu.

Außerdem gelang ihm in der K.o.-Runde bereits seine vierte Partie mit mindestens 30 Punkten und zehn Rebounds. Kein anderer Spieler schaffte bisher mehr als zwei solcher Auftritte. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Er hat reihenweise schwere Würfe verwandelt. Er gehört nicht umsonst zum All-NBA Third Team. Wenn er in Schwung kommt, kannst du ihn kaum stoppen", lobte Thunder-Coach Scott Brooks.

Mayo überzeugt

O.J. Mayo, der für Sam Young in die erste Fünf gerückt war, steuerte 16 Punkte zu dem Heimerfolg bei.

Nach einem zweistelligen Halbzeit-Rückstand arbeitete sich Memphis nach der Pause wieder heran und hielt die dynamischen Gäste bei lediglich 29 Zählern.

Ende des dritten Viertels sorgte Mayo mit einem Dreier für die Führung, die sein Team nicht mehr hergab. Gute drei Minuten vor Schluss nahm sein Treffer zum 88:79 Oklahoma auch die letzten Hoffnungen auf ein Comeback.

"Ich sollte Verteidiger auf mich ziehen, um für 'Big Zach' und Marc (Gasol, die Red.) Räume unter dem Korb zu schaffen. Das ist mir ganz gut gelungen", freute sich der Shooting Guard.

[image id="8ece0460-635c-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Durant mit Negativrekord

Speziell Thunder-Star Kevin Durant (elf Punkte) kam mit der starken Verteidigung der Gastgeber überhaupt nicht zurecht. Vor allem Shane Battier machte ihm immer wieder Kopfschmerzen.

Noch nie gelangen dem Scoring-Champion der NBA in einem Playoff-Spiel weniger Zähler. Von der Dreierlinie traf er lediglich einen seiner neun Versuche.

Grizzlies-Trainer Lionel Hollins spielte die Abwehrleistung seiner Truppe gegen Durant allerdings humorvoll herunter: "Er hat sich für das siebte Spiel vor den eigenen Fans geschont."

Showdown in OKC

Da halfen auch die 27 Punkte von Aufbauspieler Russell Westbrook nicht. Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks müssen also weiter auf ihren nächsten Gegner warten.

Der finale Showdown - das erste siebte Spiel der diesjährigen Playoffs überhaupt - steigt am Sonntag in der Oklahoma City Arena (ab 21.30 Uhr LIVESCORES).

Den Thunder bleibt also nicht viel Zeit ihr Händchen von der Dreierlinie (nur vier Treffer bei 25 Versuchen) wieder zu finden und Durant zurück in die Spur zu bringen.

Grizzlies selbstbewusst

"Nach einem guten Beginn lief alles schief, Das ist frustrierend. Es wird ein hartes Spiel sieben. Aber ich freue mich darauf", so "Durantula".

Memphis strotzt dagegen vor Selbstvertrauen, immerhin bogen sie in der Postseason schon zum dritten Mal einen zweistelligem Rückstand in der zweiten Hälfte noch um.

"Wir sind offensichtlich ein Team, das immer zurückkommen kann. Das haben wir schon über die gesamte Saison bewiesen", meinte Hollins.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel