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Mark Cuban (r.) kaufte die Dallas Mavericks 2000 für 258 Millionen Dollar © imago

Der Mavs-Besitzer hält sich auffallend zurück. Dirkules kennt den Grund und freut sich. Der Coach heizt Comeback-Gerüchte an.

Von Eric Böhm

München - In seinem elften Jahr als Besitzer der Dallas Mavericks ist Mark Cuban nach wie vor für Überraschungen gut.

Nach unzähligen markigen Statements, vielen überraschenden Neuverpflicht- ungen und über einer Million Dollar an Geldstrafen verblüfft er nun Fans und Medien mit seiner Zurückhaltung.

Seit Beginn der NBA-Playoffs hat er sich nur selten zu Wort gemeldet, obwohl ihm gerade der Sweep gegen die Lakers viel Munition geliefert hätte.

"Es sollte immer um die Spieler gehen, nicht um den Besitzer. Ich habe Mark seit der Lakers-Serie nicht mehr gesehen und das ist gut so", sagte Dirk Nowitzki dem "Fort Worth Star-Telegram".

Cuban ist ruhiger geworden

Der deutsche Superstar und gute Freund Cubans glaubt, die Hochzeit sowie die Geburt seiner beiden Töchter haben seinen Chef etwas reifer werden lassen.

"Sobald die Spiele losgehen, ist er immer noch voll dabei. Er wägt seine Auftritte und Statements allerdings mehr ab als früher. Er ist immer noch mehr involviert als jeder andere Besitzer, aber nicht mehr ganz so extrem", so "Dirkules". (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Vielleicht hat Cuban aber auch aus den Finals 2006 seine Lehren gezogen, als er besonders nach den Niederlagen in den Spielen drei und fünf ausrastete. Damals sagte Nowitzki, die Ausbrüche hätten dem Team geschadet.

"Er tut alles für den Titel"

In erster Linie will Cuban - wie seine Spieler auch - endlich die Meisterschaft und verzichtet dafür offenbar sogar auf seine geliebte Aufmerksamkeit.

"Mark tut alles, um den Titel zu gewinnen. Wenn es nötig ist, mehr Geld zu investieren, zögert er nicht. Er hat einen tollen Job gemacht", lobte Jason Terry.

Um den großen Traum endlich zu verwirklichen, muss jedoch erst einmal das Finale erreicht werden. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

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"Ich liebe die Pause"

In der Nacht auf Mittwoch (ab 3 Uhr LIVESCORES) steigt das erste Finale der Western Conference gegen Oklahoma City oder Memphis.

Da die Grizzlies mit ihrem 95:83-Heimerfolg ein siebtes Spiel erzwangen, wird Dallas nach neun Tagen Pause in das erste Halbfinale gehen.

Terry macht die relativ lange Wartezeit jedenfalls nichts aus: "Ich liebe die Pause. Wir sind ausgeruht und können an einigen Sachen arbeiten."

Training mit Referees

Zuletzt trainierten die Mavs unter Wettkampfbedingungen mit Schiedsrichtern. In der äußerst intensiven Trainingseinheit ging es vor allem um drei Schwerpunkte.

"Das Umschalten von Angriff auf Abwehr, Ballsicherheit und Rebounds standen im Vordergrund", erklärte Coach Rick Carlisle im Anschluss.

Genau diese Fähigkeiten werden im Conference-Finale so oder so einem echten Härtetest unterzogen.

Oklahoma City sammelt in der K.o.-Runde die meisten Steals. Auch Memphis hat einige schnelle und aggressive Spieler und gewann gegen Dallas drei von vier Spielen der regulären Saison.

Beaubois als X-Faktor

Mitten im Geschehen tummelte sich am Freitag auch Roddy Beaubois. Der Franzose könnte gegen die schnelleren Guards der Thunder oder Grizzlies eine Schlüsselrolle einnehmen.

In den beiden Serien zuvor entschied sich Carlisle für größere Spieler. Außerdem laborierte Beaubois noch an einer Fußverletzung.

"Ich werde mich erst entscheiden, wenn unser Gegner feststeht. Aber er ist sicher eine wertvolle Alternative", ließ sich Carlisle noch nicht in die Karten schauen.

Kommt Butler doch zurück?

Dafür heizte er die Spekulationen um ein eventuelles Comeback des langzeitverletzten Caron Butler an.

"Caron kann jetzt dunken und macht immer größere Fortschritte. Ich kann noch nicht sagen, ob er bereit ist. Er wird aber nur spielen, wenn er bei 100 Prozent ist", meinte der 51-Jährige.

Für das Viertelfinale gegen die Lakers hatte er eine Rückkehr des seit Januar verletzten Flügelspielers noch kategorisch ausgeschlossen.

Nowitzki zeigte sich jedoch alles andere als optimistisch: "Ich weiß es nicht. Ich kann mich nur um die Spieler kümmern, die heute trainiert haben."

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