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Kevin Durant (M.) war 2010 und 2011 jeweils bester Scorer der NBA © getty

"Durantula" zündet den Turbo und führt Oklahoma City in Spiel sieben gegen Memphis zum Sieg. Im Halbfinale warten die Mavericks.

Von Eric Böhm

München/Oklahoma City - Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks haben endlich ihren Gegner für das Finale der Western Conference gefunden.

Die Oklahoma City Thunder setzten sich gegen die Memphis Grizzlies 105:90 (42:34) durch und gewannen damit die Best-of-Seven-Serie 4:3.

Kevin Durant schenkte den bedauernswerten Grizzlies 39 Punkte ein und setzte mit zwei krachenden Dunkings in den letzten dreieinhalb Minuten auch den Schlusspunkt.

"Er ist ein besonderer Spieler. Er arbeitet unglaublich und gibt nie nach. Ich respektiere ihn", zog Gäste-Forward Zach Randolph seinen Hut.

Mutter motiviert Durant

Nach seinem schwachen Auftritt bei der Niederlage in Spiel sechs - ihm gelangen nur elf Zähler - verhalf Durant eine besondere Motivation zu seinem starken Auftritt.

"Während einer Auszeit sah ich meine Mutter, wie sie ausgelassen tanzte. Ich war froh zu sehen, dass sie Spaß hatte. Das gab mir den Kick", so der NBA-Topscorer.

Nur die Legendan Dominique Wilkins (47 Zähler), Oscar Robertson (43) und Calvin Murphy (41) erzielten in ihrem ersten Spiel sieben mehr Punkte als "Durantula".

"Er hat den Turbo gezündet"

Mitte des dritten Viertels brachten Randolph (17 Zähler, zehn Rebounds) und Spielmacher Mike Conley Memphis auf 49:52 heran.

Doch Durant hatte stets eine Antwort parat. Mit zwei Dreiern initiierte einen 14:2-Zwischenspurt, der noch vor dem Schlussviertel die Entscheidung brachte. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Kevin ist eben ein All-Star. Er hat gegen uns heute den Turbo gezündet", sagte Memphis' Defensivspezialist Tony Allen, der ihn nicht stoppen konnte.

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Westbrook mit Triple-Double

Der zuletzt viel kritisierte Thunder-Spielmacher Russell Westbrook steuerte mit 14 Punkten, 14 Assists sowie zehn Rebounds sein erstes Playoff-Triple-Double. Nur Gary "The Glove" Payton schaffte dies in der Teamgeschichte vor ihm.

"Russell wird etwas kritisch gesehen, aber er arbeitet ständig an sich und wird immer besser. Er hat das Spiel kontrolliert", lobte Oklahomas Trainer Scott Brooks.

Sixth Man James Harden (17 Zähler, vier Steals) war der einzige weitere Akteur der Gastgeber mit einer zweistelligen Ausbeute.

Memphis öffnet Augen

Memphis verpasste dagegen die Chance als Nummer acht ins Halbfinale einzuziehen, öffnete aber vielen Beobachtern die Augen.

"Wir können mit jedem Team mithalten. Trotzdem haben uns während der Saison viele Leute nicht wahrgenommen. Das hat sich jetzt hoffentlich geändert", sagte Randolph.

"Zebo" und Center Marc Gasol (zwölf Punkte, sieben Rebounds) konnten sich unter dem Korb nicht wie zuletzt in Szene setzen.

Dadurch fehlte Memphis am Ende die Feuerkraft, um den jungen und dynamischen Thunder in der Endphase Paroli zu bieten.

"Wir wollen Dallas"

In den letzten Minuten gab es in der Oklahoma City Arena kein Halten mehr und die Fans skandierten "wir wollen Dallas".

In der Nacht auf Mittwoch (ab 3 Uhr LIVESCORES) treten die Thunder in Texas zu Spiel eins an. Das Duell mit den Mavericks ist für den Klub das erste Western-Conference-Finale seit 1996.

Damals war das Team noch in Seattle beheimatet und schlug die Utah Jazz 4:3. Im Finale unterlagen Detlef Schrempf und Co. dann allerdings Michael Jordans Chicago Bulls.

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