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LeBron James steht zum dritten Mal in Folge im All-Defensive First Team © getty

James lässt es in Chicago am Ende krachen und bringt Miami in den Ost-Finals den Ausgleich. Der MVP trifft kein Scheunentor.

Von Eric Böhm

München/Chicago - Die Miami Heat haben im Finale der Eastern Conference in einer echten Abwehrschlacht den Ausgleich geschafft.

Die Startruppe aus Florida gewann bei den Chicago Bulls mit 85:75 (48:46). In der Best-of-Seven-Serie steht es nun 1:1 (Alle Spiele im SPORT1-LIVESTREAM).

LeBron James erzielte neun seiner insgesamt 29 Punkte in den letzten viereinhalb Minuten und war damit für den entscheidenden 12:2-Endspurt der Heat hauptverantwortlich.

"Dieses letzte Viertel wird die gesamte Serie verkörpern. Es war ein echter 'Street-Fight'. Beide Teams haben alles gegeben", so Heat-Coach Erik Spoelstra.

Grippe kann James nicht stoppen

"King" James ließ sich nicht einmal von einer leichten Grippe stoppen und sammelte zusätzlich zehn Rebounds, fünf Assists sowie drei Steals.

"Die Serie hat gerade erst begonnen. Wir sind natürlich froh, dass uns hier ein Sieg gelungen ist. Ich wollte heute unbedingt besser auftreten", spielte er auf die erste Partie an. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Bei der deutlichen Auftaktniederlage (Bericht) gelangen dem zweimaligen MVP lediglich 15 Zähler und er verfehlte zehn seiner 15 Versuche aus dem Feld.

Historisches Schlussviertel

Speziell im Schlussviertel taten sich beide Teams in der Offensive extrem schwer und markierten zusammen lediglich 24 Zähler. In der Shot-Clock-Ära - seit 1954 - gab es das erst viermal.

Trotzdem glichen sich die Bulls nach zwischenzeitlichem elf-Punkte-Rückstand zum 73:73 aus, ehe James das Kommando übernahm. Der aus Chicago stammende Dwyane Wade steuerte 24 Zähler und neun Rebounds bei.

"Das haben wir gebraucht, Jetzt fahren wir nach Hause und müssen dort unsere Hausaufgaben machen. Chicago ist wie wir. Sie können auch auswärts gewinnen", sagte Wade.

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Heat stark an den Brettern

Spiel drei findet in der Nacht auf Montag (ab 2.30 Uhr im SPORT1-LIVESTREAM) in Südflorida statt. Die Heat müssen jetzt nur ihre drei Heimspiele gewinnen, um nach 2006 erstmals wieder in die NBA-Finals einzuziehen.

Speziell an den Brettern zeigte sich Miami im Vergleich zum ersten Spiel deutlich verbessert - damals gestatteten sie Chicago 19 Offensivrebounds.

Trotz der unterdurchschnittlichen Leistung von Chris Bosh (zehn Punkte, acht Rebounds) holten sie mehr Rebounds (45:41) als die Gastgeber.

"Krieger" Haslem ist zurück

Dazu trug auch Rückkehrer Udonis Haslem bei, der im Saisonverlauf schmerzlich vermisst worden war.

In seinem zweiten Einsatz nach langwieriger Fußverletzung zeigte der Backup-Forward (13 Zähler) eine starke Leistung und verdiente sich ein Sonderlob.

"Ich habe vor zwei Tagen mit ihm gesprochen. Da hatte er dieses Funkeln in den Augen. Ich wusste, es war an der Zeit diesen Krieger zu bringen", meinte Spoelstra.

Rose fehlt Präzision

Bei Chicago war erneut MVP Derrick Rose (21 Punkte, acht Rebounds) bester Scorer, verfehlte jedoch gleich 16 seiner 23 Würfe.

Der einzige andere Bulls-Akteur mit zweistelliger Ausbeute war Flügelspieler Luol Deng (13 Zähler). Carlos Boozer (sieben Punkte) war dagegen kein Faktor.

"Wir haben in Abwehr und Angriff mit viel zu wenig Energie und Einsatz gespielt. Das hat sich gerächt", kritisierte Trainer Tom Thibodeau.

Rodman bringt kein Glück

Die Bulls fanden weder von draußen - nur drei von 20 Dreierversuchen fanden ihr Ziel - noch von der Freiwurflinie (16 von 26) ihren Rhythmus und verloren ihren Heimvorteil.

"Wir können uns nicht leisten, so aufzutreten. Sie hatten es heute sehr einfach", stöhnte der enttäuschte Rose.

Da half auch die Präsenz des ehemaligen Bullen Dennis Rodman nicht, der unter großem Applaus den Spielball übergeben hatte.

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