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LeBron James (r.) wurde 2008 in Peking mit den USA Olympiasieger © getty

Die Heat drehen am Ende auf und führen im Ost-Finale gegen Chicago nun 2:1. LeBron bringt die Entscheidung. D-Rose taucht ab.

Von Eric Böhm

München/Miami - Die Miami Heat bleiben in den NBA-Playoffs vor heimischem Publikum weiter ungeschlagen.

Das Starensemble gewann das dritte Conference-Finale gegen die Chicago Bulls 96:85 (43:40) und übernahm in der Best-of-Seven-Serie die 2:1-Führung. (Alles Spiele der Playoffs im SPORT1+ LIVESTREAM)

Diesmal war Chris Bosh das herausragende Mitglied von "Miami Thrice". Der Power Forward verwandelte 13 seiner letzten 15 Würfe und war mit 34 Punkten bester Scorer der Partie.

"CB war heute wirklich sehr gut drauf. Wenn bei uns ein Spieler so heiß ist, versuchen wir ihn immer wieder ins Spiel zu bringen", lobte LeBron James.

Bosh widerlegt Kritiker

Bereits zum Auftakt der Serie (Bericht) hatte Bosh - trotz der Niederlage - mit 30 Zählern eine starke Leistung abgeliefert. Nun strafte er seine Kritiker erneut Lügen.

Chicagos Carlos Boozer, der zuletzt selbst heftig in der Kritik stand, hatte nach dem Viertelfinale gesagt, Miami habe nur zwei großartige Spieler, nämlich James und Dwyane Wade. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Chris ist ein Profi. Er lässt sich von solchen Äußerungen nicht verrückt machen. Er gibt die Antwort lieber auf dem Court", stellte sich D-Wade vor seinen Teamkollegen.

LeBron bringt Vorentscheidung

Die Heat dominierten das Geschehen von Beginn an, konnten sich jedoch erst Mitte des Schlussabschnitts entscheidend absetzen.

LeBron James schloss einen 9:0-Zwischenspurt mit einem Drei-Punkte-Spiel zum 87:74 ab. Der "King" verbuchte zehn seiner insgesamt 22 Zähler im letzten Viertel und lieferte zudem zehn Assists.

"Ich kann mich nur wiederholen. Es ist immer noch eine lange Serie, aber wir sind auf dem richtigen Weg", resümierte James.

[kaltura id="0_r6dvmg9x" class="full_size" title="Miami geht in F hrung"]

Heat-Abwehr trumpft auf

Das Spiel wurde nicht ganz so hart geführt, wie das zweite Aufeinandertreffen in Chicago, trotzdem knüpften die Heat in der Defensive an ihren 85:75-Erfolg (Bericht) an.

"In dieser Serie wird dir nichts geschenkt. Du musst durchhalten. Dann hast du am Ende die Chance auf den Sieg", sagte Miamis Cheftrainer Erik Spoelstra

Sein Team hielt Chicago bei einer Trefferquote von unter 42 Prozent und bereitete Derrick Rose erneut ziemliche Kopfschmerzen.

D-Rose taucht ab

Der MVP kam auf 20 Punkte, wies aber erneut eine schwache Wurfquote auf - er verfehlte elf seiner 19 Versuche. Im Schlussviertel tauchte er fast völlig ab und markierte nur zwei Zähler.

"Ich bin frustriert. LeBron und Dwyane spielen nicht herausragend, trotzdem finden sie einen Weg zu gewinnen. Uns fehlt der absolute Wille", ärgerte sich D-Rose.

Gegen die stärkste Abwehr der K.o.-Runde trafen die Heat über 50 Prozent ihrer Würfe. Außerdem schenkten sie Chicago nach der Pause gleich 53 Punkte ein.

Spoelstra kritisch

Der angesprochene Wade hatte in der Tat nicht seinen besten Tag, steuerte aber immerhin 17 Zähler bei.

Backup Udonis Haslem sicherte anderthalb Minuten vor Schluss mit seinem Treffer zum 93:84 den siebten Playoff-Heimsieg am Stück.

Spoelstra hätte sich allerdings eine frühere Entscheidung gewünscht: "Wir führten im dritten Viertel bereits mit neun Punkten. Den Abschnitt hätten wir besser zu Ende bringen müssen."

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Boozer im Aufwind

Vor Spiel vier in der Nacht auf Mittwoch (ab 2.30 Uhr im SPORT1+ LIVESTREAM) muss Bulls Coach Tom Thibodeau dringend eine Antwort finden, sonst könnte die Serie früh zu Ende sein.

"Die Rebounds waren heute nicht das Problem, da hatten wir einen deutlichen Vorteil (41:32, Anm. die Red.). Wir haben ihnen aber zu viele offene Würfe ermöglicht", analysierte der Trainer des Jahres.

Immerhin befindet sich Boozer deutlich im Aufwind. Dem Power Forward (26 Zähler, 17 Rebounds) gelang ein ganz starker Auftritt.

Noah flippt aus

Zu allem Überfluss lieferte sich Center Joakim Noah auch noch ein Wortgefecht mit einem Fan, als er gerade von den Fernsehkameras eingefangen wurde. Offenbar beleidigte er den Mann mit einer schwulenfeindlichen Äußerung.

"Ich hatte mich nicht unter Kontrolle. Es tut mir leid. Ein Fan sagte etwas und ich reagierte darauf", entschuldigte sich Noah.

Die Liga wird sich wohl mit dem Vorfall befassen. Ihm könnte eine Geldstrafe drohen. Kobe Bryant wurde Anfang April für einen ähnlichen Ausraster mit einer Geldstrafe von 100.000 Dollar belegt.

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