vergrößernverkleinern
Dirk Nowitzki steht nach 2006 in diesem Jahr das zweite Mal mit Dallas in den Playoff-Finals © getty

Der deutsche Mavs-Superstar spricht vor den Finals gegen Miami über die Dallas-Chancen, LeBron James sowie sein Markenzeichen.

Von Olaf Mehlhose

München/Dallas - Er ist die Coolness in Person.

Dirk Nowitzki lässt sich von dem Trubel um die Finalserie gegen die Miami Heat (Spiel zwei, Fr., ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM) nicht aus der Ruhe bringen.

Am Montagabend deutscher Zeit nahm sich der 32-Jährige zwischen ausgedehntem Frühstück und Training noch Zeit für einen Pressetermin 64410(DIASHOW: Nowitzkis NBA-Karriere).

Anspannung? Nervosität? Zittrige Stimme? Keine Spur! Gutgelaunt und geduldig beantwortete der Superstar der Dallas Mavericks die Fragen der versammelten Presse.

Die Gelassenheit als fehlenden Fokus zu interpretieren, wäre aber ein Fehler. Bereits im Interview bewies Nowitzki, dass er zupacken kann, wenn es nötig ist.

"Ich will der Beste sein", sagte der Power Forward der Mavericks auf die Frage nach seiner Motivation und stellt danach klar: "Ich will das Ding holen." (Highlights der Conference-Finals, Di., ab 22.30 im TV auf SPORT1).

Außerdem sprach Nowitzki über das Duell mit LeBron James, Dallas' überraschenden Playoff-Run in der NBA und über seinen unnachahmlichen Fadeway. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Dirk Nowitzki über...

... die Titelchancen in diesem Jahr:

"Wir sind eine sehr erfahrene Mannschaft. 2006 waren wir das jüngere Team. Nach dem 2:0 haben wir ein paar Fehler gemacht. Ich glaube, das wird uns diesmal nicht passieren. Die Erfahrung hat uns sehr weit gebracht, gerade gegen Ende der Spiele haben wir sehr gut verteidigt. Die Defense wird gegen Miami sehr wichtig sein. Zusätzlich haben wir im Angriff viele Waffen. Das hat uns bisher sehr weit gebracht, und ich hoffe, dass das in den Finals so weitergeht." (Hartgekochte Mavericks verjagen "Softie-Image")

[kaltura id="0_arwbryxt" class="full_size" title="Showdown kann beginnen"]

... über den Traum vom Ring und sein Image als der Unvollendete:

"Ich mache mir da keine Sorgen drum. Ich will der Beste sein. Und im Mannschaftssport ist es meine Motivation, in der besten Mannschaft zu spielen. Ob mit oder ohne Ring ist mir eigentlich egal. Ich will das Ding in diesem Jahr holen, daran werde ich alles setzen."

... über LeBron James:

"Er hat eigentlich keine Schwachstelle. Er kann zum Korb gehen, er kann aufposten und er ist ein exzellenter Passgeber. Wenn er von außen trifft, dann wird es schwer. Wir können ihn nicht mit einem Mann verteidigen, wir müssen als Team versuchen, ihm seinen Freiraum zu nehmen. Er wird seine Punkte trotzdem machen, weil er ein großartiger Spieler ist. Ich habe ihn beim All-Star Game kennengelernt, er ist ein netter Typ. Aber in der Finalserie heißt es Dallas oder Miami. Und einer muss gewinnen."

... über ein mögliches direktes Duell mit "King James":

"Bisher hat er mich nicht allzu oft verteidigt. Er ist ein guter Verteidiger, sehr kräftig, aber auch sehr schnell. Wenn er wirklich auf der vier spielt, müssen wir uns als Team anpassen und ein bisschen anders spielen. Wir sollten das aber unserem Coach überlassen, der wird schon einen Weg finden."

... über den überraschenden Erfolg in den Playoffs:

"Spiel vier in Portland war für uns sehr wichtig. Die haben das Spiel noch umgedreht. Aber gerade die Niederlage, hat uns als Mannschaft zusammengebracht. Danach haben wir Spiel fünf und Spiel sechs gewonnen, dadurch haben wir dann richtig Schwung bekommen und von da an sehr guten Basketball gespielt."

[image id="8e17f133-6477-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

... über Aufbauspieler Juan Jose Barea:

"Ich habe ihn das erste Mal vor ein paar Jahren im Trainings-Camp gesehen. Er hat da sehr gut gespielt. Für seine Größe ist er ein sehr guter Scorer. Am Anfang dachte ich aber, er ist ein bisschen klein, doch er hat ein großes Herz und hat sich echt gut durchgesetzt." (Späte Rache für den "Jet"?).

... über den Fadeaway-Jump-Shot:

"Trainieren tue ich den eigentlich nicht. Das hat sich irgendwie im Spiel entwickelt. Ich schiebe ein paar Runner im Training, aber das ist nicht der einzige Wurf an dem ich arbeite. Da mir die Jungs nur sehr wenig Platz zum Werfen lassen, ist das für mich eine guter Weg noch ein bisschen Freiraum zu kriegen. Mein Wurf geht ja ziemlich schnell. Ich mache einen kurzen Schritt zurück, das langt normalerweise, um über den Verteidiger drüber zu schießen. Meine Größe ist da auch ein Vorteil. Wenn ich den Freiraum habe und die Balance einigermaßen stimmt, ist die Chance ganz gut, dass er rein geht. Ich habe ja ein ganz gutes Händchen."

... über das Einüben des Wurfes mit Mentor Holger Geschwindner:

"Nein, gar nicht. Ich glaube, Holger mag den gar nicht so, dass ist ihm ein bisschen zu viel Fadeaway."

... über die Chance, wieder in Deutschland zu spielen:

"Das ist im Moment zu weit weg. Ich habe letztes Jahr in Dallas noch einmal für vier Jahre unterschrieben. Jetzt warten wir diese Zeit erst einmal ab und schauen danach weiter."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel