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Dwyane Wade (l.) war 2009 Scoring-Champion der NBA © getty

Miamis Dwyane Wade brilliert im ersten Finale gegen Dallas wie früher. Nowitzki zollt Respekt. LeBron bringt ihn in die Spur.

Von Eric Böhm

München/Miami - Die Dallas Mavericks haben die letzten fünf Jahre damit verbracht, ihr Finals-Trauma von 2006 zu verarbeiten.

Im ersten NBA-Endspiel 2011 erweckten die Miami Heat und insbesondere Dwyane Wade die Erinnerung wieder zum Leben. (Die Finals LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

Der neben Forward Udonis Haslem dienstälteste Heat-Akteur wirbelte die Mavericks im letzten Viertel durcheinander und erreichte fast die großartige Form, die ihn damals zum MVP der Finalserie machte.

"Ich wollte einfach aggressiv sein. Das ist für mich der Schlüssel zum Erfolg. Ich hatte das Selbstvertrauen und es hat geklappt", freute sich "Flash".

Wade trumpft auf wie 2006

2006 hatte Wade Dallas mit vier unglaublichen Auftritten - er markierte 42, 36, 43 sowie 36 Punkte - den fast schon sicher geglaubten Titel nach einem 2:0-Vorsprung in der Serie noch entrissen.

"An damals habe ich überhaupt nicht gedacht. Ich habe mich einfach auf mein Spiel konzentriert", sagte der siebenmalige All-Star bei der Pressekonferenz.

Diesmal erzielte er bei dem letztlich verdienten 92:84-Triumph 15 seiner 22 Zähler in der zweiten Hälfte und sammelte zusätzlich noch zehn Rebounds und sechs Assists.

Nowitzki zollt Respekt

Seine Schulterverletzung machte D-Wade zwar deutlich zu schaffen - unter anderem wurde er in der ersten Hälfte dreimal geblockt - aber in der Crunch-Time entschied er gemeinsam mit LeBron James die Partie.

"Sie haben zwei der besten Closer überhaupt. Wenn es um alles geht, kannst du sie nur ganz schwer stoppen", sagte Dirk Nowitzki, der einst Wades Sternstunden hautnah miterlebt hatte.

Vor allem der Monster-Block sowie der folgende Dreier zum zwischenzeitlichen 82:73 beeindruckten und brachten die American Airlines Arena zum Kochen.

[kaltura id="0_51mxccba" class="full_size" title="Nowitzki Auftakt verpatzt und verletzt"]

Wade lobt Bosh

Sein Traumpass auf Chris Bosh, der mit einem spektakulären Dunking abschloss, war die Krönung für den 29-Jährigen.

"Chris ist über die gesamten Playoffs gesehen immer besser geworden. Er ist jetzt viel aktiver und bietet sich ständig, damit macht er es mir relativ leicht", schob Wade das Lob für seine Leistung an seinen Power Forward weiter.

Die Mavericks scheinen dem blitzschnellen Guard einfach zu liegen, selbst der Star-Stopper Jason Kidd konnte Wade im letzten Viertel nicht halten.

Auch Kidd kann ihn nicht stoppen

Der 38-jährige Routinier hatte in den K.o.-Runden zuvor Kobe Bryant oder Kevin Durant in der Schlussphase der Spiele ein ums andere Mal zu Statisten degradiert.

Doch selbst der angeschlagene Wade hatte noch deutliche Schnelligkeitsvorteile und verwandelte auch zwei wichtige Dreier.

"So gewinnen wir unsere Spiele momentan. Selbst wenn wir über drei Viertel nicht richtig ins Spiel kommen, verlieren wir nicht die Nerven. Das zeichnet uns aus", beschrieb der Matchwinner das Erfolgsrezept.

James baut ihn wieder auf

Dabei lief es in der Halbfinalserie gegen Chicago - das Team seiner Heimatstadt - für den Superstar bisher alles andere als optimal.

"King James" brachte seinen Kumpel danach wieder in die Spur. Er drängte D-Wade dazu, sich die Finalspiele von 2006 nochmal anzusehen.

"Er wollte mich damit herausfordern. Um ehrlich zu sein, habe ich mir gestern Abend Spiel drei von damals angeschaut. Vielleicht hat es mir ein wenig geholfen", bedankte er sich "LBJ".

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