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Kevin Garnett erzielte gegen Portland 14 Punkte und elf Rebounds © getty

Drei Teams dominieren die NBA. Die Boston Celtics, L.A. Lakers und Cleveland Cavaliers machen einer Legende Konkurrenz.

Von Julian Ignatowitsch

Beim Blick auf die Zahlen könnte einem schon angst und bange werden.

Zusammengenommen haben die Boston Celtics, Los Angeles Lakers und Cleveland Cavaliers nach knapp einem Viertel der regulären Saison eine Bilanz von 51 Siegen zu sieben Niederlagen.

Die drei Teams dominieren die NBA bis zum jetzigen Zeitpunkt, wie es selten zuvor der Fall war.

Auch in der Nacht auf Samstag verbuchten die scheinbar Unbesiegbaren jeweils souveräne Erfolge und beschwören damit einen gewagten Vergleich herauf.

Ein legendärer Rekord

Nämlich den mit dem legendären Team der Chicago Bulls um Michael Jordan Mitte der 90er Jahre.

In der Saison 1995/96 legten die Bulls mit 72 Siegen die beste Saison der NBA-Geschichte hin und wurden schließlich souverän Meister. Doch der Rekord ist in Gefahr (Ergebnisse und Tabellen).

Wenn es für Boston, Los Angeles und Cleveland so weiter läuft wie bisher, könnten gleich alle drei Mannschaften die unglaubliche Bestmarke überbieten.

Boston: "Das beste Team der Welt"

Die besten Chancen darauf besitzt der amtierende Meister aus Boston. Nach dem 93:78 gegen die Portland Trail Blazers, dem elften Sieg in Folge, weist der Rekordchampion eine 19:2-Bilanz auf.

"Sie sind einfach das beste Team der Welt", staunte Gegenspieler Greg Oden nach der Niederlage seiner "Pfadfinder". Boston besiegte das zweitbeste Team der Western Conference nahezu mühelos.

Neben den "Big Three" Kevin Garnett (14 Punkte, elf Rebounds), Paul Pierce (13 Punkte) und Ray Allen (19 Punkte) überzeugte dabei einmal mehr Spielmacher Rajon Rondo, der 16 Punkte, acht Rebounds und sieben Assists verbuchte.

Die Celtics zeichneten sich erneut durch eine geschlossene Mannschaftsleistung aus. Alle Spieler der Starting Five punkteten zweistellig.

Cleveland verteidigt die Festung

Nicht weniger souverän präsentierten sich die Cavliers bei ihrem 97:73-Sieg gegen die Indiana Pacers. LeBron James und sein Gefolge verteidigten die Festung "Quicken Loans Arena" auch im elften Spiel erfolgreich und verbuchten den 16. Sieg im 19. Spiel.

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Der "King" war dabei nicht mal richtig gefordert, schrammte mit elf Punkte, ebenso vielen Rebounds und acht Assists dennoch nur knapp an einem Triple Double vorbei.

"Sie sind derzeit wie eine Dampfwalze - einfach nicht zu stoppen", musste Pacers-Coach Jim O'Brien anerkennen.

Lakers bezwingen Wizards

Etwas mehr Mühe hatten die Los Angeles Lakers, die sich zu einem 106:104 bei den Washington Wizards kämpften.

"Wir haben noch viel mehr drauf. Aber ein Sieg ist ein Sieg", analysierte Kobe Bryant, der sein Team mit 23 Zählern und je sieben Rebounds und Assists anführte.

Die Lakers bleiben mit 16 Siegen bei nur zwei Niederlagen das Maß aller Dinge im Westen.

Drei Rekorde? - Meister wird nur ein Team

Der Rekord von Michael Jordan und den Chicago Bulls ist also nicht nur einmal gefährdet. Nach den Hochrechnungen amerikanischer NBA-Experten ist eine neue Bestmarke durchaus möglich.

Doch selbst wenn es gelingen würde - die sechs Meisterschaften, die Michael Jordan in seiner Zeit bei den Bulls gewann, sind für die Protagonisten von heute noch in weiter Ferne.

Was helfen drei Rekorde, wenn am Ende nur einer Meister werden kann?

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