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Jason Terry wurde 2009 zum besten sechsten Mann der NBA gewählt © getty

Dallas setzt im dritten Finale gegen Miami auf den Heimvorteil. "Jet" heizt die Stimmung an. Heat-Athletik macht Nowitzki Sorgen.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks sind sich der immensen Bedeutung des dritten NBA-Finals (ab 2 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM) bewusst.

Nach dem durchaus glücklichen 1:1-Split bei den Miami Heat setzt das Team um Dirk Nowitzki in dem Schlüsselspiel der Best-of-Seven-Serie auf seinen Heimvorteil (Jetzt mitspielen: Werden Sie SPORT1 Tipp-König!).

"Wir haben ein Spiel in Florida gestohlen, deshalb wollen wir mit unseren extrem lauten Fans im Rücken den Heimvorteil behaupten", meint der Würzburger.

Das Starensemble der Heat braucht dagegen aus den drei Partien in Dallas mindestens einen Sieg, um das Geschehen zurück nach Florida zu verlagern.

"Jet" heizt Stimmung an

Das wird allerdings eine schwere Aufgabe, schließlich gewann Miami zuletzt während der Finals 2006 im American Airlines Center.

Damals verfehlte Jason Terry mit einem Dreier den potenziellen Ausgleich, und die Heat konnten ihre erste Meisterschaft feiern.

Der "Jet" stachelt die heimischen Fans an: "Wir sind zu Hause. Ich erwarte, dass unsere Fans komplett ausflippen. Das wird dem Team einen Kick geben."

Carlisle warnt

Die Mavericks verloren in den Playoffs 2011 bisher nur ein Heimspiel - im zweiten Halbfinale gegen Oklahoma City (Bericht) - trotzdem warnt Coach Rick Carlisle seine Schützlinge.

"Wir spielen vor heimischer Kulisse, das gibt uns aber keine Sieggarantie. Dafür sind die Heat zu gut", betont der 51-Jährige.

In der Tat verloren LeBron James und Co. seit Anfang März nicht mehr zwei Partien in Folge und siegten nach Niederlagen mit durchschnittlich fast zwölf Punkten Vorsprung.

[kaltura id="0_qooxzs5a" class="full_size" title="Nowitzki voll konzentriert"]

James kämpferisch

Außerdem waren sie - gleichauf mit den Mavericks - die beste Auswärtsmannschaft der regulären Saison.

"Ich freue mich drauf. Die Niederlage war schon sehr bitter, aber jetzt ist ein neuer Tag. Wir sind zurück", gibt sich "King James" kämpferisch. 412486(DIASHOW: Die NBA-Finals 2011)

"LBJ" und Dwyane Wade mussten nach der 93:95-Heimpleite (Bericht) speziell für ihre Jubelarie unmittelbar vor dem kolossalen Einbruch viel Kritik einstecken.

Jetzt schlug James zurück und attackierte Terry: "Auch Dallas hat schon einige Runs bejubelt. Wenn J.T. seine Flügel ausbreitet, zählt das für mich auch als Feier. Er wird dafür aber nicht kritisiert. Wenn es um die Heat geht, wird alles aufgeblasen."

Ballverluste abstellen

Die Mavs wissen dagegen, dass sie viel besser spielen können und auch müssen.

Nachdem sie ihre Rebound-Schwäche vom Finals-Auftakt (Bericht) in der zweiten Partie umdrehen konnten, war die mangelnde Ballkontrolle das Hauptproblem.

20 Ballverluste ermöglichten den Heat ein Drittel ihrer gesamten Offensivausbeute.

"Das dürfen wir uns nicht erlauben. Sie haben zwei der athletischsten Spieler, die ich je gesehen habe. Das heißt, wir schenken ihnen mit jedem Ballverlust einen Korbleger", warnt Nowitzki. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

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Nowitzki stützt Stojakovic

Die großen Comebacks sind zwar äußerst spektakulär, aber nicht ewig zu wiederholen. Daher hoffen die Gastgeber zur Abwechslung auf einen besseren Start.

Dabei könnte ein Peja Stojakovic in Normalform sicher helfen. Nach seinem unterirdischen Kurzauftritt in Spiel zwei hat der Serbe etwas gutzumachen.

"Peja stehen sie wirklich auf den Füßen. Wenn sie so gegen ihn spielen, hat er es schwer. Wir müssen für alle unsere Schützen mehr Freiräume schaffen", nimmt Nowitzki den Routinier in Schutz.

Haywood weiter fraglich

Dabei wäre ein Erfolg für die Mavericks besonders wichtig. Denn seit die Finals im 2-3-2-Format ausgetragen werden, stand es elfmal 1:1. Jedes Mal feierte der Sieger des dritten Duells am Ende die Meisterschaft.

Ob Brendan Haywood dabei helfen kann, entscheidet sich erst unmittelbar vor Spielbeginn. Der Backup-Center konnte aufgrund seiner Hüftverletzung nicht trainieren.

"Ich kann es noch nicht abschätzen. Wir müssen abwarten, wie ich fühle", so Haywood bei den "Dallas Morning News".

Der Franzose Ian Mahinmi stünde als Ersatz für den Ersatz auf der großen Position bereit. Auch der Rückgriff auf kleinere Aufstellungen - mit Nowitzki unter dem Korb - ist zwischendurch denkbar.

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