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Dirk Nowitzki (r.) spielt bereits seit 1998 für die Dallas Mavericks © getty

Diesmal kann Nowitzki die Aufholjagd nicht abschließen. Dallas verpatzt das dritte Endspiel gegen Miami und liegt nun 1:2 hinten.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben im Kampf um die Meisterschaft einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen müssen.

Dirk Nowitzkis Team unterlag im dritten NBA-Finale zu Hause gegen die Miami Heat 86:88 (42:47) und liegt in der Best-of-Seven-Serie nun mit 1:2 in Rückstand.

Der deutsche Ausnahmeakteur (34 Punkte, elf Rebounds) zeigte zwar erneut seine Extraklasse, verfehlte jedoch mit der Schlusssirene den Ausgleich. (Die Finals LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

"Dieser Wurf ist für mich machbar, unglücklicherweise ging er nicht rein. Sie verteidigen sehr stark und nehmen unsere Schützen aus dem Spiel. Trotzdem hatten wir unsere Möglichkeiten. Das ist bitter", meinte "Dirkules" im Anschluss.

Nowitzki bringt Mavs im Alleingang zurück

Vorher hatte Nowitzki die Mavericks im Alleingang zurück ins Spiel gebracht, als er mit zwölf Zählern innerhalb von vier Minuten aus einem 74:81-Rückstand das 86:86 machte.

Dann nahm das Unheil aus Sicht des MVP von 2007 seinen Lauf. Nach Chris Boshs Treffer zum 88:86 unterlief Nowitzki 30 Sekunden vor dem Ende zunächst ein unnötiger Ballverlust.

"Shawn Marion war in der Ecke frei. Eigentlich wollte ich werfen. Als Wade zum Doppel kam, passte ich raus, aber Shawn war zum Korb gegangen", beschrieb der All-Star das Missverständnis. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Buzzer-Beater fällt nicht

Der unterdurchschnittlich agierende LeBron James (17 Zähler, sechs von 14 aus dem Feld) verfehlte wenig später einen Dreier und gab den Mavericks noch eine letzte Chance.

Nowitzki bekam den Ball auf Höhe der Freiwurflinie, setzte seinen patentierten Sprungwurf im Rückwärtsfallen an, wurde aber von Udonis Haslem gut verteidigt und verpasste mit der Schlusssirene den Ausgleich.

"Er ist ein großartiger Spieler. Mit seiner Größe kann er über mich drüber werfen. Ich wollte es ihm trotzdem so schwer wie möglich machen", so Miamis Forward.

[kaltura id="0_fd4rk2cu" class="full_size" title="Nowitzki im Pech Heat feiern"]

"Jemand muss Dirk unterstützen"

Vorher hatte Dallas wiederholt diverse Rückstände wettgemacht. In der ersten Hälfte lagen die Heat bereits mit 14 Zählern in Front, im dritten Abschnitt stand es zwischenzeitlich 55:42 zugunsten der Gäste.

Nowitzki brachte seine Mannschaft jedoch immer wieder heran. Im Gegensatz zu dem Last-Minute-Erfolg in Spiel zwei (Bericht), reichten diesmal selbst herausragende 15 Punkte im letzten Viertel nicht aus 412486(DIASHOW: Die NBA-Finals 2011). Am Ende forderten die kräftezehrenden Aufholjagden ihren Tribut.

"Bei uns muss endlich jemand Dirk unterstützen. Es kann nicht sein, dass wir uns am Ende immer auf ihn verlassen", kritisierte Jason Kidd.

"Rückstände rächen sich"

Der Spielmacher machte mit neun Zählern sowie zehn Assists ein ordentliches Spiel, sein Ersatz J.J. Barea - er verfehlte sechs seiner acht Versuche aus dem Feld - konnte sich dagegen erneut kaum in Szene setzen.

Jason Terry (15 Punkte) war neben dem Würzburger noch der auffälligste Maverick, traf aber auch lediglich fünf seiner 13 Würfe. Ansonsten punktete nur Shawn Marion (10) zweistellig.

"Wir fangen uns immer wieder Rückstände ein. Trotz der vielen Comebacks rächt sich das irgendwann", sagte "Jet" den "Dallas Morning News".

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Triumphale Rückkehr für Bosh

Bei den Heat, die mit dem Sieg ihren Heimvorteil zurückholten, Dwyane Wade war mit 29 Punkten einmal mehr der beste Spieler.

"Das ist ein toller Sieg. Wir wollten in der Endphase den Korb attackieren und beweisen, dass wir auch in der Abwehr ein Spiel gewinnen können. Das hat heute geklappt", freute sich der Guard bei "espn".

Bosh ließ sich in seiner Heimatstadt von einer Blessur am linken Auge nicht aufhalten und steuerte neben dem entscheidenden Treffer insgesamt 18 Punkte bei.

Mavs unter Druck

Dass Nowitzki seine Freiwurfserie auf 37 Treffer hintereinander ausbaute, dürfte den 32-Jährigen herzlich wenig interessiert haben.

Die Gastgeber müssen sich vor allem etwas gegen die drückende Überlegenheit der Heat in der Zone einfallen lassen. Miami markierte fast doppelt so viele Punkte (40:22) in Korbnähe.

Das vierte Duell findet in der Nacht auf Mittwoch erneut in Dallas (ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM) statt. Dann stehen die Mavericks gewaltig unter Druck, denn ein 1:3-Rückstand wäre fast schon die Vorentscheidung.

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