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Dirk Nowitzki (r.) wird in Spiel drei ständig von mindestens zwei Gegnern attackiert © getty

Nach Dallas' bitterer Pleite im dritten Endspiel wurmen Dirk Nowitzki vor allem die Schwächephasen. J-Kidd übt harsche Kritik.

Von Eric Böhm

München - Nach dem bitteren 86:88 im dritten NBA-Finale gegen die Miami Heat (Bericht und 412486Bilder) ist bei den Dallas Mavericks Ernüchterung eingekehrt. (Die Finals LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)

Dirk Nowitzki kritisierte vor allem die Schwächephasen: "Wir können nicht ständig mit 15 Punkten in Rückstand geraten. Das geht auf Dauer nicht gut."

Teamkollege Jason Kidd forderte im Anschluss vor allem mehr Unterstützung für den überragenden Würzburger.

Die Heat lobten vor allem Udonis Haslem für seine Verteidigung in der entscheidenden Szene.

SPORT1 fasst die Stimmen zu Spiel drei zusammen.

Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks) : "Wir dürfen uns nicht ständig diese großen Rückstände einfangen. Wir reagieren nur. Im ersten Viertel fingen wir schwach an und kamen zurück. Im dritten Viertel geht es wieder von vorn los. Sich immer wieder heran zu kämpfen, kostet extrem viel Energie. Bei Boshs spätem Treffer hatten wir einen mentalen Aussetzer. Jetzt haben wir eine Must-Win-Situation." (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Coach Rick Carlisle (Dallas Mavericks) : "Dirk weiß, dass er die Hauptlast tragen muss. Er muss nicht nur punkten, sondern auch die Bälle verteilen. Er braucht mehr Unterstützung, aber wir haben uns immer wieder selbst tiefe Löcher gegraben. Das war unser Hauptproblem. Es war ja klar, dass es nicht einfach werden würde. Wir haben für untypische Fehler gemacht. Wenn James aus unseren Ballverlusten Dunkings macht, ist es schwer zu gewinnen."

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Jason Kidd (Dallas Mavericks) : "Das erst Viertel war ganz wichtig. Die nächsten drei Abschnitte haben wir gewonnen. Chalmers stand bei seinem Dreier auf der Linie, er hätte also nicht zählen dürfen. Das ist bitter für uns. Trotzdem kamen wir auf 86:86 heran, dann haben wir einige Möglichkeiten nicht genutzt. Bisher macht nur Dirk seinen Job. So kann es nicht weitergehen."

Tyson Chandler (Dallas Mavericks) : "Es war eine verschenkte Gelegenheit. Wenn Dirk den letzten Wurf hat, bin ich eigentlich zuversichtlich, aber es hat nicht sollen sein. Unsere Abwehr ist eigentlich gut, aber durch Ballverluste laden wir sie zu Schnellangriffen ein. Das müssen wir abstellen."

Dwyane Wade (Miami Heat) : "Der Sieg ist großartig. Für uns war dieses Spiel eine Must-Win. Denn wir wollten unbedingt den Heimvorteil zurückerobern. Wir haben jeden ihrer Runs gekontert. Ich versuche als Führungsspieler mit gutem Beispiel voranzugehen. Ich war 2006 schon in dieser Situation und wollte einfach aggressiv sein."

LeBron James (Miami Heat) : "Es geht um das gegenseitige Vertrauen. Chris Bosh war vor seinem entscheidenden Treffer ganz frei, also habe ich nicht gezögert, ihn zu bedienen. D-Wade hatte im Angriff einen Lauf. Wenn sie sich das Spiel anschauen, werden sie sehen, was ich in der Abwehr geleistet habe. Es geht nicht immer um Punkte."

Coach Erik Spoelstra (Miami Heat) : "Unter den Bretter war es ein echter Faustkampf. Beide Teams wissen um die Bedeutung der Rebounds. Wir haben uns gut geschlagen. Nowitzki ist ein gefährlicher Spieler, aber Haslem hat einen guten Job gemacht. Er hat ihn zu einem Fadeaway gezwungen, viel mehr kannst du nicht verlangen. Wir wollten ihre gefährlichen Schützen ausschalten, sonst bekommst du gegen Dallas schnell Probleme."

Chris Bosh (Miami Heat) : "In meiner Heimat den entscheidenden Treffer zu setzen, ist ein tolles Gefühl. Trotzdem geht es in erster Linie um eine Meisterschaft. Ich habe noch viel Raum zur Verbesserung und muss einen besseren Rhythmus entwickeln."

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