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...drehen die Mavericks auf und kommen in die Serie zurück. Die nächsten drei Spiele gehen verloren und...
LeBron James (l.) wurde 2009 und 2010 zum MVP gewählt © getty

Vor dem fünften Finale stehen Dallas und Miami unter Druck. Nowitzki fühlt sich gut. LeBron gibt Rätsel auf und wird verspottet.

Von Eric Böhm und Markus Krawinkel

München/Dallas - Es ist für beide Kontrahenten das wohl wichtigste Spiel der NBA-Finals.

Die "Dallas Morning News" titelt sogar vom geschichtsträchtigsten Spiel der Klubhistorie.

Nach vier unglaublich umkämpften Partien stehen sowohl die Dallas Mavericks als auch Miami Heat im fünften Duell (ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM) unter riesigem Druck.

Die Heat verspielen ständig komfortable Führungen und Dirk Nowitzkis Team will und darf unter keinen Umständen mit einem Rückstand nach Florida reisen.

"Wir wollen natürlich nicht nach Miami gehen und denen zwei Chancen geben, das Ding zu gewinnen. Von daher wird es ein Riesenspiel", meint der Superstar vor dem SPORT1-Mikrofon.

Nowitzki fühlt sich besser

Nach seiner unfassbaren Leistung mit über 38 Grad Fieber (Bericht), fühlt sich Nowitzki bereit für das nächste Endspiel. (BERICHT: 39-Grad-Nowitzki - "Ein Restrisiko bleibt")

"Ich habe noch etwas Temperatur, aber das Fieber ist so gut wie weg. Ich habe auch einigermaßen gut geschlafen", so der MVP von 2007. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

Im definitiv letzten Heimspiel wird er erneut im Fokus stehen, denn in drei der vier bisherige Finalduelle nahm Nowitzki den letzten und entscheidenden Wurf.

Den großen Unterschied machte zuletzt die wieder deutlich verbesserte Teamleistung der Mavericks, die ihren kränkelnden Schlüsselspieler endlich wieder wirkungsvoll unterstützten.

Barea bringt Schwung

Rick Carlisles überfällige Änderung in der ersten Fünf brachte sowohl im Angriff als auch in der Abwehr frischen Wind.

"Es gab mehrere Gründe. Miami hat viele gefährliche Spieler, wir wollten mehr Playmaker auf dem Feld haben. Es hat sich gelohnt", freut sich der Coach.

J.J. Bareas Dynamik macht die Mavs schwerer ausrechenbar. Außerdem entlastet er Jason Kidd im Aufbau.

"Ich spiele gern mit J-Kidd. Er gibt mir den Ball und fordert, ich solle attackieren. Wenn dir das einer wie er sagt, dann machst du das auch", erklärt der kleine Puerto Ricaner.

[kaltura id="0_6lib461u" class="full_size" title="Showdown in Dallas"]

D-Steve legt nach

Aber auch der aus der Startelf degradierte DeShawn Stevenson (elf Zähler) ließ sich nicht hängen und zeigte als Shawn Marions Backup auf dem Flügel eine starke Leistung.

Aufgrund der guten Vorstellung wird Carlisle wohl bei dieser Formation bleiben. An LeBron James' schwachem Auftritt hatte D-Steve mit seiner guten Verteidigung einen nicht zu unterschätzenden Anteil.

In seiner persönlichen Fehde mit dem Superstar legt Stevenson weiter nach: "Er war nicht er selbst. Er hat nicht attackiert und ließ das Spiel einfach auslaufen."

Bereits vor der letzten Partie hatte der 30-Jährige "King James" als Schauspieler bezeichnet. Seit 2008 liegen die beiden im Clinch. Damals sagte Stevenson, James sei "überschätzt".

James gibt Rätsel auf

Die Heat rätseln wie sie ihren "gefallenen König" nach seinem schwächsten Playoff-Auftritt (acht Pünktchen) überhaupt wieder in die Spur bringen 412486(DIASHOW: Die NBA-Finals 2011).

"Wir müssen es LeBron leichter machen. Ich muss sicher stellen, dass er in die Positionen kommt, wo er aktiv sein kann", nimmt Trainer Erik Spoelstra die Schuld auf sich.

Wade hofft auf Reaktion

Es fällt auf das "LBJ" kontinuierlich nachlässt und viel zu oft unmotivierte Dreier nimmt, anstatt seine große Dynamik auszuspielen.

Er wirkt fast phlegmatisch. Zum Vergleich: Michael Jordan erzielte in einem Finalspiel nie weniger als 22 Zähler.

"Wir verlieren kein Spiel, weil ein Spieler nicht trifft. Selbstverständlich weiß ich, dass er antworten wird. Vielleicht gelingt ihm sogar etwas so Großartiges, dass man danach nicht mehr über Spiel vier reden wird", hofft Teamkollege Dwyane Wade.

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Nelson lobt Nowitzki

Im Gegensatz dazu setzt Nowitzki seinen Aufstieg in den Olymp der Basketball-Götter unbeirrt fort.

Er trotzt Verletzungen, Krankheiten und liefert ein Hollywood-reifes Ende nach dem nächsten.

"Es ist interessant. Wade und James werden immer als Supermänner bezeichnet. Aber unser Star war nie wirklich ein Star, weil er aus Europa kam, als Softie verschrien war oder die großen Spiele nicht gewann. Das gilt nun wohl nicht mehr", sagt Teampräsident Donnie Nelson.

Haywood fraglich

Während Nowitzki keine Zweifel an seinem Einsatz aufkommen lässt, steht hinter Brendan Haywood nach seinem unfreiwilligen Kurzauftritt in Spiel vier ein großes Fragezeichen.

"Ich muss auf die Ärzte hören, ob die Hüfte mitspielt. Ich muss abwarten", gibt der Backup-Center keine Prognose ab.

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