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LeBron verlor 2007 mit den Cleveland Cavaliers die Finals gegen San Antonio © getty

Aus der angekündigten Meisterschaft wurde es für Miami gegen Nowitzkis Mavs nichts. Für LeBron James nicht das erste Mal.

Von Jakob Gajdzik

Miami/München - Er war der Erste, der mit gesenktem Kopf in die Kabine schlich.

LeBron James sollte der Star der NBA-Finals gegen die Dallas Mavericks werden.

Stattdessen wurde er zur Randfigur degradiert und musste Dirk Nowitzki und Dallas die große Bühne überlassen.

Die 95:105-Niederlage in den eigenen vier Wänden der American Airlines Arena beendete alle Träume einer möglichen Meisterschaft und hievte stattdessen die Texaner auf den NBA-Thron (Bericht, 412486Bilder und Video).

James stand sinnbildlich für die Enttäuschung der Miami Heat nach der verspielten Meisterschaft.

"War in den Finals nicht zu den Leistungen in der Lage"

"Es ist eine persönliche Niederlage, natürlich", sagte der gestürzte "King James" im Anschluss. Bereits zum zweiten Mal, nachdem ihm das gleiche Schicksal bereits 2007 mit den Cleveland Cavaliers gegen die San Antonio Spurs widerfahren ist.

"Wir waren nicht in der Lage, spät im Spiel unsere Sets abzurufen. Ich war nicht in der Lage, in die Zone zu kommen. Sie haben uns sehr gut verteidigt.", versuchte der 26-Jährige, Erklärungsansätze zu finden.

Zu seiner eigenen Leistung sagte der Topstar: "Manchmal läuft es und manchmal nicht. In den Finals war ich zu den nötigen Leistungen nicht in der Lage."

"Genickbruch" durch Barea

Einen Knackpunkt in der Partie hatte "The Chosen One" ebenfalls ausgemacht: "Bareas Dreier kurz vor Ende der Shotclock (84:77) im letzten Viertel hat uns im Nachhinein das Genick gebrochen. Wir sind in ein Loch gefallen. Das darf nicht passieren."

[kaltura id="0_azrvsuwa" class="full_size" title="Nowitzki holt den Titel in Miami"]

Beste Heat-Phase ohne James

Ein Loch, in dem der MVP der Jahre 2009 und 2010 die gesamten Finals zu stecken schien (Bericht: "LeNon": Schmutzwäsche als Zentnerlast)

Bezeichnend, dass Miami seine beste Phase mit einem 14:0-Run hatte, als James nicht auf dem Court war.

Am Ende zog James' Krise ganz Miami runter. Eine 2:1-Playoff-Führung wurde aus der Hand gegeben.

Die Rolle als Star der Finals nahm statt James Dirk Nowitzki ein.

Nicht nur, dass er zum MVP der Serie gekürt wurde, auch prasselte auf Dirkules Lob von allen Seiten ein, während James erneut nur die Rolle des Nebendarstellers zuteil wurde (EINWURF: Der beste Sportler der Welt).

"D-Wade" zeigt sich als fairer Verlierer

Auch Dwyane Wade sah sich mit der Vergangenheit konfrontiert. 2006 gelang ihm mit den Heat dasselbe Kunststück, was jetzt die Mavericks vollbrachten. Nun blieb für ihn die Verlierer-Rolle auf heimischem Boden.

"Respekt für die Dallas Mavericks. Sie haben ein großes Team. Offensichtlich waren sie besser als wir. Sie hatten die größere Entschlossenheit. Aber wir sind nicht gescheitert, wir haben nur vier Basketballspiele verloren", relativierte "D-Wade" jedoch gleich das Ausmaß der Niederlage. (Bericht: Die Stimmen)

"Flash" blickte auch bereits auf die nächste Saison: "Im ersten Jahr haben wir es nicht geschafft, jetzt versuchen wir es eben im nächsten nochmal"

"Hoffentlich gewinne ich nächstes Mal zwei Spiele mehr"

Auch LeBron James sah in der Niederlage einen Funken Hoffnung.

Im Vergleich zu seiner letzten Final-Pleite mit den Cavs gegen die Spurs sagte er: "Ich arbeite jeden Tag hart. Ich habe jetzt zwei Spiele mehr gewonnen als 2007. Hoffentlich gewinne ich beim nächsten Mal zwei Spiele mehr als 2011."

Allein, sein persönlicher Fortschritt ist für die Miami Heat kein Trost. Das Ziel vor der Saison war unmissverständlich: Der Titel sollte her.

Worte holen "King James" ein

Mit großspurigen Aussagen hatte sich die Star-Truppe diese Bürde selbst auferlegt.

Und so werden James seine Worte vom Saisonbeginn im Nachhinein um die Ohren fliegen.

"Nicht fünf, nicht sechs, nicht sieben?" rief er den Fans zu, als die Frage nach der Anzahl der möglichen Meisterschaften der Miami Heat mit dem Traum-Trio James, Wade und Bosh aufkam.

Nun bleibt festzuhalten: Nicht einmal eine. Zumindest dieses Jahr nicht.

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