vergrößernverkleinern
Dirk Nowitzki (M.) ist nach Tony Parker (2007) der zweite Finals-MVP aus Europa © getty

Nach Dallas' Meisterschaft greift das Mavs-Fieber um sich. "Baby Dirk" ist unterwegs. "Jet" will an die Decke. Obama lädt ein.

Von Eric Böhm

München - Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks reiten weiter auf einen riesigen Popularitätswelle.

Knapp eine Woche nach ihrem NBA-Titelgewinn gegen die favorisierte Star-Truppe der Miami Heat (Video, Bericht und412486 Bilder) treibt der Hype um Nowitzki und Co. immer neue Blüten.

Von Präsident Barack Obama oder Bundeskanzlerin Angela Merkel über den katholischen Bischof von Dallas bis hin zu ekstatischen Cleveland-Fans kann sich niemand dem Mavs-Fieber entziehen.

"Es ist einfach unglaublich was hier passiert. Nach 13 Jahren so etwas zu erleben, ist einfach ein großartiges Gefühl", bestätigt Finals-MVP Nowitzki, der Sonntag seinen 33. Geburtstag feierte.

SPORT1 fasst interessante und kuriose Geschichten um Nowitzki und sein frischgebackenes Meisterteam zusammen.

"Baby Dirk" ist unterwegs

Der deutsche Superstar sollte langsam über eine politische Karriere im US-Bundesstaat Ohio nachdenken.

Nachdem Gouverneur John Kasich ihn und die anderen Mavericks zu Ehrenbürgern ernannt hatte, steigt die Popularität des Würzburgers auch unter der Bevölkerung stetig an.

Die schwangere Radiomoderatorin Cherise Navidad aus Cleveland wird ihren Sohn nach Nowitzki benennen, da sie LeBron James' Abschied im Sommer 2010 immer noch nicht verwunden hat.

"Diese Show war so schlimm für uns Cavaliers-Fans. Wir wollten unbedingt, dass LeBron und die Heat verlieren, dafür hätte ich alles getan", sagte Navidad den "New York Daily News".

Twitter ist Schuld

Während Spiel sechs kündigte sie ihren Plan via Twitter an, unter ihren vielen Lesern verbreitete sich dieses Versprechen in Windeseile.

"Dirk ist ein toller Spieler. Tweets sind ein bindender Vertrag. Das Beste daran ist aber, ich kann meinem Sohn später erklären, wie kindisch seine Mama ist", freute sich die werdende Mutter.

[kaltura id="0_6smjsdrz" class="full_size" title="N chste Titeljagd f r Nowitzki"]

"Jet" will an die Decke

Auch Nowitzkis langjähriger Teamkollege Jason Terry ist für seine Impulsivität bekannt. Er tritt schon mal in Boxerrobe auf oder riskiert eine große Klappe.

Am Ende der Meisterparade betrachtete "Jet" an der Decke des American Airlines Centers die Trikots der Mavericks-Legenden Brad Davis und Rolando Blackman.

"Macht Platz Davis und Blackman. Demnächst werden neue Trikots dazukommen", spielte Terry auf ein mögliches Retirement seiner und Nowitzkis Nummer nach dem Karriereende an.

Schuhe werden versteigert

Außerdem versteigert der sechste Mann der Mavs über die Website seines Ausrüsters die Schuhe aus dem sechsten Finale für einen guten Zweck.

Ganz glücklich ist Terry damit nicht: "Eigentlich willst du nach so einem Spiel alle Sachen wie Socken, Schweißband und Schuhe behalten, aber ich werde es überleben."

Die Auktion läuft noch bis 26. Juni. Zuletzt lag das Höchstgebot bereits bei 1.400 Dollar.

Obama gratuliert

Auf den launigen Auftritt in David Lettermans Late-Night-Show wird für Terry und das gesamte Team bald ein Besuch im Weißen Haus folgen.

Kanzlerin Merkel hatte Nowitzki bereits gratuliert, da wollte Präsident Obama nicht zurückstehen und meldete sich persönlich bei Coach Rick Carlisle.

"Er hat mir gesagt, dass ihm unser Zusammenspiel sehr gut gefallen hat. Vor allem Dirk und J.J. Barea haben ihn beeindruckt. Er hat uns ins Weiße Haus eingeladen und freut sich darauf", erklärte Carlisle in einem Radiointerview.

[image id="890c1f25-6475-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Barea ist sein Liebling

Bei seinem Besuch in Bareas Heimat Puerto Rico hatte Basketballfan Obama zuletzt bereits bekannt, dass der kleine Spielmacher einer seiner Lieblinge ist: "Der Junge kann wirklich spielen."

Dallas muss wohl deutlich tiefer in die Tasche greifen, um den Aufsteiger der Saison zu halten. Denn sein Vertrag läuft aus.

Barea stellte jedoch klar, wie er seine Zukunft sieht: "Ich liebe meine Rolle, Teamkollegen, Coaches, den Besitzer und die Stadt."

Chandler witzelt über Heat

Das gilt auch für Free Agent Tyson Chandler. Der Center machte kein Hehl daraus, dass er mit den Mavericks weitere Titel gewinnen will.

"Ich höre, in Dallas ist alles Größer. Also reicht ein Titel nicht. Es sollten zwei, drei, vier oder fünf werden", wollte sich Chandler einen Seitenhieb auf Miami nicht entgehen lassen.

Die Heat hatten bei ihrer berüchtigten Vorstellung im Sommer 2010 gleich von mehreren Meisterschaften gesprochen.

Bischof gewinnt Wette

Doch nicht nur weltliche Würdenträger feiern Nowitzki und seine Mavericks.

Der katholische Bischof von Dallas Kevin Farrell gewann durch den Triumph seiner Heimmannschaft die Wette gegen den Erzbischoff von Miami.

Dafür bekommt er eine Box handgerollter Zigarren, die mit einem Autogramm von Barea für katholische Wohltätigkeitsorganisationen versteigert werden soll.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel