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Paul Pierce (am Ball) wurde 1998 von den Boston Celtics an 10. Stelle gedraftet © getty

Boston muss gegen die Mannschaft ihres einstigen Idols in die Overtime, triumphiert dort aber. Auch die Lakers siegen weiter.

Von Martin Hoffmann

München - Die Indiana Pacers waren nah dran, zum zweiten Mal in dieser Saison zum Stolperstein für den Titelverteidiger zu werden.

Anfang November hatten die Pacers den Boston Celtics die erste Saisonpleite und bislang einzige Auswärtsniederlage zugefügt - und auch diesmal stand Indiana kurz vor einem zweiten Coup gegen die Ex-Mannschaft ihres Sportchefs Larry Bird.

Die Gastgeber zwangen den Meister in einer dramatischen und ausgeglichenen Partie in die Overtime, dort jedoch triumphierte Boston knapp mit 122:117 - und vermieste damit Birds 52. Geburtstag, den dieser am Sonntag feierte.

Trotzdem: Der 12. Celtics-Sieg in Folge (Spielplan der Celtics) war der schwerste für die Mannschaft von Coach Doc Rivers.

Allen überragt

Bei Boston scheint sich ein kleines Indiana-Trauma zu entwickeln, obwohl sich die Pacers mit nur sieben Siegen aus zwanzig Spielen nicht als Spitzenteam hervorgetan haben.

Für Bostons Star-Guard Ray Allen ist Indiana aber besser, als die Zahlen es aussagen: "Egal, was die Statistik sagt: Sie sind ein gutes Team."

Dass die Celtics an diesem Abend allerdings das bessere waren, hatten sie vor allem Allen zu verdanken.

20 Rebounds von Garnett

Mit einer persönlichen Saisonbestleistung von 35 Punkten (STATISTIK: Die Tagesbesten) war er bester Scorer aus dem Feld. Er versenkte 13 von 21 Würfen, darunter 7 von 12 von der Dreier-Linie.

Der letzte davon sorgte in der Schlussminute der Verlängerung für die Vorentscheidung: Beim Stand von 113:111 und einer heruntertickenden Shot Clock traf Allen aus acht Metern ins Schwarze.

Aber auch der Rest des magischen Bostoner Dreiecks trug seinen Anteil zum Arbeitssieg bei. Kevin Garnett erzielte 17 Punkte und pflückte dazu 20 Rebounds und fünf Steals.

Pierce rückt in der Bestenliste auf

Paul Pierce gelangen ebenfalls 17 Zähler, die ihn in der ewigen Scoring-Liste der Celtics auf Rang vier beförderten.

Mit nun 17.346 Punkten zog Pierce an Kevin McHale vorbei. Vor ihm rangieren nun nur noch Robert Parrish (18.245), Bird (21.791) und John Havlicek (26.395).

Die wichtigsten drei der 17 Zähler erzielte Pierce sieben Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit, als er von der linken Seite für drei traf - und sein Team mit dem Ausgleich zum 105:105 erst in die Overtime rettete.

"Nicht jede Nacht hübsch"

Die Stärke ihrer Top-Spieler war für Boston der Schlüssel für einen Sieg, den selbst Rivers als glücklich bezeichnete.

Andererseits sah er den knappen Erfolg auch als Beweis für die Klasse seines Teams: "Es ist nicht jede Nacht hübsch, aber wo wir einen Weg finden zu gewinnen, da beschreiten wir ihn."

Für die Celtics war es innerhalb von fünf Tagen der zweite Sieg über Indiana: Am Mittwoch hatten sie die Pacers vor heimischer Kulisse mit 114:96 bezwungen.

Lakers setzen Erfolgsserie fort

Ihre Erfolgsserie setzten am Sonntag auch die Los Angeles Lakers fort: Ein 105:92 bedeutete für Kobe Bryant und Co. den 17. Sieg im 19. Saisonspiel (Spielplan der Lakers).

Auch die Lakers glänzten dabei nicht, Coach Phil Jackson sprach von einem "unangenehmen" Spiel, bei dem Bryant mit 20 Zählern bester Werfer auf dem Feld war.

Einen knappen 98:97-Erfolg feierten die Portland Trail Blazers bei den Toronto Raptors.

Minnesota entlässt Trainer

Die Minnesota Timberwolves haben unterdessen nach nur vier Siegen aus 19 Begegnungen Trainer Randy Wittman entlassen.

Wie der Klub mitteilte, wird Kevin McHale sein Nachfolger.

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