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Dirk Nowitzki (r.) wurde im Jahr 2007 zum MVP der Liga gewählt © getty

Bei Dirk Nowitzki und seinen Dallas Mavericks herrscht Verunsicherung vor dem Texas-Derby gegen den Erzrivalen San Antonio.

Von Martin Hoffmann

München - Als sich die Dallas Mavericks und die San Antonio Spurs in dieser Saison zum ersten Mal aufeinander trafen, war es ein Krisengipfel.

Dallas hatte bis zur Partie Anfang November noch kein Heimspiel gewonnen, San Antonio hatte überhaupt noch keinen Sieg auf dem Konto.

Diesmal steht das texanische Derby (Mi., 2.30 Uhr LIVESCORES) unter anderen Vorzeichen: Nachdem beide Teams einen schwachen Start hingelegt haben, zeigt die Tendenz mittlerweile bei beiden Mannschaften nach oben.

Die Spurs haben neun der letzten zwölf Spiele gewonnen, Dirk Nowitzki und Co. sogar neun der letzten zehn. Das erneute Duell der beiden Erzrivalen ist nun für beide der Test, wie stabil ihr Aufschwung ist.

Nowitzki will Kritiker ruhig stellen

"Der beste Weg, um den Kritikern zu beweisen, dass wir mit den besten Teams im Westen mithalten können, sind Siege", erklärte Nowitzki der "Dallas Morning News".

Der Deutsche wurde am Montag bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen zum besten Spieler in der Woche im Westen ernannt.

Rückschritt bei den Mavs

Doch nimmt man das jüngste Spiel als Gradmesser, dann liegt der Vorteil bei den Spurs.

Denn die Mavs haben mit dem Zittersieg gegen Atlanta einen erheblichen Rückschritt gemacht. (Zum Spielbericht)

Die desaströsen letzten siebeneinhalb Minuten, als sie fast einen 19-Punkte-Vorsprung vergeigten, überschattete eine bis dahin starke Vorstellung der Mavs.

"Ein Loch in der Seele"

Der Beinahe-GAU hat beim Trainer der Mavericks eine Reihe von Fragen aufgeworfen.

"Wie konzentriert sind wir? Wie robust sind wir? Haben wir den Killer-Instinkt? Können wir Spiele nach Hause bringen? Sind wir emotional zu sehr verwundet von den vergangenen zwei Jahren?", wunderte sich Rick Carlisle hinterher.

"Ein Loch in der Seele der Mavs" hat der Trainer nach Deutung des regionalen "Star-Telegram" gar ausgemacht.

Spurs mit breiter Brust

Dieses Loch sollte Dallas schleunigst schließen, denn sie treffen auf ein Team, dessen Seelenleben nach den jüngsten Auftritten im Reinen sein dürfte.

Die Mannschaft von Coach Gregg Popovich hat mit einem 123:88 gegen die hilflosen Golden State Warriors ordentlich Selbstvertrauen getankt.

Auch zuvor gab es mit einem 108:91 in Denver einen klaren Sieg. In beiden Spielen gefiel besonders San Antonios Defensive, die zwei eigentlich als offensivstark bekannte Teams effektiv an der Leine hielt.

Hoffnung auf Ginobili

Das erste Aufeinandertreffen mit Dallas hat San Antonio allerdings klar mit 81:98 verloren.

Viel Hoffnung, dass es diesmal anders kommt, ruht auf dem wieder genesenen Shooting Guard Manu Ginobili, der damals noch verletzt fehlte.

Der Argentinier ist zuversichtlich, den aktuellen Lauf in Dallas fortsetzen zu können: "Wir hatten zuletzt zwei tolle Spiele und wir hoffen, dass es so weitergeht." (Ergebnisse und Tabellen)

Fragezeichen hinter Howard und Wright

Bei Dallas stehen dagegen Fragezeichen hinter Josh Howard (Knöchel) und Antoine Wright (Leiste), die zuletzt passen mussten.

Sollte Shooting Guard Wright wieder fit werden, muss der Aufsteiger der vergangenen Dallas-Spiele womöglich wieder zurück ins Glied.

Anstelle von J.J. Barea, neben Nowitzki bester Mann gegen Atlanta und zuvor Phoenix, wird Carlisle dann wohl eher den körperlich robusteren Veteran gegen Ginobili ins Rennen schicken.

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