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Kobe Bryant (l., gegen Salmons) traf nur 36 Prozent aus dem Feld © getty

Ausgerechnet gegen die Lakers beenden die Kings eine lange Pleitenserie. Für die T-Wolves ändert sich unter dem neuen Coach nichts.

Von Jessica Pulter

München - Für einen Paukenschlag in der Western Conference haben die Sacramento Kings gesorgt.

Nach zuletzt acht Niederlagen in Folge fuhren die Kalifornier wieder einen Sieg ein, und das ausgerechnet beim stärksten Team im Westen - den Los Angeles Lakers.

Die Kings gewannen ihr Heimspiel mit 113:101.

Die Lakers kassierten damit erst ihre dritte Niederlage im 20. Saisonspiel.

Positiver Einfluss auf die Saison

"Das ist wohl der größte Sieg für uns in dieser Saison", gab Kings-Forward John Salmons zu verstehen. "Das ist so ein Spiel, das die ganze Spielzeit beeinflussen kann."

Die Kings bekamen allerdings auch viel Unterstützung vom MVP der Gäste, Kobe Bryant.

Fans ohne Kuhglocken

Der Guard fand nie wirklich in die Partie. Denn auch wenn er 28 Punkte sammelte, Bryant enttäuscht mit einer schwachen Wurfquote von 36 Prozent (9:25).

"Ich kam einfach nicht in einen Rhythmus", erklärte der 30-Jährige. "Vielleicht habe ich aber auch einfach nur die Kuhglocken vermisst."

Das Publikum der Kings galt jahrelang als das lauteste der gesamten NBA und verunsicherte die Stars der Gegner durch Glockenläuten. Aufgrund der Erfolglosigkeit der Mannschaft ging diese Unterstützung für die Kings aber zurück.

Sechs punkten zweistellig

Die Lakers warfen insgesamt zu schlecht aus dem Feld. Nur 40 Prozent ihrer Würfe fanden den Weg in den Korb und neben Bryant punkteten nur Pau Gasol (25) und Lamar Odom (11) zweistellig.

Ganz anders die Kings, die nach einer 87:80-Führung zu Beginn des Schlussviertels durch eine gute Mannschaftsleistung auf 103:86 davonzogen und so den Sieg sicherten.

Insgesamt machten sechs Sacramento-Spieler elf Punkte und mehr. Beste Werfer waren Salmons und Francisco Garcia mit jeweils 21 Zählern.(STATISTIK: Die Tagesbesten)

Portland Trail Blazers - Orlando Magic 108:109

Dwight Howard hatte für die Orlando Magic nicht seinen besten Tag, doch wenn er nicht trifft, dann macht es ein anderer - oder gleich drei.

Die Magic gewannen ihr Auswärtsspiel bei den Trail Blazers mit 109:108 und festigten Platz drei im Osten.

Portland (Platz drei im Westen) verpasste die Chance, Boden auf die Lakers gutzumachen.

Nur sieben Rebounds

Mit Hedo Türkoglü (24), Rashard Lewis (27) und Jameer Nelson (21) erzielten gleich drei Magic-Spieler mehr als 20 Punkte.

Da durfte sich Howard ruhigen Gewissens eine Auszeit nehmen. Der Center kam nur auf 14 Zähler und stellte seinen niedrigsten Saisonwert mit sieben Rebounds ein.

Dreier-Festival zum Schluss

Die Entscheidung fiel allerdings erst in den letzten zwei Minuten der Partie als die Trail Blazers einen 108:100-Führung noch aus der Hand gaben.

Vier Mal versuchten die Gastgeber aus der Distanz den Ball in den Korb zu bugsieren, nicht einmal trafen sie.

Ganz anders die Magic, die ihrerseits drei Dreier zum Sieg verwandelten.

Minnesota Timberwolves - Utah Jazz 96:99

Auch unter dem neuen Cheftrainer Kevin McHale hat die Niederlagenserie der Minnesota Timberwolves kein Ende gefunden.

Das 96:99 war bereits die sechste Pleite der Nordlichter in Folge.

Jubiläum für Sloan

"Ich bin trotzdem stolz auf die Jungs, denn es waren ein paar wirklich turbulente Tage", meinte McHale, dessen Mannschaft die Partie lange Zeit offen hielt.

Nicht nur den Sieg feierte dagegen sein Gegenüber Jerry Sloan. Der Coach der Utah Jazz feierte sein 20. Jubiläum als Cheftrainer der Jazz.

Aus die Frage, ob er noch mal 20 Jahre drauflegen würde, scherzte Sloan allerdings: "20 Jahre? Nach diesem spannenden Spiel weiß ich nicht mal, ob ich noch die nächsten 20 Minuten durchhalte." (Alle Tabellen im Datencenter)

Die weiteren Ergebnisse:

Cleveland - Toronto 114:94Beste Werfer: LeBron James 31 Punkte - Joey Graham 17 Punkte

Washington - Detroit 107:94Beste Werfer: Caron Butler 33 Punkte - Richard Hamilton 29 Punkte

Houston - Atlanta 92:84Beste Werfer: Yao Ming 24 Punkte - Joe Johnson 22 Punkte

Chicago - New York 105:100Beste Werfer: Drew Gooden 22 Punkte - Al Harrington 28 Punkte

Phoenix - Milwaukee 125:110Beste Werfer: Shaquille O'Neal 35 Punkte - Charlie Villanueva 24 Punkte

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