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Dirk Nowitzki kommt derzeit auf 25,5 Punkte pro Spiel © getty

Nach schwachem Start kommen die Dallas Mavericks immer besser in Schwung. Daran ändert auch die Niederlage gegen San Antonio nichts.

Von Jessica Pulter

München - Es hat ein bisschen länger gedauert, doch die Dallas Mavericks sind nach gut einem Viertel der Saison wieder auf Erfolgskurs.

Daran ändert auch die 126:133-Niederlage gegen die San Antonio Spurs in der Nacht zu Mittwoch nichts.

Denn die Mannschaft von Dirk Nowitzki zeigte, dass sie in fast allen Bereichen Fortschritte gemacht hat.

Sport1.de gibt einen Überblick über den Verlauf der ersten 20 Spiele.

Zuletzt nur zwei Niederlagen

Mit einer Bilanz von zwei Siegen bei sieben Niederlagen sind die Mavericks in die erste Saison unter dem neuen Trainer Rick Carlisle gestartet.

Doch das Team erholte sich blitzartig vom schwachen Start und legte in den letzten elf Partien eine 9:2-Bilanz aufs Parkett.

Darunter waren auch Siege bei den Playoff-Anwärtern Houston Rockets und gegen die Phoenix Suns.

Knappes Spiel gegen die Spurs

Die Mavericks haben aus den Fehlern gelernt. "Wir haben uns in den ersten Spielen schwer getan, enge Partien für uns zu entscheiden", erklärte Forward Brandon Bass. "Das haben wir verbessert."

Danach sah es auch lange Zeit gegen die Spurs (zum Spielbericht) aus, denn erst in den letzten 23 Sekunden der zweiten Verlängerung setzten sich die Gäste ab. Zuvor betrug die Führung maximal vier Punkte.

Läufe gestoppt

Dallas' größter Fehler in den ersten Partien war es, den Gegnern immer einen längeren Lauf zu gestatten, der zumeist auch die Niederlage für die Texaner bedeutete.

Das haben die Mavericks weitgehend unterbunden oder sie schafften es, diese Aufholjagden wie gegen die Atlanta Hawks (100:98) rechtzeitig zu stoppen.

Stattdessen legten sie selbst Zwischenspurts ein, wie zuletzt gegen Phoenix oder die L.A. Clippers, und entschieden so die Partien für sich.

Verbesserte Wurfquote

Ein deutlicher Fortschritt ist bei den Mavericks auch in der Wurfquote zu bemerken.

In den ersten neun Partien fanden 42,73 Prozent aller Würfe den Weg in den Korb, in den letzten elf Partien erreichten die Texanern eine Quote von 47,03 Prozent aus dem Feld .

Darunter waren auch vier Spiele, in denen sie mehr als jeden zweiten Wurf trafen.

Nowitzki auf Platz drei

An der starken Punktausbeute beteiligte sich nicht nur Nowitzki, der mit im Schnitt 25,5 Punkten auf Rang drei der besten Scorer der Liga rangiert und zuletzt zwei Mal zum besten Spieler der Woche im Westen gewählt wurde.

Vor allem zwei Guards trumpften bei den Mavericks auf - Jason Terry und Jose Juan Barea.

"Wie Steve Nash"

Terry hat sich mit der Rolle als Ersatzspieler abgefunden und mischt ganz oben mit, wenn es um den Titel "Bester sechster Mann der Saison" geht. Mittlerweile steuert er im Schnitt 20,2 Punkte pro Spiel bei.

Bei Barea kam der Durchbruch in der vergangenen Woche. Nachdem der Puerto-Ricaner nach zwei mageren Jahren bei den Mavs aufgrund der Vielzahl von angeschlagenen Spielern immer mehr Einsatzzeit bekam, zahlte er das Vertrauen in den letzten vier Partien zurück und erzielte im Schnitt 19 Zähler.

"Das kam ganz schön überraschend für uns", gab am Dienstagabend auch San Antonios Tony Parker zu. "Wir haben ihn noch nie so spielen sehen. Barea spielt wie Steve Nash und dribbelt ungefähr 100 Mal. Das ist ganz schön schwer zu verteidigen."

Howard-Comeback verschoben

Die immer noch angespannte Verletzungslage im Kader bleibt somit die einzige Schwachstelle, die die Mavericks noch ausbügeln müssen.

Insbesondere Josh Howard wird schmerzlich vermisst, denn der Forward fehlte gegen die Spurs bereits das neunte Spiel in Folge aufgrund einer Knöchelverletzung.

Immer wenn es so aussieht, als könnte er wieder mitmischen, ereilte ihn ein Rückschlag. Am Dienstag saß er mit einem Spezial-Schuh im Publikum, sein Comeback ist auf unbestimmte Zeit verschoben.

Nur eine Momentaufnahme

Doch wenn Howard zurückkommt, dann sind die Mavericks noch schwerer für die Gegner auszurechnen.(Ergebnisse und Tabellen)

Und der derzeitige Platz neun im Westen wird wohl nicht mehr als eine Momentaufnahme gewesen sein, es dürfte noch weiter nach oben gehen.

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