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Deron Williams (M.) wechselte im Februar von den Utah Jazz zu den Nets © getty

Deron Williams glaubt, dass ihm einige Kollegen über den großen Teich folgen werden. Für Bryant sei China das gelobte Land.

Von Andreas Kloo

München - Deron Williams hat den Anfang gemacht. Weitere NBA-Stars könnten ihm auf dem Weg nach Europa folgen.

Im Interview bei einem Golf-Termin glaubt der Point Guard der Nets gar an einen wahren Exodus und legt Kobe Bryant einen Wechsel ans Herz.

"Er könnte in Übersee mehr Geld verdienen, das garantiere ich", ist sich der 27-Jährige sicher.422464(Die NBA-Wechselbörse)

Besiktas hat seine Fühler bereits nach Bryant ausgestreckt. Coach Ergin Ataman will offenbar nächste Woche in die USA reisen, um die "Black Mamba" zu einem Wechsel zu überreden.

Gehaltseinbußen drohen

In der nächsten Saison würde der Lakers-Star rund 25,2 Millionen Dollar im Jahr verdienen.

Der türkische Interessent wird das kaum überbieten können. Allerdings plant die NBA eine fixe Gehaltsobergrenze. Bryant würde dann Williams zufolge "nur" noch elf Millionen jährlich kassieren.

In diese Bereiche könnte Besiktas schon eher vorstoßen, Williams zahlt Istanbul fünf Millionen jährlich.

Kobe nach China?

Für D-Will ist aber auch vorstellbar, dass Bryant nicht nach Europa, sondern nach China wechselt. Williams und Bryant holten bei Olympia in Peking 2008 gemeinsam die Goldmedaille mit dem US-Team.

Der Spielmacher erinnert sich an die Beliebtheit Bryants im "Reich der Mitte". "Er ist der Mann da drüben."

D-Will als Schneeball-Effekt

Aber nicht nur eine Flucht Bryants aus Nordamerika ist für Williams denkbar. Er berichtet von zehn bis 15 anderen Spielern, die seinem Beispiel folgen wollen.

Freilich ohne Namen zu nennen.

Viele hätten schon zuvor mit dem Gedanken gespielt, doch die Bekanntgabe seines Wechsels würde nun einen "Schneeball-Effekt" auslösen. "Auch andere Spieler wollen gehen. Sie wollen es machen", behauptet Williams felsenfest.

Faustpfand im Liga-Streit

D-Will sieht mögliche weitere Wechsel auch als gutes Druckmittel gegen die Liga im Lockout-Streit.

Der Geschäftsführer der Spielvereinigung, Billy Hunter, habe deshalb seinen Wechsel über den Teich begrüßt.

"Er sagte, ich habe eine großartige Entscheidung getroffen", erzählte Williams. Vor dieser Entscheidung ließ er sich nach eigenen Worten von türkischen Ex-Kollegen Mehmet Okur beraten.

Sparfuchs Williams

Auf den Lockout war Williams ohnehin vorbereitet, wie er berichtet: "Ich habe viel Geld für den Fall des Lockouts gespart."

Doch dank des Besiktas-Deals müsse er dieses Geld nun nicht anrühren. "Ich kann dieses Geld investieren", freut er sich.

Aber nicht nur finanziell, auch sportlich sieht er sich gegenüber den NBA-Kollegen nun im Vorteil. Denn er könne trotz Lockout nun weiter im Spielrhythmus bleiben: "Wenn der Lockout fällt, bin ich bereit zu spielen."

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