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Los Angeles' Pau Gasol (r.) im Zweikampf mit Shaq-Ersatz Robin Lopez © getty

Obwohl Shaquille O'Neal wegen des Todes seiner Urgroßmutter fehlt, hält Phoenix bis zum Schluss gegen Kobe Bryant und Co. mit.

Von Martin Hoffmann

München - Die erste Schlagzeile des Tages machte Phoenix noch vor Spielbeginn: Am Tag des Gastspiels bei den Los Angeles Lakers schlossen die Suns einen großangelegten Deal mit den Charlotte Bobcats ab.

General Manager Steve Kerr sicherte seinem Team damit die Dienste von Charlottes Top-Scorer, dem Shooting Guard Jason Richardson.

Außerdem kommt Small Forward Jared Dudley und ein Zweitrunden-Draftpick für 2010 nach Phoenix, das im Gegenzug Power Forward Boris Diaw, Shooting Guard Raja Bell und Nachwuchsspielmacher Sean Singletary abgab.

Die Suns bezahlten die Verstärkung mit einer kurzfristigen Schwächung gegen die Lakers - wo Phoenix zudem Shaquille O'Neal wegen eines Trauerfalls fehlte.

Dennoch verlangten die Suns dem Top-Team des Westens alles ab: Die Lakers konnten den 115:110-Erfolg erst in der letzten Minute klarmachen.

O'Neal fehlte wegen Todesfall

Das Duell der alten Lieblingsfeinde O'Neal und Kobe Bryant platzte, weil O'Neals Urgroßmutter Cillar in dieser Woche im Alter von 92 Jahren verstorben ist und O'Neal auf ihrer Beerdigung in New Jersey weilte.

Für Phoenix, wo sogar der verletzte Alando Tucker auf der Bank saß, um neun Mann auf den Spielberichtsbogen zu bekommen, kam das besonders ungelegen.

O'Neal hatte am Dienstag beim Sieg gegen Milwaukee mit 35 Punkten noch die beste Leistung seit fast drei Jahren gebracht.

Die Lakers dagegen gingen mit einer 101:113-Pleite bei den Sacramento Kings im Gepäck (Spielbericht) in das Spiel - und taten sich auch diesmal schwer 42283(DIASHOW: Bilder der NBA-Woche) .

Wende zu Beginn des Schlussviertels

Als Los Angeles zu Beginn des zweiten Viertels zehn Punkte in Folge machte und eine 39:27-Führung herausspielte, sah es aus, als könnten die Lakers davonziehen.

Doch die Suns kämpften sich zurück: Zur Pause waren sie wieder auf fünf Punkte dran, danach gingen sie mit einer 19:6-Serie erstmals in Führung.

Zu Beginn des Schlussviertels führte Phoenix mit 86:85, ein Korb von Pau Gasol und zwei von Lamar Odom brachten Los Angeles jedoch wieder in Front.

Die Lakers gaben die Führung dann nicht mehr her, auch wenn sie bis zum Schluss darum zittern mussten.

Bryant mit Schlussschwung

In der Schlussphase kam L.A. zugute, dass Kobe Bryant gerade rechtzeitig in Schwung kam: Sieben seiner insgesamt 18 Punkte erzielte er in den letzten sechseinhalb Minuten.

In der ersten Hälfte hing Bryant dagegen durch und versenkte nur zwei von sieben Wurfversuchen.

Dafür überzeugte Gasol: Der spanische Power Forward war mit 28 Punkten bester Scorer auf dem Feld (STATISTIK: Die Tagesbesten). Für Phoenix sammelte Matt Barnes 25 Zähler.

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