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Josh Howard wurde im Jahr 2003 an 29. Stelle von den Dallas Mavericks gedraftet © getty

Nach der Pleite gegen die Spurs wollen die Mavericks ihren Frust an Charlotte auslassen. Josh Howard wird dabei weiter fehlen.

Von Martin Hoffmann

München - Es ist zum immer wiederkehrenden Ritual geworden bei den Pressekonferenzen der Dallas Mavericks.

Jedes Mal in den vergangenen Wochen drehte sich die erste Journalistenfrage um Josh Howard und ob er wieder spielen kann. Und jedes Mal lautete der Kern der Antwort von Trainer Rick Carlisle: Man weiß es nicht.

Seit acht Spielen fehlt der Small Forward wegen seines lädierten Knöchels. Und man merkte Carlisle an, dass er die Fragen nach Howard von mal zu mal mehr leid war.

Am Mittwoch konnte er aber zumindest mal eine Antwort geben, wenn auch keine erfreuliche: Howard wird gegen die Charlotte Bobcats (Fr., 2.30 Uhr LIVESCORES) definitiv nicht auflaufen - und es ist völlig unklar, wann Dirk Nowitzkis bester Teamkollege wieder ran kann.

"Mutter Natur ist nicht kooperativ"

Das Frustrierende daran: Diverse Computertomographien haben ergeben, dass Howards geprellter Knöchel nicht operiert werden muss und nicht dauerhaft geschädigt ist, dennoch will die Schwellung einfach nicht zurückgehen.

"Wir haben es hier mit Mutter Natur zu tun - und Mutter Natur ist nicht immer kooperativ", brachte es Carlisle einmal auf den Punkt.

Am Dienstag wurde Howards Fuß nun in einen Spezialschuh gesteckt in der Hoffnung, dass die Schwellung zurückgeht, wenn Howard ihn wieder bewegen kann.

Carlisle erklärte aber, dass immer noch völlig ungewiss ist, wann Howard wieder spielen kann: "Wir spekulieren lieber nicht wie lange es noch dauert, wir sagen einfach, es wird noch eine Weile sein."

Auf Frustabbau aus

Howards Abwesenheit hat Dallas aber nicht davon abgehalten, acht der vergangenen zehn Spiele zu gewinnen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Zuletzt allerdings gab es eine bittere 126:133-Pleite nach zwei Verlängerungen gegen den Erzrivalen San Antonio (ANALYSE: Die zwei Gesichter der Mavericks).

Nowitzki und Co. sind nun also auf Frustabbau aus - und Charlotte mutet wie ein dankbares Opfer an.

Charlotte verliert Top-Scorer

Mit nur sieben Siegen aus 22 Spielen ist die Mannschaft von Trainerfuchs Larry Brown und Teilbesitzer Michael Jordan bislang unter den Erwartungen geblieben - und nun haben sie auch noch ihren Top-Scorer an die Phoenix Suns verloren.

Ohne Jason Richardson (18,7 Punkte pro Spiel) und noch ohne die für ihn und Jared Dudley verpflichteten Raja Bell, Boris Diaw und Sean Singletary gab es am Mittwoch auch direkt eine klare 89:105-Pleite gegen New Orleans.

Ob das neu erworbene Trio gegen Dallas schon spielberechtigt ist, ist unsicher. Wenn nicht, ist ein Sieg gegen das gebeutelte Team eine Pflichtnummer für Nowitzki und Co.

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