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2007 bekam Dirk Nowitzki (l., gegen Chris Bosh) als erster Europäer den MVP-Award © getty

Dallas lässt sich in Toronto auch von einem schwachen Start nicht aus der Ruhe bringen. Dirk Nowitzki spielt groß auf.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Die Fans der Dallas Mavericks dürften die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben.

Ein Viertel hatten die Texaner in Toronto absolviert und alles sah nach einem bösen Rückfall in alte Zeiten aus: Die Raptors führten nach Beendigung des ersten Spielabschnitts bereits mit 12 Punkten.

Es schien, als habe die jüngste Niederlage gegen Denver (zum Spielbericht) deutliche Spuren bei dem Team von Rick Carlisle hinterlassen.

Doch nach Spielende sah die Gefühlswelt der Mavs-Anhänger deutlich rosiger aus: Ihre Lieblinge bewahrten die Ruhe und ließen sich nicht hängen. Am Ende stand ein 96:86-Auswärtssieg zu Buche, für die Mavericks war es der 14. Sieg im 24. Saisonspiel.

In der Ruhe liegt die Kraft

"Wir wussten, dass die Raptors schon im letzten Spiel einen großen Vorsprung aus der Hand gegeben haben, also haben wir uns nicht aufgegeben", erklärt Jason Terry, der mit 27 Punkten ein Sieggarant war, die guten Nerven der Mavericks.

"Wir haben uns gesagt: 'Wenn wir Zweifel in ihren Kopf bekommen können, könnten sie einknicken', und genau das haben wir im zweiten und dritten Viertel geschafft."

Im zweiten Viertel war es Terry selber, der mit 13 Punkten dafür sorgte, dass die Mavericks den Abstand zur Halbzeit des Spiels auf fünf Punkte verkürzen konnten.

Und die Texaner legten gegen sichtbar verunsicherte Raptors gleich nach. Die 69:63-Führung nach dem dritten Spielabschnitt war der Grundstein zum Sieg.

Nowitzki Dallas' Bester

Entscheidenden Anteil am Erfolg seiner Mannschaft hatte einmal mehr Dirk Nowitzki. Der Deutsche erzielte mit 27 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double und bekam nach der Partie Lob von höchster Stelle.

"Dirk hat ein großartiges Jahr", lobte Coach Carlisle seinen Schützling: "Wenn er richtig eingebunden wird, gibt es keinen Besseren."

Unruhe bei den Raptors

Bei den Toronto Raptors, bei denen Jermaine O'Neal mit 19 Punkten erfolgreichster Werfer war, lagen die Nerven blank.

Die Fans sahen die 15. Niederlage im 25. Spiel (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen) kommen und machten ihrem Unmut lautstark Luft, was wiederum Raptors-Forward Chris Bosh auf die Palme brachte:

"Wenn ich ausgebuht werden will, dann spiele ich auswärts. Wenn du zuhause drei Punkte hinten liegst und dann gleich ausgebuht wirst, ist das ziemlich entmutigend. Ob die Zuschauer das wissen oder nicht: Sie spielen eine große Rolle in diesem Spiel."

Mut machte ihnen ausgerechnet der Star des Gegners: "Alles was man braucht ist ein großer Sieg. Dann hat man wieder alle auf einer Seite", sagte Nowitzki zur Raptors-Krise.

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