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LeBron James (l.) wechselte aus der Highschool direkt in die NBA © getty

In Minnesota wird ein Cleveland-Akteur sogar von den heimischen Fans gefeiert. Der NBA-Champion setzt seine Serie fort.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Gegen Ende des Spiels brandete noch einmal tosender Applaus in Minnesota auf. Die Timberwolves-Fans honorierten eine tolle Leistung.

Das einzige Problem, das Timberwolves-Coach Kevin McHale mit dieser Aktion haben dürfte: Sie galt nicht etwa der eigenen Mannschaft, es war vielmehr Clevelands Gäste-Akteur LeBron James, den die Anhängerschaft mit Beifall verabschiedete.

Irgendetwas muss man ja feiern, wenn das eigene Team dazu keinen Anlass bietet. Die Timberwolves sind seit elf Spielen ohne Sieg, Neu-Trainer McHale feierte noch kein Erfolgserlebnis. Die niederschmetternde Bilanz: Vier Siege aus 25 Spielen.

Genau andersherum sieht es bei den Cleveland Cavaliers aus. Die "Cavs" zeigten sich von der jüngsten Niederlage gegen Atlanta, die ihre elf Spiele andauernde Siegesserie beendete, unbeeindruckt und feierten den 21. Erfolg in der laufenden Saison.

James trumpft auf

Dabei dominierten die Gäste in jeder Hinsicht. Es gab kein Viertel, das die Timberwolves für sich entscheiden konnten. Im Schlussviertel erzielten die Cavaliers 30 Punkte.

Besonders James trumpfte groß auf. Der Superstar erzielte 32 Punkte und war sich auch für die Defensivarbeit nicht zu schade.

Dass er sogar von den Minnesota-Fans gefeiert wurde überraschte ihn dennoch: "Auf so etwas kann man sich nicht vorbereiten, wenn man auswärts spielt. Das ist großartig, es gibt tolle Fans hier. Ich schätze das wirklich."

Atlanta - Boston

Deutlich mehr Mühe als Cleveland hatten die Boston Celtics bei ihrem Auswärtsspiel in Atlanta. Letztendlich feierte der aktuelle NBA-Champion seinen 16. Sieg in Folge (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen), durfte sich nach dem 88:85-Erfolg aber bei Kevin Garnett bedanken.

Nach drei gespielten Vierteln lagen die Celtics mit 59:62 hinten, doch dann schlug die Stunde des 32-Jährigen. Mit zehn Punkten im letzten Viertel war er der entscheidende Mann.

Mit 18 Punkten war er auch insgesamt bester Werfer seines Teams und zeigte sich zufrieden: "Wir spielen gut. Wir wollen Meisterschafts-Basketball spielen. Das ist es, worauf wir abzielen. Unser Ziel ist es, eine Meisterschaft zu gewinnen."

Für die Atlanta Hawks, die im 25. Saisonspiel die zehnte Niederlage hinnehmen mussten, war Joe Johnson mit 20 Zählern erfolgreichster Schütze.

Detroit - Washington

In Detroit machte derweil Allen Iverson den Unterschied. Der 33-Jährige, der vor der Saison aus Denver in die Autostadt wechselte, kam beim 88:74-Heimsieg seiner Pistons auf 28 Punkte.

"Ich habe nur auf meine Möglichkeiten gewartet, und als sie da waren, habe ich sie genutzt", erklärte der Matchwinner sein einfaches Erfolgsrezept. "Das war wahrscheinlich mein bester Lauf, seit ich hier spiele."

Für Detroit stehen nach 23 Spieltagen 14 Siege und neun Niederlagen zu Buche. Washingtons Bilanz liest sich ungleich schlechter: Die Wizards konnten nur vier Siege aus 23 Partien einfahren.

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