vergrößernverkleinern
Chris Bosh (l., neben Dirk Nowitzki) wurde 2003 von den Toronto Raptors gedraftet © getty

In Toronto halten die Mavs Chris Bosh unter seinen Möglichkeiten. Seine Heimkehr könnte Dallas 2010 weiterhelfen

Von Maximilian von Harsdorf

München - Die Dallas Mavericks hatten Chris Bosh gut unter Kontrolle.

Der Raptors-Forward hatte es bei der 86:96-Niederlage seines Teams schwer. Er traf nur sechs seiner 22 Würfe aus dem Feld und blieb auch von der Freiwurflinie erfolglos.

Am Ende verbuchte Bosh nur 12 Punkte und legte sich nach dem Spiel auch noch mit den eigenen Fans an (zum Spielbericht).

Kurz: Sein Auftritt war nicht gerade das, was man als "Bewerbungsschreiben" bezeichnen würde.

Dallas mit alter Starting Five

Nichtsdestotrotz werden die Mavericks den weiteren Werdegang des Nationalspielers aufmerksam beobachten.

Und dafür gibt es durchaus triftige Gründe: Das Durchschnittsalter von Dallas' Starting Five gegen die Raptors betrug über 31 Jahre. Eine Verjüngung des Teams ist früher oder später unumgänglich.

Der 24-jährige Bosh wird 2010 Free Agent, in dem Jahr, in dem auch der Vertrag von Dirk Nowitzki ausläuft.

Sportlicher Gewinn

Doch nicht nur an Stelle, sondern auch an der Seite des Würzburgers wäre Bosh eine Verstärkung. Leistungen wie die gegen Dallas sind bei ihm die Ausnahme, wie seine Saisonstatistik belegt.

So erreichte der 2,08 Meter-Mann eine durchschnittliche Punkteausbeute von 23,6 Zählern und 9,6 Rebounds.

Bosh, der in den letzten drei Jahren ins Allstar-Team berufen wurde, ist in Toronto zum Leistungsgaranten und Führungsspieler gereift.

Heimkehrer Bosh?

Dazu kommt: Bosh wurde in Dallas geboren, verbrachte seine Jugend dort und wurde zum High School Player of the Year gewählt, nachdem er die Lincoln High School im Endspiel vor 16.990 Zuschauern zum texanischen Titel geworfen hatte.

Doch auf eine mögliche Zukunft bei den Mavs angesprochen, gibt sich das Objekt der Spekulationen äußerst reserviert: "Vielleicht spiele ich mal da, wenn ich wirklich alt und beinahe aus der Liga raus bin. Man weiß ja nie." Euphorie hört sich in der Tat anders an.

Einmal für die Mavs am Ball zu sein, ist nicht sein Jugendtraum: "Ich wollte damals einfach nur NBA spielen. Um ehrlich zu sein war das in Dallas nicht wie bei den Celtics oder den Bulls. Es gab damals nicht viele Kinder, die sagten: 'Wenn ich groß bin, will ich mal für die Mavericks spielen'", sagte Bosh den "Dallas Morning News".

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel