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Seit er aus Dallas nach Phoenix kam, verpasste Steve Nash (l.) nur 19 von 353 Spielen © getty

Der ehemalige MVP fühlt sich nach dem Umbau der Suns und dem Trade seines "besten Freundes" fremd in Phoenix. Geht er nach N.Y.?

Von Michael Spandern

München - Der Masterplan der New York Knicks zielt auf das Jahr 2010. Die Knickerbockers schaffen seit geraumer Zeit Platz im Gehaltsgefüge, um Megastar LeBron James zu ködern, sobald der als Free Agent lukrative Angebote sondiert.

James hatte die Spekulationen selbst genährt, als er den "Big Apple" als seine Lieblingsstadt bezeichnete.

Doch da sein jetziges Team, die Cleveland Cavaliers, sich mit inzwischen 21 Siegen bei nur vier Niederlagen zu einem Titelkandidaten gemausert haben, ist der Flirt merklich abgekühlt.

Nash spürt die Veränderungen

Und just zu diesem Zeitpunkt deutet ein anderer All-Star seine Wechselgelüste an: Steve Nash, in den Spielzeiten 2004/05 und 2005/06 MVP der Liga, fühlt sich plötzlich fremd bei den Phoenix Suns.

Die Sonnen hatten nach der vergangenen Saison Coach Mike D?Antoni entlassen und in diesem Monat Raja Bell und Boris Diaw für Jason Richardson nach Charlotte abgegeben.

"Ich fühle mich, als sei ich weggetauscht worden", sagte Nash, der trotz 15 Punkten und elf Assists die 119:124-Niederlage der Suns bei den Trail Blazers (Portland siegt dank Roy-Gala) nicht verhindern konnte. "Ich fühle mich wie in einem anderen Team, weil sich hier alles so sehr verändert hat." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

"Es ist hart und tut weh"

Besonders der Verlust von Bell, mit dem er dreieinhalb Jahre zusammengespielt und zweimal die Conference Finals im Westen erreicht hatte, schmerzt den 34-Jährigen: "Es ist hart, wenn du deinen besten Freund verlierst.

Anschließend schloss Nash Diaw in sein Lamento ein: "Es ist hart, wenn du zwei deiner besten Kumpel verlierst. Es ist hart und tut weh." Allerdings könne Veränderung auch etwas Positives sein? "Wir sind alle optimistisch, befinden uns aber an einem seltsamen Punkt."

Mit 15 Siegen und elf Niederlagen ist Phoenix noch hinter Dallas auf den neunten Platz - jenseits der Playoff-Ränge - im Westen gerutscht. Es offenbart sich, dass der neue Coach Terry Porter noch an einigen Schrauben drehen muss.

Diaw tritt nach

Womöglich muss Trainer-Novize Porter auch die Stimmung ankurbeln.

Nachdem sich die Spieler unter D?Antoni an ihrem Offensivfeuerwerk berauschten, sollte der Nachfolger auf Geheiß des Managers Steve Kerr den Schwerpunkt mehr auf die Abwehrarbeit legen.

"Das hat definitiv nicht so viel Spaß gemacht", befand Diaw. "Weder den Fans noch den Spielern. Ich behalte aber Phoenix mit Mike als Trainer in Erinnerung, als wir das aufregendste Team der Liga waren und doppelt so viel Erfolg hatten."

2010 "ist noch weit weg"

Bis 2010 wird Nash versuchen, das Team aus Arizona wieder zu alter Stärke zu verhelfen.

Ob er dann, mit 36 Jahren, andernorts einen neuen Vertrag unterzeichnet, eventuell wieder unter D?Antoni in New York?

"Das ist noch weit weg", so Nash. "Wenn man darüber jetzt nachdenkt, bringt man sich selbst in Schwierigkeiten."

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