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Rajon Rondo (l.) erzielte alleine im dritten Viertel 18 Punkte für die Celtics © getty

Der amtierende Champion putzt auch die New York Knicks weg und egalisiert zwei Rekorde. "King" James glänzt bei den Cavaliers.

Von Matthias Becker

München - Zwischendurch sah es im dritten Viertel ein bisschen so aus, als spielte Rajon Rondo gegen eine Schülermannschaft.

Immer wieder zog der Point Guard der Boston Celtics mit links zum Korb der New York Knicks - und jedes Mal fiel der Ball auch rein.

Neun Treffer bei neun Versuchen lautete Rondos Bilanz in diesem Spielabschnitt, insgesamt traf er 12 seiner 14 Versuche und verhalf dem amtierenden Champion so zum 124:105-Sieg gegen die Knicks.

"Rondo war im dritten Viertel einfach unglaublich", lobte Kevin Garnett den Matchwinner: "Er hat ein fast perfektes Spiel gemacht."

18. Sieg in Folge

Mit seinem überzeugenden Auftritt führte Rondo die Celtics zum 18. Sieg in Folge - damit stellte der NBA-Rekordchampion gleich zwei Rekorde ein: Zum einen egalisierte Boston die längste vereinsinterne Siegesserie, zum anderen die beste Startbilanz (26:2) eines NBA-Teams mit zwei Niederlagen.

Beide Bestmarken kann sich das Team von Headcoach Doc Rivers schon am Dienstagabend (Ortszeit) im Heimspiel gegen die Philadelphia 76ers alleine übernehmen.

Davis in Unfall verwickelt

Bis zu Rondos One-Man-Show konnten die Knicks mithalten. 63:69 stand es kurz nach Beginn des dritten Viertels, doch als Bostons Spielmacher anzog, war die Knicks Defensive nicht darauf vorbereitet. Schließlich haben die Celtics mit Garnett, Paul Pierce und Ray Allen zahlreiche andere Offensiv-Optionen.

Dieses Überangebot an gefährlichen Gegnern machte auch Knicks-Coach Mike D'Antoni als Hauptgrund dafür aus, dass sein Team letztlich klar verlor: "Rondo ist einfach gut und schnell - und er spielt mit einigen sehr guten Jungs zusammen."

Auf einen dieser Jungs mussten die Celtics am Sonntag aber verzichten: Center Glen Davis wurde auf dem Weg zum Spiel in einen Verkehrsunfall verwickelt und musste mit einem Schleudertrauma und Prellungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Nach Angaben des Teams wurde er aber bereits wieder entlassen. Wie lange er ausfällt, sei noch unklar.

Oklahoma City Thunder - Cleveland Cavaliers

Einfach gut - dieses Attribut trifft ohne Ausnahme auch auf Superstar LeBron James von den Cleveland Cavaliers zu.

"King" James machte auch beim 102:91-Erfolg seines Teams bei Oklahoma City Thunder den Unterschied aus. Mit 31 Punkten, sieben Assists und drei Steals führte er die Cavs in diesen drei Kategorien an. Cleveland bleibt mit einer Bilanz von 23:4 weiterhin zweitbestes Team in der Eastern Conference und auch der gesamten NBA.

"Wir spielen großartig und haben ein gutes Team", sagte James nach dem besten Saisonstart der Klubgeschichte, mahnte aber zugleich weiteren Verbesserungsbedarf an: "Wir müssen noch besser werden und dürfen nicht jetzt schon zufrieden sein."

Kaum vorstellbar, das James selbst noch viel Luft nach oben hat. Gegen das schlechteste Team der Liga (3:25) aus Oklahoma City erzielte er zum vierten Mal in Folge und schon zum elften Mal in dieser Saison mehr als 30 Punkte.

Atlanta Hawks - Detroit Pistons

Dank Mike Bibby haben die Atlanta Hawks endlich mal wieder gegen die Detroit Pistons gewonnen. Der Point Guard der Hawks sammelte gegen die Pistons 27 Punkte, traf dabei all seine sechs Dreier und war der entscheidende Faktor beim 85:78-Erfolg.

Für Atlanta (17:10-Siege) war es der fünfte Sieg aus den letzten sechs Spielen, für Detroit die zweite Niederlage in Folge. In der vergangenen Saison hatten die Pistons alle vier Spiele gegen die Hawks gewonnen.

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