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Kevin Durant war in den vergangenen beiden Jahren bester Korbjäger der NBA © getty

Oklahomas Superstar spielt wegen des Lockouts Football und wird von LeBron herausgefordert. "CP3" mischt eine Gameshow auf.

Von Eric Böhm

München - Eigentlich hätte er Jack Nicholson die Laune verderben sollen: Stattdessen spielte Kevin Durant Football.

Der andauernde NBA-Lockout verhinderte das Eröffnungsspiel von Durants Oklahoma City Thunder bei den Los Angeles Lakers, das Lieblingsteam des Hollywoodstars. So tauchte "Durantula" bei einem Flag-Football-Spiel an der Oklahoma State University auf.

"Es hat viel Spaß gemacht. Irgendwie musst du dir die Langeweile ja vertreiben", sagte der Topscorer der vergangenen NBA-Saison.

Während die Spielergewerkschaft NBAPA ihr weiteres Vorgehen im Tarifstreit besprechen will, fordert nun LeBron James Durant heraus. Chris Paul ist dagegen eher der Familientyp.

James ruft zum Duell

Angestachelt von Durants Statistiken - der Forward twitterte, er habe vier Touchdown-Pässe geworfen - sprach nun Heat-Superstar James eine Herausforderung aus.

"Wie wäre es mit einem Showdown. Ich habe in Akron ein Feld. Sollen wir bei Tag oder unter Flutlicht spielen?", fragte "LBJ". Durant hat inzwischen zugesagt und stellt sein Team zusammen.

Die Stars hängen also weiter in der Warteschleife und ergreifen offenbar jeden Strohhalm, um sich abzulenken.

Paul verliert "Familienduell"

Anders lässt sich Chris Pauls Ausflug in den Spielshow-Sektor nur schwer erklären.

Der Point Guard der New Orleans Hornets trat mit seiner Familie in der amerikanischen Version des "Familienduells" an.

Mit Bruder C.J., Vater Charles, Mutter Robin und Tante Rhonda hatte er sich wie jede andere Familie beworben und wurde ausgewählt. Zum Sieg reichte es nicht.

Hunter und Fisher zerstritten?

Wann "CP3" seinen eigentlichen Job wiederaufnehmen kann, steht nach wie vor in den Sternen.

Die NBAPA will am Donnerstag über ihr weiteres Vorgehen beraten, nachdem zuletzt über Meinungsverschiedenheiten zwischen Exekutivdirektor Billy Hunter und Präsident Derek Fisher (Los Angeles Lakers) spekuliert worden war.

Demnach wollte Fisher in Abstimmung mit NBA-Commissioner David Stern der 50:50-Verteilung der jährlichen Gesamteinnahmen in Höhe ca. 2,9 Milliarden Euro zustimmen, bevor Hunter die Gespräche Ende der vergangenen Woche platzen ließ. (BERICHT: Saison verkürzt! Keine Spiele im November)

Keine neuen Gespräche

In einem Brief an die Spieler, der "ESPN" zugespielt wurde, widersprach Hunter dieser Darstelllung energisch.

"Im Gegensatz zu Medienberichten liegen Derek und ich auf einer Wellenlänge. Er kämpft mit mir gemeinsam um eine faire Lösung, so wie er auf dem Feld seine fünf Meisterschaften errungen hat", schrieb Hunter.

Neue Gespräche mit den Eigentümern und der Liga sind aktuell nicht geplant, Vermittler George Cohen konnte beide Parteien bisher nicht zur Rückkehr an einen Tisch bewegen.

Während in Sachen Gehaltsobergrenze und Luxussteuer deutliche Fortschritte gemacht werden konnten, brachen die Verhandlungen sofort wieder ab, als die Spieler auf ihrer Forderung von 52,5 Prozent der Einnahmen bestanden.

Geldstrafe für Heat-Besitzer

Derweil bröckelt auch bei den Besitzern die Front. Heat-Eigentümer Mickey Arison wurde zu einer Geldstrafe von 500.000 Dollar verurteilt, weil er einem Fan via Twitter geantwortet hatte.

Arison hatte dem wütenden Anhänger geschrieben: "Ihr beschimpft den falschen Besitzer." Das deutet daraufhin, dass sich die reicheren Teams offenbar längst mit den Spielern geeinigt hätten.

Ein Insider, der anonym bleiben wollte, bestätigt bei "ESPN": "Alle Besitzer der kleinen Teams sind Hardliner. Keines der großes Teams bevorzugt den 50:50-Plan."

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